„Der wichtigste Spieler“ Baumgarts Sonderlob für Hector – Kapitän ist laut Statistik Gold wert für den FC

FC-Kapitän Jonas Hector verteilt beim Spiel gegen den VfB Stuttgart Anweisungen an die Kollegen.

Jonas Hector geht voran und ist für den 1. FC Köln so gut wie unverzichtbar – hier dirigiert er die Kollegen beim FC-Spiel gegen Stuttgart in Köln am 19. Dezember 2021.

Laut Steffen Baumgart hat der 1. FC Köln einen, der immer gebraucht wird – und es ist nicht Tor-Garant Anthony Modeste. Ohne Kapitän Jonas Hector ist der FC nicht derselbe, zeigt auch die Statistik.

„Jonas ist seit Jahren einer der wichtigsten Spieler in Köln“, wusste Steffen Baumgart (49) schon im Sommer-Trainingslager über seinen Kapitän Jonas Hector (31) – und sollte Recht behalten. Coach Baumgart spricht immer wieder an, was sein Rasen-Chef auch in den letzten Monaten wieder nimmermüde bewiesen hat: Der 1. FC Köln mit oder ohne Hector – ein gewaltiger Unterschied!

So muss man auch Ende Dezmebre 2021 festhalten: Für die Kölner ist der Kapitän Mister unverzichtbar. Ein Leader, der auch mal laut wird, wenn es sein muss. Der aber vor allem mit Leistung vorangeht: rackert, spielt, denkt. Und gerade in schwierigen Phasen „Gold wert“ ist, wie es Baumgart formulierte. Egal wo, egal wie.

Ohne Hector wäre der FC gar nicht mehr in der Bundesliga: Im dramatischen Rettungs-Endspurt der letzten Saison war der Saarländer als Leader nach persönlich schwierigem Jahr mit Verletzungen und Schicksalsschlägen wie nie zuvor gefragt – und lieferte. Unter Friedhelm Funkel (68) führte er im Mittelfeld an, funktionierte plötzlich gar auch als Stürmer (Doppelpack gegen RB Leipzig). Und war obendrauf zur Stelle, als es um alles ging: frühes Tor und Vorlage im Relegations-Rückspiel gegen Holstein Kiel. 

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1. FC Köln holt mit Jonas Hector mehr Punkte 

Die viel erzählte Anekdote hin oder her, eine Statistik macht umso deutlicher, was der Hector-Wert beim FC ist: 0,4. Seit seinem Bundesliga-Debüt im August 2014 lief der Ex-Nationalspieler in 181 Erstliga-Partien für die Geißböcke auf – im Schnitt gab's 1,19 Punkte. Die Horror-Bilanz in 40 Spielen ohne ihn dagegen: Magere sechs Siege und insgesamt 31 Punkte – macht 0,78 Zähler im Durchschnitt. Über 0,4 Punkte holt der FC ohne Hector weniger als mit ihm.

Die Erfahrung kennt auch Steffen Baumgart: In zwei Ligaspielen musste er auf seinen Kapitän verzichten. Erst bei der 0:5-Klatsche gegen Hoffenheim, dann beim glücklichen 1:1 in Bielefeld. Immer wieder hob der Trainer Hectors außergewöhnliche Qualitäten als Leader und Kicker hervor. Der nebenbei in dieser Saison auch schon vier Vorlagen sammelte.

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Kurz vor Ende der Hinrunde folgte der ultimative Griff in die Hector-Trick-Kiste für den Endspurt: Plötzlich tauchte der Kapitän wieder im Mittelfeld auf, wo er unter Baumgart sonst nur im Pokal in Jena gespielt hatte – im August. Prompt gewann der FC nach der Augsburg-Niederlage in Wolfsburg und gegen Stuttgart. Jonas Hector waltete und schaltete in der Zentrale, als wäre er nie weg gewesen.

Obwohl Anthony Modeste (33) den FC mit drei Toren zu den Siegen knipste und Kingsley Schindler (28) dreimal vorlegte, gab's das Baumgart-Sonderlob jeweils für Hector: Erst „wenn sie heute jemanden extra loben wollen, dann würde ich Jonas gerne hervorheben“ gegen die Wölfe, dann „Jonas hat seine Qualitäten gezeigt, was er hier schon seit Jahren macht, nämlich vorangehen und ein Leader sein“ nach Stuttgart. 

0,4  Punkte pro Partie, das macht am Ende von 34 Spieltagen 13 Zähler mehr. Baumgarts Sonderlob für „den wichtigsten Spieler“ ist ein wohl kalkuliertes.

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