Der 1. FC Köln kämpft gegen Borussia Dortmund um die nächsten Punkte in der Bundesliga. Dabei muss die FC-Abwehr den zweitbesten Angriff der Liga um Superstar Serhou Guirassy stoppen.
Beim BVB 60 Millionen wertFC hat keinen Bammel vor Ex-Kölner
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Er ist einer der wenigen Gewinner der Köln-Krise. Während der FC in den vergangenen Wochen immer näher dem Abgrund entgegentaumelt, stand er stets seinen Mann: Cenk Özkacar hat in kürzester Zeit die Wandlung vom überzähligen zum unverzichtbaren Verteidiger vollzogen.
Der Türke liefert aktuell beständig, konzentriert und schnörkellos ab, ist aktuell nicht aus der Startelf wegzudenken. Doch am Samstag (18.30 Uhr) gegen Borussia Dortmund wartet die nächste Reifeprüfung auf den Leih-Verteidiger, der gerne über den Sommer hinaus in Köln bleiben würde.
Guirassy: Nach FC-Abschied ging sein Stern auf
Dann kommt es zum Duell mit BVB-Star Serhou Guirassy. Der Angreifer gehört zu den Top 5 der Bundesliga, hat bislang elfmal in 23 Spielen zugeschlagen. Damit hat der Neuner diese Saison bereits mehr Tore geschossen als für den FC in zweieinhalb Jahren.
In Köln erzielte der Nationalspieler Guineas, der über weite Strecken aber auch falsch eingesetzt wurde, in 45 Pflichtspielen lediglich neun Tore. Sein Stern ging erst auf, als er das Geißbockheim 2019 Richtung Frankreich verließ. Der Tor-Knoten platzte, der Marktwert explodierte und der FC schaute in die Röhre. Sechs Millionen Euro Ablöse waren rückblickend ein schwacher Trost.
Inzwischen schwebt Guirassy in ganz anderen Sphären. Der AC Mailand hat den Stürmer gerade zum Transferziel Nummer eins im Sommer auserkoren, dabei schwirren Summen jenseits der 60 Millionen Euro im Raum.
Ein echter Brocken, der da auf Cenk und den FC zukommt. Der BVB hat den zweitbesten Angriff der Liga und bislang in jedem Bundesliga-Spiel mindestens ein Tor erzielt. Doch der Verteidiger erstarrt nicht in Ehrfurcht, sondern sieht dem Duell mit Top-Mann Guirassy gelassen entgegen. „Ein guter Stürmer. Aber ich habe auch schon gegen andere Mannschaften mit guten Stürmern gespielt. Es ist schon etwas anderes, gegen solche Leute zu spielen, aber ich bin bereit.“
Bereit müssen Cenk und seine Kollegen auch bei Standards sein. Die Schwarz-Gelben haben bereits zwölf Treffer nach einem ruhenden Ball im laufenden Kalenderjahr erzielt. Damit sind knapp die Hälfte der 25 Ligatore im Jahr 2026 nach einem Standard (48 Prozent) gefallen. Bestwert der Liga!
„Das wird immer wichtiger im modernen Fußball“, sagt Cenk: „Ich denke, in den vergangenen Wochen haben wir es defensiv gut gemacht. Daran wollen wir anknüpfen.“ Im Hinspiel, in dem Cenk seine Startelf-Premiere feierte, ging die Taktik bis spät in die Nachspielzeit auf. Nach couragierter Leistung musste man sich erst nach einem ganz späten Gegentor (90.+6) mit 0:1 geschlagen geben.

