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Gelb oder Rot? Schiri Osmers bezieht Stellung zum Duda-Foul an Özcan: „Ich hatte meine Zweifel“

Im Spiel zwischen Köln und Dortmund grätscht Ondrej Duda Salih Özcan von hinten um.

Ondrej Duda vom 1. FC Köln foult Dortmunds Salih Özcan am 1. Oktober 2022.

Das Foul von Ondrej Duda an Salih Özcan beim 3:2-Sieg des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund sorgte für einige Diskussionen. Schiedsrichter Osmers, der Gelb gab, äußerte sich im Sport1-Doppelpass zu der Szene. 

Fans von Borussia Dortmund kannten nach der 2:3-Niederlage beim 1. FC Köln neben der Kritik an Anthony Modeste (34) kaum ein anderes Thema: Das Foul von Ondrej Duda (27) an Salih Özcan (24) und die daraus resultierende Gelbe Karte durch Schiedsrichter Harm Osmers (37) wurden heiß diskutiert.

Aus Dortmunder Sicht reagierte Osmers viel zu gnädig auf die Grätsche von hinten in die Beine in der 25. Minute. Aus BVB-Sicht hätte Duda mit Rot vom Platz fliegen müssen, was 65 Minuten Unterzahl für den 1. FC Köln bedeutet hätte.

Harm Osmers: „Kriterien, die sicherlich auch für Rot sprechen“

Ob der FC dann auch noch das Spiel gedreht hätte? Zumindest erscheint dieses Szenario nicht besonders wahrscheinlich.

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Am Sonntag dann versuchte der TV-Sender Sport1 die Diskussionen um die strittige Szene im „Doppelpass“ zu beenden. Harm Osmers wurde in die Talkrunde zugeschaltet und erläuterte den Experten der Runde sowie den Zuschauerinnen und Zuschauern seine Sicht der Dinge auf das Foul.

„Das ist sicherlich ein grenzwertiges Tackling. Duda verliert den Ball an der Seitenlinie und setzt dann nach. Das Tackling erfolgt von hinten und auch ohne Chance auf den Ball. Das sind Kriterien, die sicherlich auch für Rot sprechen“, erklärte der 37-Jährige.

Stefan Effenberg: „Das ist eine klare Rote Karte!“

Auf der anderen Seite führte Osmers aber auch aus: „Auf dem Spielfeld habe ich aber auch erkannt, dass die Dynamik und das Trefferbild nicht ganz so brutal sind. Daher habe ich am Ende auf Gelb entschieden, aber es ist sicherlich eine orange gefärbte Gelbe Karte und ein Stück weit mein Ermessen gewesen. Ich habe den Sachverhalt im Spiel aber deutlich erkannt und deshalb war es auch kein Fall für den Video-Assistenten.“

Doppelpass-Experte Stefan Effenberg (54) hatte eine komplett andere Meinung: „Das hätte der Schiedsrichter auch sehen müssen. Es war an der Mittellinie, da war der vierte Offizielle und der Linienrichter war auch nicht weit weg. Das ist eine klare Rote Karte!“

Osmers gab zu, dass man durchaus die Rote Karte hätte zeigen können: „Ich hatte ein Stück weit Zweifel und auch nach den TV-Bildern muss ich sagen, er führt den Tritt nicht mit der letzten Heftigkeit oder Brutalität aus.“

Stefan Effenberg widerspricht Harm Osmers

Effenberg schritt erneut ein: „Da muss ich kurz einhaken. Sie haben selber gesagt, dass es ein Foul von hinten war und ohne die Chance den Ball zu spielen und es war auf Kniehöhe. Aber diese drei Punkte sprechen ganz klar und deutlich dafür, dass man hätte Rot geben müssen.“

Auch hier verwies Osmers wieder auf die für ihn fehlende Intensität und das Trefferbild des Fouls, wodurch die Aktion „dann eher Gelb“ war. Effenberg widersprach nur mit einem kurzen: „Ne!“

Am Ende beweist die Szene vor allem eins: Trotz VAR, Zeitlupen aus jedem Winkel und Einschätzungen diverser Experten bleiben einige Szenen im Fußball weiterhin im Graubereich. 

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