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Kuriose TorejagdEx-FC-Star Toni Polster kämpft mit Star-Anwalt um drei Treffer

Toni Polster hält sich verzweifelt die Hände vors Gesicht.

Toni Polster bei einem Bundesliga-Spiel mit dem 1. FC Köln, am 5. April 1998 in Stuttgart.

Toni Polster schoss in 168 Pflichtspielen 88 Tore für den 1. FC Köln. Nun kämpft der frühere Sturm-Star um drei verschollene Treffer, die er einst für Österreichs Nationalmannschaft erzielte.

Torejagd mal ganz anders… Toni Polster (59), von 1993 bis 1998 Stürmer des 1. FC Köln, kämpft mehr als 20 Jahre nach seinem Karriereende mithilfe eines Star-Anwalts um drei Treffer.

Der gebürtige Wiener ist Rekord-Angreifer der österreichischen Nationalmannschaft, hat offiziell 44 Tore für den ÖFB erzielt. Das Problem: Aus seiner Sicht waren es 47 Treffer.

Polster: „Würde niemandem wehtun, mir meine Tore zurückzugeben“

„In der Sache hat es in mir schon lange rumort. Ich will nichts geschenkt, sondern nur meine drei Tore zurück“, sagt Polster bei „Zeit Online“.

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Bereits vor Monaten habe er sich an den Verband gewandt. Dort sei man bemüht, „dem Toni zu helfen“, heißt es in dem Bericht. Doch weil das dauern kann, hat sich Polster die Hilfe des Wiener Promi-Anwalts Manfred Ainedter geholt. Dieser erklärt: „Ich habe mich an den Infantino (Fifa-Präsident, Anm. d. Red.) gewandt, aber noch keine Antwort erhalten.“

Warum ist der Fall so kompliziert? Die verschollenen Tore fielen in den 80er-Jahren. Polster traf 1984 beim 6:0-Erfolg Österreichs gegen Liechtenstein einmal, 1987 bei einem 3:1-Sieg gegen Tunesien doppelt. Die Freundschaftsspiele werden vom ÖFB als „inoffiziell“ geführt. „Ob alle Regeln eines offiziellen Länderspiels eingehalten wurden, ist unklar“, heißt es in dem „Zeit“-Artikel.

ÖFB-Generalsekretär Thomas Hollerer (48) sagt: Es bräuchte „von allen Beteiligten den Nachweis, dass bestimmte Grundregeln eingehalten worden sind“. Beispielsweise die Vorschriften für Spielerwechsel – wo es zumindest für die Liechtenstein-Partie erhebliche Zweifel gibt.

Polster (88 FC-Treffer) kann das alles nicht nachvollziehen, meint: „Es gibt keinen Grund, warum man die Tore nicht zählt. Es gibt nur Pflichtspiele oder Freundschaftsspiele – aber keine inoffiziellen Ländermatches.“

Gespräche mit Funktionären aus Luxemburg und Tunesien sollen helfen. „Wenn alles passt, gehen wir zur Fifa und fragen, ob sie es anerkennen wollen“, so Generalsekretär Hollerer. Polster ergänzt: „Es würde sicherlich niemandem wehtun, mir meine Tore zurückzugeben.“ (mze)