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„Vielleicht zu naiv“Schon vor Amtsantritt: „Doppelpass“-Kritik an Klopp

Jürgen Klopp steht dicht vor dem Bundestrainer-Job bei der deutschen Nationalmannschaft. Im Doppelpass wurde vor allem ein Wunsch laut – verbunden mit Kritik.

Die Hoffnung auf einen Umbruch im deutschen Fußball hat einen Namen: Jürgen Klopp (59) soll die Nationalmannschaft als Bundestrainer umkrempeln und für die EM 2028 in Großbritannien sowie die WM 2030 in Spanien, Portugal und Marokko auf Kurs bringen.

Der Erfolgs-Trainer, der bei sämtlichen drei Vereinsstationen (Mainz 05, Borussia Dortmund, FC Liverpool) als gefeierter Fan-Liebling abgetreten war, steht mit dem DFB in Verhandlungen über die Nachfolge von Julian Nagelsmann (38). Trotz aller Euphorie um die Personalie schmeckt aber nicht allen Experten ein entscheidendes Thema in den Gesprächen.

Doppelpass-Vorstoß: Weltmeister-Trainer als Vorbild für Klopp

Im Poker zwischen Klopp und der DFB-Spitze geht es schließlich nicht nur um sportliche Fragen und die Besetzung der Posten rund um den Bundestrainer herum, auch die Kohle spielt eine Rolle.

Nachdem Nagelsmann bisher 7 Millionen Euro im Jahr kassierte und nun auch ein Jahresgehalt als Abfindung erhält, soll Klopp seinen Vorgänger direkt als Rekord-Bundestrainer ablösen und 10 Millionen Euro verdienen.

Kaum ein Verbandscoach weltweit kann mit dieser Summe mithalten, lediglich Carlo Ancelotti (67) kommt in Brasilien auf ähnliche Bezüge. Viele andere Star-Trainer liegen sogar deutlich darunter, etwa Didier Deschamps (57/Frankreich) und Lionel Scaloni (48/Argentinien), die ihre Heimatländer jeweils schon zum Weltmeister machten.

Im „Doppelpass“ auf Sport1 übte WM-Kommentator Marco Hagemann (49/MagentaTV) Kritik an den gehandelten Summen rund um Klopp. „Ich würde mir ja wünschen, vielleicht bin ich da zu naiv, vielleicht auch zu romantisch, wenn nicht das Geld mal jetzt im Vordergrund steht, auch bei Jürgen Klopp“, gab Hagemann zu bedenken.

TV-Experte im Doppelpass: Marco Hagemann.

Copyright: Screenshot Sport1

Marco Hagemann am Sonntag (5. Juli 2026) im „Doppelpass“ auf Sport1.

Klopp habe „genug verdient in Liverpool und in Dortmund“, betonte Hagemann und nannte zusätzlich die zahlreichen lukrativen Werbeverträge. Alleine während der WM laufen Klopp-Spots mit mehreren Marken im deutschen Fernsehen rauf und runter.

In der aktuellen Phase solle auch für Klopp das Amt des Bundestrainers „mal im Vordergrund stehen“, appellierte der Kommentator.

Klopp verpasse in dieser Hinsicht auch die Chance, zum Start gleich mal Signalwirkung zu erzielen. „Das wäre doch mal ein Zeichen, dass nicht immer das Geld regiert, sondern eben das Amt des Bundestrainers“, schloss Hagemann unter lautem Applaus des Publikums.

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