„Einfach scheinheilig“Doppelpass-Wutrede über den 1. FC Köln

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Florian Plettenberg hat im „Doppelpass“ mit deutlichen Worten Kritik am 1. FC Köln geäußert. Im Umgang mit den Verhandlungen um Said El Mala beklagte er daher Scheinheiligkeit.

Das war mal ein Ausbruch im „Doppelpass“! Nach anderthalb Stunden FC Bayern kam im Experten-Talk bei Sport1 am Sonntag (23. August 2026) auch der 1. FC Köln zur Sprache. Gut weg kam der FC bei einer Wutrede von Transfer-Experte Florian Plettenberg allerdings nicht.

Als es um den Vergleich zwischen der Bundesliga und der uneinholbar enteilten Premier League ging, fokussierte sich die Debatte auf Transfers und Ablösesummen, die zwischen Deutschland und England hin und her wandern. Plettenberg polterte dabei über den Poker um Said El Mala (19).

Kritik am FC im Transfer-Poker um Said El Mala

„Ich möchte eine Sache sagen, und die macht mich wirklich wahnsinnig“, legte Plettenberg los: „Wir tun immer so, als wollen wir die Spieler halten. Es hat sich ja Folgendes in der Bundesliga eingeschlichen: Es warten alle Vereine darauf. Sie warten alle darauf, dass irgendein Engländer anruft und am Ende vor dem Deadline Day 90 Millionen Euro für den Woltemade bietet, von dem die vor drei Wochen überhaupt nichts wussten.“

Nachdem Plettenberg namentlich zunächst Max Eberl (52/FC Bayern), Fabian Wohlgemuth (47/VfB Stuttgart) und Marcel Schäfer (42/RB Leipzig) genannt hatte, bekam anschließend auch der FC um Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40) sein Fett weg.

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„Ich liebe die Kölner, aber die sollen aufhören mit dieser scheinheiligen Said-El-Mala-Nummer. Die Kölner wären die Ersten gewesen, die Said El Mala für 50 Millionen Euro nach Brentford ins Niemandsland nach London verkauft hätten, weil sie das selbst noch rangekarrt hätten“, schimpfte Plettenberg mit hörbarer Verärgerung.

Der frühere FC-Profi Ralph Hasenhüttl (59) musste angesichts des überraschenden Ausbruchs derweil kurz schmunzeln, lauschte aber weiter aufmerksam, als Plettenberg noch einmal nachlegte.

Im Doppelpass gestikuliert Florian Plettenberg sichtlich erregt.

Copyright: Screenshot Sport1

Florian Plettenberg am 23. August 2026 im „Doppelpass“.

Zum Abschluss seiner Tirade erklärte der Sky-Reporter: „Nur weil El Mala und die Mutter von El Mala am Ende gesagt haben: ,Nee, Brentford möchte ich doch nicht‘, ist der da geblieben. Und jetzt wird er so glorifiziert, als wäre er der neue Poldi. Der hat in der Jugend noch nicht mal beim 1. FC Köln gespielt. Das ist für mich einfach scheinheilig. Das muss man einfach mal sagen.“

VEEDEL-Umfrage 10 Kommentare

Liegt Florian Plettenberg mit seiner FC-Kritik richtig?

Im Kern hat er natürlich recht, es geht nun mal ums Geld.
Nein, diese Kritik ist vollkommen übertrieben.

Den ganzen Sommer über war über einen Abgang von El Mala spekuliert worden, nach anfänglichen Angeboten aus England hatte zuletzt Borussia Dortmund um eine Verpflichtung gepokert. Der BVB konnte sich mit dem FC aber nicht auf eine Ablöse für den Senkrechtstarter einigen.

Gleich nach Plettenbergs „Doppelpass“-Wutrede ging es bei Sport1 in die Werbung, anschließend schmunzelte die Runde gemeinsam über den kurzzeitig verschärften Ton. „Ich habe wenig Schlaf aktuell“, sagte Plettenberg mit einem Grinsen über den vorigen Auftritt, der auch Moderator Jochen Stutzky (45) amüsiert hatte.

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