Mit dem Punktgewinn beim Hamburger SV hat der 1. FC Köln die ganz heißen Debatten erst mal abkühlen lassen. Im „Doppelpass“ gab es dennoch Diskussionsthemen rund um den FC.
„Für den 1. FC Köln nicht gut“Effenberg legt Finger im „Doppelpass“ in die Wunde
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Egal ob von Beginn an oder als Einwechselspieler, egal ob als Torschütze oder nach glücklosen Spielen: Said El Mala (19) ist und bleibt beim 1. FC Köln ein dauerhaftes Diskussionsthema.
Der mit Abstand beste Torjäger (neun Treffer) beim FC wird von den Experten ganz genau beäugt – sei es Lothar Matthäus (64) rund um die Sky-Übertragungen der FC-Spiele oder Stefan Effenberg (57) im „Doppelpass“. Im Sport1-Talk war El Mala entsprechend auch am Sonntag (15. März 2o26) wieder mal Thema.
Effenberg sieht auch Kwasniok-Rolle kritisch
Durch sein wichtiges Ausgleichstor im Aufsteiger-Duell beim Hamburger SV war El Mala wieder mal ein entscheidender Faktor für den FC und Trainer Lukas Kwasniok (44). In einem „Doppelpass“-Beitrag wurde er sogar als dessen Lebensversicherung bezeichnet.
Über die Bedeutung des Youngsters für den FC gab es in der Runde zwar auch keine zwei Meinungen, wohl aber in der Frage, ob der Umgang des Trainers mit seinem Juwel beim Thema Spielzeit der richtige sei.
Während Moderator Cedric Pick (39) das Pendeln zwischen Startelf und Jokerrolle im Laufe der Saison durchaus nachvollziehen konnte, zeigte sich Journalist Christian Falk (52) kritisch. Er warf dem Trainer vor, durch seine Linie „sehr viel Unruhe reingebracht“ zu haben.
Stefan Effenberg (57) machte derweil klar, dass es nicht den einen richtigen Weg gebe. „Wir haben auch Bundesligaspiele gehabt, wo er von Anfang an gespielt und nicht gut gespielt hat“, sagte der Ex-Nationalspieler, betonte aber auch: „Ein junger Spieler braucht immer auch dieses Vertrauen eines Trainers.“

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Die Talkrunde am 15. März 2026 im „Doppelpass“ auf Sport1.
Dass die Debatte aber permanent öffentlich ausgetragen werde, sei für den FC nicht hilfreich – im Gegenteil! „Ich glaube, dass die Situation und die Diskussion für den 1. FC Köln nicht gut ist, weil bei jeder PK, nach jedem Spiel die Frage gestellt wird. Wenn du das nur fokussierst auf einen Spieler, tut das auch der Mannschaft nicht gut“, gab er zu bedenken.
Dem Trainer gab Effenberg dabei eine Teilschuld, erklärte: „Das macht Kwasniok nicht immer schlau, weil er zum Teil auch selbst so ein Fass aufmacht und selbst darüber spricht. Das sollte er lieber sein lassen.“
Immerhin: In Sachen Spielzeit hat sich das Blatt zuletzt gewendet, bei drei der jüngsten vier FC-Partien stand El Mala zum Anpfiff auf dem Platz. Beim Joker-Einsatz in Augsburg vor zwei Wochen kam er außerdem nur von der Bank, weil er sich angeschlagen durch weite Teile der vorangegangenen Trainingswoche geschleppt hatte.
Die aktuelle Tendenz geht somit klar zu El Mala als FC-Starter. Die Diskussion auf allen Kanälen könnte Kwasniok in der entscheidenden Saisonphase damit wohl ersticken.


