Der „Doppelpass“-Experte sieht Said El Mala bereit für die Nationalmannschaft. Doch ein anderer TV-Gast warnt den FC vor den Gefahren des großen Hypes.
FC im „Doppelpass“Effe schwärmt von El Mala – dann folgt die Warnung

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Stefan Effenberg sitzt beim Doppelpass auf Sport1 und äußert sich zu den Geschicken von FC-Star Said El Mala.

Said El Mala war im laufenden Transfersommer in aller Munde. Das machte dem 20-Jährigen auch zu schaffen, wie er nach dem 3:2-Erfolg gegen die TSG Hoffenheim am Sky-Mikrofon mit emotionalen Worten verriet.
Und doch scheint der Stürmer den Wirbel gut wegzustecken, war beim Auftakt in Köln erneut einer der auffälligsten Spieler und traf zum zwischenzeitlichen 2:2. Im „Doppelpass“ auf Sport1 gab es dafür am Sonntag (30. August) viel Lob – aber auch eine eindringliche Warnung.
Effenberg traut El Mala den nächsten Schritt zu
Stefan Effenberg war von der Vorstellung des FC-Topspielers angetan. Besonders dessen Dynamik beeindrucke ihn. „Was ihn ja auszeichnet, ist auch sein Speed, den er hat, eben auch mit Ball den Gegenspielern Meter abzunehmen. Er ist schon ein Unterschiedsspieler“, sagte der Ex-Nationalspieler.
Der frühere Bayern-Profi geht sogar davon aus, dass sich El Mala auch bei größeren Klubs schon jetzt hätte durchsetzen können. „Ich glaube, dass er sich auch bei Dortmund oder Brighton durchgesetzt hätte, aufgrund der Qualität, die er hat. Nun tut er das in Köln“, sagte der 58-Jährige.
Auch für die deutsche Nationalmannschaft hält der „Doppelpass“-Experte den Kölner bereit. Effenberg ist sich sicher, dass Bundestrainer Jürgen Klopp El Mala für das nächste Länderspielfenster berufen wird.
Der Hype um den Youngster, der seinen FC-Vertrag nach dem geplatzten Wechsel zum BVB um ein weiteres Jahr bis 2031 verlängert hat, würde damit aber sicher nicht weniger werden. Robin Haack von der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ blickt deshalb nicht nur auf die sportliche Qualität des Kölner Ausnahmetalents.
Eure Noten für die FC-Spieler gegen Hoffenheim
Marvin Schwäbe
Er verwies im „Doppelpass“ auf die Risiken, die mit einem derart rasanten Aufstieg verbunden sind und erinnerte sich in der Runde an den tragischen Fall Julian Draxler.
Der damalige Schalker Shootingstar hatte in der Saison 2012/13 mit starken Leistungen und zehn Toren für Aufsehen gesorgt. Anschließend sei der damals ebenfalls erst 20 Jahre alte Offensivspieler zum Nationalspieler aufgestiegen und zum Gesicht des Vereins geworden. Sein Konterfei wurde sogar auf Lastwagen gedruckt.
Doch dann folgte der große Absturz: Erst verlor Draxler seinen Rhythmus, dann folgten Verletzungen. Der enorme Druck hätte dazu beigetragen, dass der Schalker in den folgenden rund 50 Spielen nur noch vier Tore erzielte. „Das könnte theoretisch halt immer noch blühen. Wenn der Druck zu groß wird, wenn man mal in so einem Tief ist“, sagte Haack.
Gleichzeitig sei der FC sportlich stark von El Mala abhängig. Die Entscheidung, ein Angebot über 50 Millionen Euro abzulehnen, sei deshalb „schon gefährlich für den FC“.
Eine Draxler-Entwicklung wünsche er dem Kölner ausdrücklich nicht. Haack betonte, dass er El Mala den Erfolg gönne und ihm auch zutraue, mit der Situation umzugehen. Der Saisonauftakt gegen Hoffenheim hat dafür bereits einen ersten Hinweis geliefert.

