1. FC Köln Steht ein Winter-Wechsel von Ellyes Skhiri bevor? Transfer-Klartext von Köln-Boss Wolf

Ellyes Skhiri jubelt für den 1. FC Köln gegen die SpVgg Greuther Fürth.

Ellyes Skhiri (r.) traf vor der Länderspielpause doppelt beim 3:1-Sieg des 1. FC Köln am 1. Oktober 2021 gegen die SpVgg Greuther Fürth.

Ellyes Skhiri ist der Motor im Mittelfeld des 1. FC Köln und knüpft unter Trainer Steffen Baumgart an die starken Auftritte der Vorsaison an. Die Leistungen des Tunesiers dürften auch internationalen Top-Klubs nicht entgangen sein.

Köln. Erst der Doppelpack beim 1. FC Köln gegen Greuther Fürth, dann das Traumtor für Tunesien bei der WM-Quali – Ellyes Skhiri (26) scheint derzeit kaum zu stoppen! Das dürften auch die Top-Klubs in Italien und England registrieren, die den FC-Motor im Sommer 2021 im Visier hatten. Droht angesichts der weiterhin komplizierten Finanz-Situation der Kölner ein Winter-Wechsel des Tunesiers?

Werner Wolf: 1. FC Köln muss Ellyes Skhiri nicht verkaufen

Nein! So die klare Antwort von Vereinsboss Werner Wolf (65). „Wir stehen nicht mit dem Rücken zur Wand“, sagt der FC-Präsident zu EXPRESS.de: „Wir sind nicht gezwungen, im Winter jemanden zu verkaufen – das gilt auch für Ellyes Skhiri.“

Gut so! Schließlich wird Skhiri immer wertvoller – auf dem Transfermarkt und für das Team von Steffen Baumgart (49). Bereits vergangene Saison war der Sechser der kontanteste Köln-Profi auf dem steinigen Weg zum Klassenerhalt, nun hat er den FC vor dem Pokal-Aus bewahrt und schon dreimal in der Bundesliga getroffen.

Im Sommer hatte Skhiri die Gerüchteküche gewaltig zum Brodeln gebracht, sein Berater Fali Ramadani soll sich mit etlichen Klubs ausgetauscht haben – unter anderem galten West Ham United, AS Rom, AC Florenz und der AC Mailand als mögliche Abnehmer. Fakt ist aber auch: Trotz vieler Gespräche ist nie ein konkretes Angebot am Geißbockheim eingegangen.

1. FC Köln: Werner Wolf über möglichen Wechsel von Ellyes Skhiri

Präsident Wolf über einen Skhiri-Verkauf: „Ohnehin haben wir bei ihm immer klar gesagt: Wir machen es nur, wenn es wirtschaftlich wirklich Sinn ergibt.“ Die Schmerzgrenze für den Dauerläufer hatte man intern auf rund 15 Millionen Euro taxiert.

Werner Wolf beim Bundesliga-Spiel 1. FC Köln gegen RB Leipzig

FC-Präsident Werner Wolf (r.) beim Heimspiel gegen RB Leipzig (am 18. September 2021) mit REWE-Boss Lionel Souque

Doch so froh Wolf & Co. nach den glänzenden Leistungen über Skhiris Verbleib sind: Die von Corona gebeutelte FC-Kasse hätte sich eher über ein hübsches Sümmchen gefreut…

Mit den Verkäufen von Sebastiaan Bornauw (22, VfL Wolfsburg) und Ismail Jakobs (22, AS Monaco) hat der Klub zwar mehr als 20 Millionen Euro eingenommen – das entsprach allerdings nicht dem Transfer-Ziel, das die die Bosse vorgegeben hatten.

„Die Pandemie hat uns mehr als 70 Millionen Euro Umsatz gekostet – das ist immens“, macht Wolf klar: „Wir haben uns zwar in Teilen geholfen: Wir haben die Landesbürgschaft bekommen, viele Dauerkarten-Besitzer haben auf eine finanzielle Erstattung verzichtet, wir haben mit der Stadt Köln eine vernünftige Pacht-Reduktion aushandeln können und Mezzanine-Kapital eingesammelt. Aber all das reicht am Ende noch nicht. Wir brauchen für die Lizensierung genügend Eigenkapital.“

Dennoch droht kein Not-Verkauf! „Wir sind immer noch dabei, Lücken zu schließen. Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass wir die Situation gut gemanagt bekommen“, sagt Wolf.

Fan-Rückkehr hilft dem 1. FC Köln

Wie das gehen kann? Zum Beispiel mit einem Weiterkommen im DFB-Pokal und höheren Zuschauer-Einnahmen. Für die Hinrunde hat der FC nur mit einer Auslastung von einem Drittel (16.500) kalkuliert. Gegen Fürth durften zuletzt aber schon 40.000 Fans ins Stadion, beim nächsten Heimspiel gegen Leverkusen sind erstmals seit fast 20 Monaten sogar wieder 50.000 erlaubt.

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Bringt pro Partie nach EXPRESS-Informationen einen mittleren sechsstelligen Betrag mehr und damit bei ausverkauftem Haus bis zum Hinrunden-Finale die Chance auf insgesamt rund drei Millionen Euro. Das hilft. Anschließend plant der FC ohnehin mit Volllast – und Skhiri!

Nach Saisonende wird die Personalie aber definitiv wieder zum Thema. Skhiris Vertrag läuft bis 2023. Bedeutet für Sommer 2022 im Normalfall: verlängern oder verkaufen.

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