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Brighton gibt VollgasFC-Abgang im Sommer? Die Zahlen im Poker um El Mala

Beim 1. FC Köln steht der teuerste Abgang bevor. Said El Mala (19) wird den Klub wohl im Sommer verlassen. Beim Blick auf die Zahlen kann einem schwindelig werden.

Auch wenn die Nachricht in der Derby-Woche zur Unzeit kommt: Beim 1. FC Köln bahnt sich ein Rekord-Transfer an. England-Klub Brighton & Hove Albion (aktuell Platz 12 in der Premier League) gibt bei Said El Mala (19) Vollgas!

Die Familie El Mala soll sich schon einig mit Brighton sein. Das Paket, das „The Seagulls“ (die Möwen) von der Südküste Englands geschnürt haben, ist einfach zu verlockend. EXPRESS.de kennt einige Zahlen und Hintergründe.

Brighton schnürt attraktives Paket für Said El Mala

Brighton-Besitzer Tony Bloom (55) ist schon seit Monaten scharf auf den 19-jährigen Stürmer, der in seiner ersten Bundesligasaison bereits neun Treffer und vier Vorlagen beigesteuert hat.

Bislang wurden schon vier konkrete Angebote beim 1. FC Köln platziert, ein erstes im Sommer sogar noch vor El Malas Bundesliga-Debüt. Die Zahlen steigen immer höher. Jetzt ist ein neues Angebot in der Mache: Brighton ist wohl bereit, über 40 Millionen Euro für El Mala zu bezahlen.

Der FC-Profi soll der Top-Transfer im Sommer werden. In den Gesprächen wurde El Mala ein klarer Plan vorgelegt: Er soll in Brighton zum absoluten Top-Spieler in der Premier League reifen. Was die Familie auch überzeugte: Bei Brighton arbeiten zahlreiche Deutsche.

Trainer Fabian Hürzeler (33), die Co-Trainer Jonas Scheuermann (39) und Daniel Niedzkowski (49), Spielanalyst Max Lesser (31) oder Sportpsychologe Maximilian Pelka (37). Sie sollen El Mala aufgezeigt haben, was bei Brighton möglich ist, wenn man das Spiel auf ihn zuschneidet. 

In der Premier League durchzustarten, war schon immer der Traum von El Mala. Brighton will auch als Sprungbrett fungieren. Sollte der Plan aufgehen und die Leistungen stimmen, würde El Mala in den kommenden Jahren zu einem englischen Top-Klub wie FC Liverpool, FC Arsenal, FC Chelsea, Manchester City oder Manchester United weiterverkauft.

Hinzu kommt, dass Brighton im Paket auch Said Bruder Malek (20) aus Köln verpflichten will. Die beiden sind bisher in ihrer Karriere unzertrennlich gewesen. Und wollen dies auch bleiben. 

Neben diesen ganzen Faktoren, die Said sehr wichtig sind, geht es aber auch ums Finanzielle. In Köln hat er einen Vertrag bis 2030, kann jährlich inklusive Erfolgsprämien auf eine Million Euro Gehalt kommen. Brighton lockt alleine im ersten Jahr mit einem Gehalt zwischen vier und 5,2 Millionen Euro, je nach Erfolg und Einsätzen.

Ein neuer Fünf-Jahres-Vertrag würde Said in den kommenden Jahren über 30 Millionen Euro sichern. Ein Traum für den Youngster, der vor wenigen Jahren noch im Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Mönchengladbach aussortiert wurde. 

Bruder Malek überredete ihn, überhaupt mit dem Fußball weiterzumachen. Die beiden kamen dann über Meerbusch zu Viktoria Köln. Von dort wechselten sie zum 1. FC Köln. Am Geißbockheim explodierte die Leistung von Said dann, während Malek mit Verletzungen zu kämpfen hat. Doch auch der ältere Bruder hat großes Potenzial.

Jetzt steht eine Win-Win-Win-Situation bevor. Der FC will über 40 Millionen Euro bekommen. Bei einer Investition von 500.000 Euro eine unfassbare Gewinnspanne. Auch Viktoria Köln profitiert, der Drittligist erhält zehn Prozent Weiterverkaufsbeteiligung. 

Doch FC-Geschäftsführer Thomas Kessler (40) wird mit Brighton noch hart verhandeln. Dass sich El Mala schon mit Brighton geeinigt hat, ist den FC-Verantwortlichen nach Informationen von EXPRESS.de noch nicht mitgeteilt worden. Die Eltern Sabrina und Mohammed vertreten ihre Söhne, nachdem man sich zuletzt vom Berater getrennt hatte. 

Was die Situation verändern könnte: Am Donnerstag (19. März 2026) wird Bundestrainer Julian Nagelsmann das Aufgebot für die Länderspiele in der Schweiz (27. März) und gegen Ghana (30. März) bekannt geben. Sollte Said dabei sein, hätte er noch eine Chance, auf den WM-Zug aufzuspringen. Davon gehen aber kaum jemand aus, denn Nagelsmann fand zuletzt deutliche Worte in Richtung El Mala.

Bei einer WM-Teilnahme von Said rechnen sich die Kölner eine weitaus höhere Ablösesumme aus, denn auch Klubs wie der FC Bayern oder Paris St. Germain hatten ihr Interesse hinterlegt. Dann könnte der Marktwert je nach Leistung und Einsatzzeit im Sommer auf 50 bis 60 Millionen Euro hochschießen. Sollte der WM-Traum allerdings platzen, könnte es mit Brighton ganz schnell gehen.

Für den FC wären über 40 Millionen Euro dann auch ein Traum. Der bisherige Rekordtransfer war Anthony Modeste, der für 29 Millionen Euro zu China-Klub TJ Tianhai wechselte.

Damit Köln von den El-Mala-Millionen richtig profitieren kann, muss allerdings die Klasse gehalten werden. Bei einem Abstieg verpufft die Summe im Wiederaufbau. Bleibt man in der 1. Liga, kann mit den Einnahmen der nächste Entwicklungsschritt getätigt und ein stärkeres Team aufgebaut werden.

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