Abo

„Auf Erziehungsmaßnahmen verzichten“Moderatorin nimmt sich FC-Trainer vor

Die Lage im Abstiegskampf beschäftigt auch den „Doppelpass“. Für Lukas Kwasniok könnte es brenzlig werden.

Der 1. FC Köln steckt spätestens nach der Pleite beim FC Augsburg ganz tief im Abstiegssumpf. Die Kritik an Trainer Lukas Kwasniok (44) wächst – zumindest unter den Fans.

Auch im Sport1-„Doppelpass“ macht man sich durchaus Sorgen um den FC. Er sei „ein Stück weit überrascht“, dass Köln derart unten reingerutscht ist, sagte Weltmeister Jürgen Kohler (60), „denn der Anfang der Saison war doch erstaunlich gut“.

Weltmeister und Moderatorin äußern sich zu „leidigem“ FC-Thema

Kohler, der von 1987 bis 1989 selbst im FC-Trikot auflief, erklärte: „Jetzt in der Rückrunde haben sie doch größere Schwierigkeiten, nicht nur ergebnistechnisch, sondern immer wieder mit Verletzungen. Und das ist ein Riesenproblem.“

Wie bereits in der Vorwoche ging es auch diesmal wieder um das „leidige Thema“ (Kohler) Said El Mala (19). Der ehemalige DFB-Verteidiger ist wie viele Fans der Meinung, dass Kwasniok den Senkrechtstarter noch viel häufiger von Beginn an bringen muss. „Das Alter spielt keine Rolle, sondern es ist entscheidend, ob ein Spieler gut oder schlecht ist, und dieser Spieler ist außergewöhnlich“, betonte Kohler.

In Augsburg hatte Kwasniok allerdings aus gutem Grund auf den Teenager in der Startelf verzichtet: Unter der Woche hatte El Mala aufgrund von muskulären Problemen kaum trainieren können.

„Vor dem Spiel jetzt war es die richtige Maßnahme. Wenn er zwei Tage nicht trainiert hat, dann kannst du ihn auch nicht aufstellen. Das halte ich absolut für legitim und auch absolut für richtig“, räumte Kohler ein.

Valentina Maceri sitzt mit roter Jacke im Doppelpass.

Copyright: Screenshot Sport1

Valentina Maceri äußerte sich im Sport1-„Doppelpass“ zu FC-Trainer Lukas Kwasniok.

Die Grundsatzdiskussion wird Kwasniok aber weiter verfolgen, glaubt auch Moderatorin Valentina Maceri (32). „Man hat das Gefühl, er versucht, El Mala zu erziehen – was ja auch okay ist. Aber wenn ich in so einer Situation stecke wie Köln, dann muss ich einfach die besten Spieler auflaufen lassen, die mir die Punkte holen können“, sagte die ehemalige Fußballerin.

Sie forderte deshalb: „Und da muss man vielleicht manchmal auch auf diese Erziehungsmaßnahmen verzichten, weil der Spieler einfach die Leistung bringt.“

Vor der Länderspielpause Ende März muss der FC noch gegen Borussia Dortmund (H), Hamburger SV (A) und im Derby gegen Borussia Mönchengladbach (H) ran. Futter fürs Phrasenschwein: Es werden die Wochen der Wahrheit für Kwasniok und den FC.

„Doppelpass“-Moderator Florian König (58) sieht schwere Zeiten auf den Kölner Coach zukommen. „Ich lebe ja in Köln und kriege da so ein bisschen die Stimmung mit. Mich würde es nicht überraschen, wenn es auch für Lukas Kwasniok in der Saison nochmal eng werden würde, möglicherweise. Das kommt natürlich jetzt auf die Ergebnisse dieser nächsten Spiele an“, sagte er.

Sport1-Chefreporter Stefan Kumberger sieht das ähnlich. „Wenn der Trainer immer so im Fokus steht, gerade in einer Medienstadt wie Köln, dann wird es schwierig“, sagte der Journalist.

Lukas Kwasniok stützt sich enttäuscht auf seinen Oberschenkeln ab.

Eure Meinung ist gefragt

Sollte der FC auf der Trainerposition reagieren?