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FC-Überraschung in der Analyse Durchstarter Huseinbasic: Welchen Köln-Star er ersetzen könnte

Denis Huseinbasic dirigiert mit den Händen beim Bundesliga-Heimspiel des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim.

Denis Huseinbasic beim Bundesliga-Heimspiel des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim am 30. Oktober 2022

Der Durchstarter des 1. FC Köln in der Daten-Analyse: Hier zeigt sich, warum Denis Huseinbasic zu den größten Überraschungen der Bundesliga zählt.

Denis Huseinbasics (21) Blitz-Entwicklung vom Regionalliga-Kicker zum U21-Nationalspieler verzückt die FC-Fans. Eine Analyse seiner Daten zeigt, warum der 50.000-Euro-Einkauf so gut zu Steffen Baumgarts (50) Fußball passt und wieso Sportboss Christian Keller (43) ihn mit einem anderen Köln-Profi vergleicht.

CREATEFOOTBALL“ hat sich Huseinbasics erstes Halbjahr in der Bundesliga für EXPRESS.de mal genauer angeschaut. Die Datenscouts entschlüsseln, warum der Ex-Offenbacher bislang DIE Überraschung ist!

Denis Huseinbasic im Fokus: Stärken als Ballverteiler und -träger

Ganz entscheidend: Huseinbasic avancierte bis zur Winterpause (fünf Tor-Beteiligungen in 629 Minuten) nicht nur zum effektivsten Baumgart-Profi – er ist offensiv wie defensiv ein Power-Garant.

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Denn der Deutsch-Bosnier liefert einerseits viel Einsatz gegen den Ball, hat allerdings auch eine hohe Arbeitsrate mit der Kugel. Heißt übersetzt: Er spielt äußerst engagiert und intensiv.

Dabei fällt Huseinbasic besonders als intelligenter Ballverteiler und -träger auf. Vor allem im letzten Drittel hat er ein gutes Auge für seine Mitspieler, glänzt mit hoher Präzision beim finalen Pass.

Im Vergleich mit allen anderen zentralen Mittelfeldspielern der Bundesliga (mindestens 400 Einsatzminuten diese Saison, Anm. d. Red.) bringt Huseinbasic weitaus mehr Tiefenpässe an den Mann: 1,3 (pro 90 Minuten) zu 0,7.

Eine Grafik zeigt Denis Huseinbasics Qualitäten.

So sehen Denis Huseinbasics Qualitäten (grün) im Vergleich zum Durchschnitt aller zentralen Mittelfeldspieler der Bundesliga (blau) aus.

Zudem ist er ein Stammgast im gegnerischen Strafraum, hat dort durchschnittlich 2,8 Ballaktionen – doppelt so viele wie die Liga-Konkurrenz (1,4).

Gilt auch für seine Lauf-Qualitäten: Während zentrale Mittelfeld-Akteure im Schnitt nur 0,5 Beschleunigungen und 0,9 progressive Läufe pro Partie anbieten, kommt Huseinbasic auf 1,1 und 1,8.

Christian Keller: „Das ist ein entscheidendes Element heutzutage“

Sportboss Christian Keller ergänzt: „Ich kenne wenige Mittelfeldspieler, die so viele tiefe Läufe machen wie er. Das ist ein entscheidendes Element heutzutage. Er ist positionsvariabel und kann sich schnell an unterschiedliche Situationen anpassen. So etwas kannst du einem Spieler schwer beibringen. Bei ihm sind diese Fähigkeiten so stark ausgeprägt, dass wir die Fantasie hatten, dass er das auch in der Bundesliga auf den Platz bringen kann.“

Dort liegt Huseinbasics Kilometer-Schnitt übrigens bei überragenden 12,79 pro 90 Minuten. Was allerdings nur bedingt mit Ellyes Skhiris (27) 12,11 Kilometern vergleichbar ist, da der Youngster anders als der Tunesier häufiger als Kurzarbeiter von der Bank kam.


Dieser Text ist in Zusammenarbeit mit der Fußball-Consultancy CREATEFOOTBALL GmbH, die national wie international Profivereine, Berateragenturen sowie Medienanstalten in den Themenfeldern Datenscouting und -analyse berät, entstanden.


Unterm Strich erinnert der 21-Jährige von den Daten und seiner Flexibilität her – er kann in Baumgarts Mittelfeld alles spielen – stark an einen seiner größten Köln-Kumpels: Dejan Ljubicic (25).

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Was Tore (0,44 zu 0,15 pro 90 Minuten), Schüsse (1,3 zu 1,1), Flanken (1,3 zu 0,8) angeht, ist Huseinbasic im Vergleich zur Liga-Konkurrenz genau wie der Ösi überdurchschnittlich gut unterwegs. „Er ist ein ähnlicher Typ wie Dejan“, sagt auch Keller.

Beruhigend für den Geschäftsführer: Sollte Ljubicic (Vertrag bis 2025), wie schon im vergangenen Sommer, Begehrlichkeiten bei anderen Klubs wecken, hätte der FC nicht nur die Chance auf stattliche Transfer-Einnahmen – sondern auch einen geeigneten Nachfolger in den Reihen.

Wobei für Huseinbasic noch viel Trainingsfleiß neben dem Rasen gefragt ist, wie Keller erklärt: „Im Kennenlerngespräch haben wir ihm gesagt, dass wir vor allem an seiner Stabilität im Rumpf arbeiten müssen.“ Ein Grund für seine unterdurchschnittliche Zweikampf-Quote (39 zu 48 Prozent).

Aber: „Außer dieser Körperlichkeit fehlt ihm nicht viel zum Bundesligaspieler“, meint Keller. Und das hat man in den letzten Monaten gesehen.

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