Abwehr-Talent Elias Bakatukanda wurde erstmals vom Heimatland seines Vaters nominiert. Bei seinem FC-Teamkollegen Julian Pauli läuft es in Dresden mittlerweile weitaus besser als noch in der Hinrunde.
„Spannende Erfahrung“FC-Leihspieler feiert Nominierung – Kollege dreht auf

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Julian Pauli und Elias Bakatukanda, hier zusammen im FC-Trikot, kämpfen mit ihren Leihklubs um den Klassenerhalt.
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Der 1. FC Köln kämpft in der Bundesliga gegen den Abstieg, zwei FC-Talente bei ihren Leihvereinen ebenfalls. Einer von ihnen darf sich nun über eine besondere Nominierung freuen.
Elias Bakatukanda (21), derzeit an den österreichischen Erstligisten Blau-Weiß Linz ausgeliehen, wurde in den Kader der U23 der DR Kongo berufen. Beim Länderspiel-Doppelpack gegen Algerien (23. und 31. März) könnte der Innenverteidiger erstmals im Trikot des Heimatlandes seines Vaters auflaufen. Seine Mutter stammt aus dem Nachbarstaat Republik Kongo. Bakatukanda selbst wurde in Köln geboren.
Bakatukanda in U23-Nationalmannschaft von DR Kongo berufen
„Ich bin mit einer starken Verbindung in den Kongo aufgewachsen, sei es sprachlich oder kulturell“, so der 1,93-Mann gegenüber dem „Geissblog“: „Es wird für mich etwas ganz Neues im Fußball und eine sehr spannende Erfahrung.“
Es ist nicht seine erste Nominierung für ein Nachwuchs-Nationalteam. Der DFB berief ihn 2023 für die U20, zum Einsatz kam er allerdings nicht.
Anders als sein FC-Kollege Julian Pauli (20), der sechs Länderspiele für die U20 bestritten hat. Seine erste Nominierung für die U21 endete im vergangenen Herbst aber mit einem herben Rückschlag: Pauli verletzte sich im DFB-Training und fiel danach wochenlang aus.
Mittlerweile ist er wieder fit und hat sich nach einem schwierigen Beginn bei Leihklub Dynamo Dresden inzwischen zum Leistungsträger gemausert. Der in London geborene Innenverteidiger ziert aktuell gemeinsam mit seinem Abwehrkollegen Thomas Keller sogar das Titelblatt des Vereinsmagazins: „Heute leider nicht, Jungs“, wird den beiden „Türstehern“ in den Mund gelegt.
Auch dank starker Leistungen des Innenverteidiger-Duos hat sich der Aufsteiger mittlerweile in der Tabelle nach oben gekämpft, liegt vor dem 26. Spieltag nicht mehr auf einem Abstiegsplatz. Allerdings geht es in der 2. Bundesliga ähnlich eng zu wie im Fußball-Oberhaus. Das Zittern bei Dynamo, das von den vergangenen acht Spielen nur eines verlor, ist also noch nicht vorbei.
Die Steigerung im Vergleich zur Hinrunde, die Dresden noch auf Platz 18 abschloss, ist auch an der Personalie Pauli festzumachen, der sich an der Seite von Winter-Neuzugang Keller massiv verbessert hat und mittlerweile einen ähnlich starken Eindruck hinterlässt wie in der vergangenen Saison beim FC, in der er bis zu seiner Gehirnerschütterung einer der wenigen Lichtblicke war.
Der „Kicker“ schreibt, Pauli habe sich bei den Sachsen unverzichtbar gemacht. Bei Klassenerhalt von Köln in der Bundesliga und Dresden in der zweiten Liga sei es denkbar, dass seine Leihe um ein Jahr verlängert wird, spekuliert das Fachblatt.
Während Dresden seine Chancen im Abstiegskampf mittlerweile deutlich verbessert hat, sieht die Situation bei Bakautukanda und Linz weniger freundlich aus. Als Schlusslicht starten die Oberösterreicher in die Qualifikationsrunde. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt drei Punkte.
Immerhin kann Trainer Michael Köllner in der entscheidenden Phase wieder auf Bakatukanda zurückgreifen. Der junge Verteidiger war bis Ende November in der Innenverteidigung gesetzt. Dann setzten ihn zunächst Adduktorenbeschwerden und anschließend eine Sprunggelenkverletzung außer Gefecht. Mittlerweile ist er wieder fit und stand in der vergangenen Woche erstmals wieder im Kader.


