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Youngster nicht beim DFBKwasniok über El Mala – FC-Verlust bei 20 Millionen?

Aktualisiert

Am Donnerstag nominierte Bundestrainer Julian Nagelsmann seinen Kader für die anstehenden Länderspiele vor der WM 2026. Zeitgleich sprach Kölns Trainer über das Derby gegen Gladbach, aber auch über Top-Talent Said El Mala.

Wieviele Millionen Euro kostet diese Entscheidung den 1. FC Köln? Bundestrainer Julian Nagelsmann verzichtet in den anstehenden Länderspielen auf Top-Talent Said El Mala (19). Der WM-Traum des Youngsters scheint damit geplatzt.

Am Donnerstag (19. März 2026) nominierte Nagelsmann für die Duelle mit der Schweiz (27. März) und Ghana (30. März, beide 20.45 Uhr) unter anderen die Bayern-Spieler Jonas Urbig (22, Ex-Köln-Keeper) und Lennart Karl (18).  

Kwasniok bekommt Poker um El Mala gar nicht mit

FC-Coach Kwasniok sagte am Donnerstag auf der Pressekonferenz nur knapp: „Da gibt es keine Bewertung meinerseits. Der Bundestrainer hat so entschieden.“ EXPRESS.de hakte nach: Wie sehr schmerzt die Nicht-Nominierung und glaubt man doch noch an eine WM-Chance?

Kwasniok antwortete: „Ich bin mit der Frage überfordert. Ich bewerte das gar nicht, ich finde auch nicht, dass mir das zusteht. Ich bewerte Saids Leistung und Entwicklung nach innen. Und mit der bin ich äußerst einverstanden und zufrieden. Alles andere liegt nicht in meiner Hand. Fakt ist eins: Er macht eine Entwicklung. Und der andere Fakt ist: Wir haben in Deutschland viele sehr, sehr gute Spieler, gerade im Offensivbereich. Said ist einer davon.“

Beim FC hatte man im Falle einer WM-Nominierung von einer Ablösesumme in Höhe von 60 bis 70 Millionen Euro für El Mala geträumt. Zündet ein Talent bei einem großen Turnier, explodiert der Marktwert nochmals.

Der Stürmer hat sich schon mit 13 Scorerpunkten (neun Tore, vier Vorlagen) in seiner ersten Bundesligasaison in die Notizbücher zahlreicher Klubs geballert. Darunter der FC Bayern, Borussia Dortmund, Paris St. Germain oder der FC Chelsea und Newcastle United.  

Am intensivsten baggert aber Brighton & Hove Albion. Die Seagulls haben schon vier konkrete Angebote beim FC abgegeben. Auch Bruder Malek (20) soll im Sommer geholt werden. Angeblich soll die Familie El Mala schon eine Zusage gegeben haben. Brighton will wohl an die 40 Millionen Euro für Said bieten.

Was ein wenig verrückt erscheint: Kwasniok will vom Poker um El Mala, der seit Monaten läuft, rein gar nichts mitbekommen haben. Die neuesten Entwicklungen und Gerüchte haben die Derby-Vorbereitung (Samstag, 21. März 2026, 15.30 Uhr gegen Mönchengladbach) demnach auch nicht gestört, so der Trainer.

„Ich habe das vor einer halben Stunde mitbekommen. Ich bin in dieser Welt nicht unterwegs“, sagte Kwasniok in der Pressekonferenz – und schimpfte dann über Kommentare in sozialen Medien nach den Brighton-Gerüchten: „Ob das stimmt oder nicht, spielt gar keine Rolle. Das führt dann aber dazu, dass ein 19-jähriger Spieler, bei dem wir alle sagen: ‚Den müssen wir schützen‘, in dieser komischen sozialen Welt offensichtlich durchbeleidigt wird.“

Einige warfen El Mala in ihren Kommentaren wohl vor, dass er ein Söldner sei und den FC nur als Sprungbrett nutzen würde. Kwasniok, der laut eigenen Aussagen nichts liest und mitbekommt, bewertete dann aber Kommentare, die er wohl gelesen haben muss: „Das ist eine ganz tolle Entwicklung. Ich weiß, die Jungs und ich sind in der Öffentlichkeit, es gehört alles dazu. Aber Grenzen werden überschritten.“

Said El Mala und Jakub Kaminski klatschen ab.

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