Beim 1. FC Köln soll sich in der Winter-Transferperiode noch mehr am Kader tun. Am Samstag gab es nach dem Spiel in Heidenheim ein neues Gerücht.
Samstag nicht im KaderFC-Gerücht direkt nach Abpfiff: Leih-Profi aus Freiburg?
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Die Abwehr-Not beim 1. FC Köln ist nicht wegzudiskutieren und wird von Spiel zu Spiel größer, doch Sportdirektor Thomas Kessler (39) schaut sich nicht nur in der Defensive nach Verstärkung im Januar um.
Nachdem mit Jahmai Simpson-Pusey (20) ein erster Winter-Transfer direkt sein Bundesliga-Debüt feierte, sollen weitere Neuzugänge folgen. Bis zum Ende des Wechselfensters bleiben dafür noch drei Wochen Zeit. Ein neues Gerücht überraschte am Samstag (10. Januar 2026) gleich nach Abpfiff des FC-Spiels in Heidenheim.
Kessler schielt auf FC-Kandidaten mit zu wenig Spielzeit
Bei Sky liefen noch die Highlights der Nachmittagsspiele, da vermeldete der Sender das angebliche Kölner Interesse an Offensivspieler Eren Dinkci (24) vom SC Freiburg. Der Deutsch-Türke stand beim zeitgleich ausgetragenen Spiel seines Klubs gegen den Hamburger SV (2:1) nicht im Kader und gilt als Abgangs-Kandidat beim Europapokalteilnehmer.
Dinkci spielt am liebsten auf der rechten Außenbahn, kann aber auch eine zentralere Rolle im offensiven Mittelfeld bekleiden. Eigentlich die Positionen, auf denen beim FC wenig Bedarf herrscht, andere Kader-Baustellen scheinen derzeit akuter.
Zu Beginn der Saison war der 2024 für fünf Millionen Euro aus Bremen verpflichtete Dinkci noch öfter beim SC zum Einsatz gekommen, zuletzt mangelte es ihm – auch verletzungsbedingt – an Spielzeit unter Trainer Julian Schuster (40). Ins grundsätzliche Kölner Suchraster würde er dadurch jedenfalls passen.
Immerhin sagte Kessler zuletzt: „Spieler, die bei vermeintlich besseren Klubs mit besseren finanziellen Möglichkeiten nicht zum Einsatz kommen, suchen mit Blick auf eine Weltmeisterschaft für die Rückrunde Spielpraxis. Das ist unser Zielmarkt.“ Erste Gespräche über eine Dinkci-Leihe sollen laut Sky schon stattgefunden haben.

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Eren Dinkci war beim SC Freiburg zuletzt immer seltener gefragt. Das öffnet die Tür für einen Winter-Wechsel.
Der in Bremen geborene Rechtsfuß hatte im Herbst 2024 schon einmal bei zwei Länderspielen im Kader der türkischen Nationalmannschaft gestanden, wartet aber noch auf sein Debüt.
Mit einer herausragenden Rückrunde in der Bundesliga könnte er sich wieder bei der Türkei ins Gespräch bringen, die im März noch in den Playoffs um ihr Ticket für die WM spielt. In Freiburg stehen die Chancen aktuell nur mäßig, nachdem ihm Jan-Niklas Beste (27) den Rang abgelaufen hat.
Beim FC ist der linke Flügel mit Jakub Kaminski (23) und Said El Mala (19) sogar überbelegt, von rechts kommt im bisherigen Saisonverlauf dagegen deutlich weniger Torgefahr. Dinkci wäre als spielstarke Lösung eine Alternative zu Jan Thielmann (23), der vorrangig mit Tempo und unermüdlichem Arbeitspensum punktet.
Die Gerüchte um Dinkci lassen sich als möglicher Vorgriff auf einen möglichen Abgang von Linton Maina (26) verstehen. Der Aufstiegsheld, dessen Vertragsverlängerung noch während der Feierlichkeiten im Rhein-Energie-Stadion verkündet worden war, ist unzufrieden mit seiner Rolle als Teilzeitkraft unter Kwasniok.
Der Name Dinkci ist beim FC allerdings nicht gerade mit guten Erinnerungen verbunden: Er schoss am 34. Spieltag der Saison 23/24 zwei Tore für den 1. FC Heidenheim gegen die Kölner, die durch die 1:4-Packung den bitteren Gang in die 2. Liga antreten mussten.
Die Treffer von Dinkci zum 1:0 und 2:0 (16. und 22. Minute) machten schon früh im Spiel alle Rettungs-Hoffnungen beim FC zunichte. Für den Doppeltorschützen war es derweil die perfekte Abschiedsvorstellung nach seiner Leihe nach Heidenheim und der bislang besten Karriere-Saison mit zehn Toren und fünf Vorlagen.
