„Da ist der FC attraktiv“ Sportboss Keller: Darum ist der Abstiegskampf kein Transfer-Nachteil

Christian Keller im Gespräch mit Steffen Baumgart.

Christian Keller (l.) und Steffen Baumgart (hier am 19. Oktober 2022) stecken beim 1. FC Köln mitten in den Planungen für die kommende Bundesliga-Saison.

Der 1. FC Köln sucht nach Verstärkungen für die kommende Bundesliga-Saison. Die derzeitige Tabellen-Situation macht die Suche nicht leichter. Sportboss Christian Keller bleibt dennoch unbesorgt.

Der 1. FC Köln steckt schon mitten in den Planungen für die kommende Saison. Im Sommer steht ein großer Umbruch bevor, zehn Verträge laufen aus. Spätestens bis Jahresende will Christian Keller (44) mit allen Jungs gesprochen haben.

„Wir haben schon das ein oder andere Gespräch geführt. Mit dem ein oder anderen werden wir noch sprechen. Das machen wir in der Zeit vor Weihnachten, wenn wir wieder trainieren“, sagt der Sportboss.

Christian Keller: „1. FC Köln ist sehr interessant geworden“

Gleichzeitig sondieren die Verantwortlichen den Markt nach Verstärkungen. Das ist in den vergangenen Wochen aber nicht einfacher geworden. Denn während man Mitte Oktober noch aus einer äußerst komfortablen Tabellen-Situation heraus verhandeln konnte, ist die Lage für den FC nach fünf Niederlagen aus den letzten sieben Spielen deutlich prekärer geworden.

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Der Vorsprung auf den Relegationsrang 16 ist auf drei Punkte geschrumpft. Ausgerechnet jetzt im Winter, wo viele Weichen für die kommende Saison gestellt werden, besteht weder für den Klub noch für potenziell interessierte Neuzugänge Planungssicherheit.

Ein Wettbewerbs-Nachteil in der Akquise? „Nein“, sagt Keller und erklärt: „Ich glaube nicht, dass uns einer absagt, weil wir den Klassenerhalt noch nicht sicher haben. Natürlich wäre es von Vorteil, schon mehr Punkte zu haben. Aber dort, wo wir rekrutieren, ist der FC äußerst attraktiv.“

Was er meint: Angesichts der leeren Klub-Kasse muss die sportliche Führung weiterhin kreativ bleiben, ein Griff ins obere Regal ist daher unter normalen Umständen nicht möglich. Zielspieler bleiben weiterhin unentdeckte Perlen wie Denis Huseinbasic (21), unfertige Talente wie Eric Martel (20) oder Spieler wie Linton Maina (23), deren Karrieren Dellen bekommen haben und die in Köln unter Steffen Baumgart (50) den richtigen Ort sehen, wieder in die Spur zu finden.

„Der FC ist für Spieler, die den nächsten Schritt in ihrer Karriere gehen wollen, in den letzten anderthalb Jahren sehr interessant geworden. Bei uns kommen Spieler zum Zug, die woanders vermutlich nicht so viel Spielzeit bekommen würden. Insofern sind wir eine gute Plattform, um sich zu entwickeln. Das sehen auch die Spieler so“, erklärt Keller.

Einer davon könnte Michael Martin (22) vom SV Ried sein, den FC-Scout Harald Cerny (49) bereits mehrfach vor Ort beobachtet hat.

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Keller ist trotz der Krise zum Jahresende auch fest davon überzeugt, dass der Klub 2023 den Turnaround schaffen wird. Daher sagt er selbstbewusst: „Wer uns spielen sieht, sieht unser Potenzial und dass wir auch nächstes Jahr Bundesliga spielen können.“

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