Der FC feiert den Verbleib von Said El Mala sehr offensiv. Das gefällt nicht jedem.
„Absoluter Schwachsinn“FC-Legende reagiert auf harten Vorwurf in El-Mala-Debatte

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Pierre Littbarski trug beim FC einst selbst die Rückennummer 10 und hat nun Kritik am Verein zurückgewiesen.

Wochenlang hat rund um den 1. FC Köln vor allem ein Thema die Schlagzeilen beherrscht: die Zukunft von Said El Mala. Diverse Vereine wollten den Senkrechtstarter, doch aus diversen Gründen kam es nicht zu einem Transfer.
Dann die große Überraschung: El Mala bleibt nicht nur für mindestens ein weiteres Jahr in Köln, sondern hat seinen Vertrag sogar um ein weiteres Jahr verlängert – zu deutlich besseren Bezügen, aber ohne Ausstiegsklauselö.
Littbarski über FC und El Mala: „Daran ist nichts scheinheilig“
Der FC feierte den Coup unter anderem damit, dass El Mala die bedeutsame Nummer 10 bekommt. Den Segen dazu gab niemand Geringeres als Lukas Podolski, der im Anschluss auch in diversen Social-Media-Beiträgen des Klubs zur El-Mala-Verlängerung auftauchte.
Genau das nervt Florian Plettenberg gewaltig. Der Transfer-Journalist nannte das Vorgehen des FC scheinheilig. „Die Kölner wären die Ersten gewesen, die Said El Mala für 50 Millionen Euro nach Brentford ins Niemandsland nach London verkauft hätten“, so der Sky-Reporter im Sport1-„Doppelpass“.
Und weiter: „Nur weil El Mala und die Mutter von El Mala am Ende gesagt haben: ,Nee, Brentford möchte ich doch nicht‘, ist der da geblieben. Und jetzt wird er so glorifiziert, als wäre er der neue Poldi. Der hat in der Jugend noch nicht mal beim 1. FC Köln gespielt. Das ist für mich einfach scheinheilig.“
Die Wutrede schlug hohe Wellen. Sehr viele Fußball-Fans gaben Plettenberg recht. Andere halten es für wiederum völlig verständlich, dass der Verein den Verbleib des Spielers auch in den Sozialen Medien groß feiert.
Einer, der selbst einst beim FC die Rückennummer 10 trug, stellt sich in dieser Debatte nun auf die Seite der Kölner. In einem Instagram-Video mit dem Titel „Manchmal nervt es nur noch“ bezog Pierre Littbarski Stellung und attackierte Plettenberg für dessen Aussagen hart. Dass dieser dem FC Scheinheiligkeit attestierte, sei „absoluter Schwachsinn“, so Litti.
Der Weltmeister von 1990 erklärte seine Sicht auf die lange Transfer-Saga, die nicht nur FC-Fans in Atem gehalten hatte. „Der Verein muss zweigleisig fahren. Er muss mit den Millionen planen und ohne die Millionen planen. Aber ich glaube, dass Thomas Kessler sich doch freuen darf, auch in der Öffentlichkeit, dass der Junge bei uns bleibt. Daran ist nichts scheinheilig.“
Die Leute sollten vielmehr froh sein, „dass uns so ein Spieler in der Bundesliga erhalten bleibt“, findet der einstige FC-Profi. Schließlich „kaufen uns die Engländer alles weg, was nicht schnell genug auf die Bäume kann“, sagte Littbarski, um sein Video, das übrigens auch einen Like von Thomas Häßler einsammelte, mit folgenden Worten abzuschließen: „Ihr wollt doch nicht nur über Luschen, die den Ball nicht fünf Meter geradeaus schlagen können, berichten.“

