Jakub Kaminski gehört beim 1. FC Köln zu den Schlüsselspielern. Doch weil der Pole immer wieder auf unterschiedlichen Positionen ran muss, hat er seinen Rhythmus verloren. Dafür hat sich Lukas Kwasniok jetzt entschuldigt.
„Muss Abbitte leisten“Nicht im Flow: Kwasniok entschuldigt sich bei FC-Star
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Er ist Kölns wichtigster Spieler, das betont Lukas Kwasniok immer wieder. Dabei ist nicht die Rede von Senkrechtstarter Said El Mala, sondern von Jakub Kaminski.
Der Pole hat sich den Ruf eines Schweizer Taschenmessers erarbeitet. Ein Spieler, den man bedenkenlos auf jeder Position auf dem Feld einsetzen kann. Doch seine Vielseitigkeit wird ihm aktuell zum Verhängnis.
Kaminski wartet immer noch auf sein erstes Tor im Jahr 2026
Kaminski ist aufgrund der vielen Positionswechsel merklich aus dem Tritt gekommen. Die Leihgabe aus Wolfsburg wartet seit Ende November auf einen eigenen Torerfolg, im neuen Jahr konnte der Flügelspieler lediglich beim 2:2 gegen Hoffenheim eine Vorlage beisteuern.
Die Schuld dafür nimmt Lukas Kwasniok auf seine Kappe. „Ich muss dem Spieler gegenüber Abbitte leisten“, sagt der FC-Trainer: „Das erste Mal in meiner Laufbahn als Trainer kann ich mich nicht an dem messen lassen, was ich ihm versprochen habe.“
Denn anfangs versprach Kwasniok seinem Schützling, ihn auf seiner Lieblingsposition vorne links einzusetzen. Doch sehr schnell rückte Kwasniok von dem Vorhaben ab, mutete Kaminski im Laufe der Zeit sechs verschiedene Positionen zu.
„Ich wollte nicht, dass er als Wandervogel auf dem Feld unterwegs ist. Es tut mir leid, aber er ist derjenige, der so eine Spielintelligenz und Grundqualität hat, dass er sowohl Linksaußen als auch rechts hinten spielen kann“, entschuldigt sich Kwasniok für seine Maßnahmen.
Die Hin-und-Herschieberei sorgte im Laufe der Saison allerdings dafür, dass Kaminski seinen Rhythmus verlor. Gehörte er anfangs noch zu den Kölner Topscorern, ging ihm die Torgefährlichkeit im Laufe der Zeit immer mehr abhanden.
Er wirkte zunehmend überfrachtet mit fremden Aufgaben und hatte so den Kopf vor dem Tor nicht mehr frei. Die Chancen im Abschluss waren nämlich weiterhin da, doch die nötige Leichtigkeit und Unbekümmertheit ließ er zuletzt vermissen.
„Wir haben ihn immer dort eingesetzt, wo er für uns am wertvollsten sein kann. Das führt dazu, dass er nicht im Flow ist“, gibt Kwasniok zu. Gegen den BVB soll Kaminski nun wieder „offensiver als zuletzt“ ran. In so einer Phase helfe nur ein persönliches Erfolgserlebnis, an dem sich der Spieler wieder hochziehen könnte.

