FC-Gerüchteküche brodelt Köln sucht Sturm-Verstärkung: Diese Typen kommen infrage

Trainer Steffen Baumgart, Sportchef Christian Keller und Lizenzbereich-Leiter Thomas Kessler stehen beim 1. FC Köln an der Seitenlinie.

Trainer Steffen Baumgart, Sportchef Christian Keller und Lizenzbereich-Leiter Thomas Kessler (v.l.) beim Conference-League-Spiel des 1. FC Köln gegen OGC Nizza am 3. November 2022

Der 1. FC Köln will die Winter-Pause nutzen, um nach Verstärkung für die Abteilung Attacke zu fahnden. Das Geld ist weiterhin knapp, die Gerüchteküche brodelt dennoch gewaltig.

Nach Kölns Jahres-Endspurt mit einem Punkt und zwei Toren aus fünf Bundesliga-Spielen gibt es unter den Fans nur ein Gesprächsthema: Holt der FC in der WM-Pause einen neuen Torjäger? EXPRESS.de erklärt, welche Stürmer-Typen auf dem komplizierten Winter-Markt infrage kommen.

15 Spieltage sind rum, und mit Steffen Tigges (24, drei Tore) hat bislang nur ein FC-Angreifer mehr als ein Liga-Tor geschossen. Mit Florian Dietz (24, Kreuzbandriss), Sebastian Andersson (31, Meniskus-OP) und Tim Lemperle (20, zurück im Einzeltraining) fallen gleich drei Offensivmänner verletzt aus – zum Teil bis Saisonende.

1. FC Köln berät im USA-Camp über Sturm-Transfer

Deswegen kündigte Lizenzbereich-Leiter Thomas Kessler (36) nach dem 0:2 bei Hertha BSC für das USA-Camp in Texas Transfer-Beratungen an. „Wir haben dort viel Zeit, uns zu unterhalten. Da zählen wir die Schäfchen.“

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EXPRESS.de weiß: Die sportliche Leitung um Geschäftsführer Christian Keller (43) und Kessler hätte im Winter gerne einen Sturm-Vorgriff auf die nächste Saison – lieber als einen Leih-Knipser. Köln wird aber keinesfalls auf Teufel komm raus jemanden holen, noch ist keine Entscheidung gefallen.

Allen Beteiligten ist bewusst, wie schwierig der Markt ist. Und mit Geld kann der FC trotz der Conference-League-Einnahmen (um die zehn Millionen Euro) nicht um sich werfen. Der Fokus gilt dem deutschen Markt. Welche Möglichkeiten bieten sich?

Selke, Tietz, Dursun: Gerüchteküche rund um 1. FC Köln brodelt

Auslaufende Verträge: Wenn das Winter-Transferfenster am 1. Januar 2023 öffnet, gibt es letztmals die Chance, zumindest eine Mini-Ablöse für Profis, deren Verträge zum Saisonende auslaufen, zu kassieren. Oder eine sich ohnehin abzeichnende Trennung vorzuziehen.

Beispiel: Herthas Davie Selke (27), dem mitgeteilt wurde, dass er die Berliner schon im Winter ablösefrei verlassen kann. Dass sein Berater die Möglichkeit eines FC-Wechsels abklopft, darf als sicher gelten. Was die Geißböcke wollen, steht auf einem anderen Blatt Papier. Selkes Hertha-Gehalt soll bei drei bis vier Millionen Euro liegen, selbst bei einem Verzicht würde er nur schwer ins neue FC-Gefüge passen. Auch ein Auslands-Wechsel ist ein Thema. Augsburgs Florian Niederlechner (32), der zuletzt beim Gastspiel in Müngersdorf über Köln schwärmte, hat sich bislang nicht zu seiner Zukunft geäußert.

Bank-Spieler: Nach 15 Spieltagen sollte allen Profis klar sein, ob bei ihren Klubs auf sie gesetzt wird oder nicht. Wer frustriert über zu wenig Einsatzzeit ist, könnte im Winter wegwollen.

Beispiel: Lucas Alario (30), der nach seinem Wechsel aus Leverkusen nach Frankfurt nicht zum Zug kommt, aber kein klassischer Stoßstürmer ist. Ähnlich wie Wolfsburgs Luca Waldschmidt (26). Nils Petersen (33), den Steffen Baumgart (50) bereits vor einem Jahr nach Köln locken wollte, stand noch kein einziges Mal in Freiburgs Bundesliga-Startelf. Schalkes Sebastian Polter (31) schaffte es immerhin viermal in die Anfangsformation, hatte sich allerdings deutlich mehr erhofft.

Wandert Kölns Blick in die 2. Bundesliga oder das Ausland?

Zweitliga-Knipser: In der 2. Bundesliga machen so einige Stürmer auf sich aufmerksam. Naturgemäß sind sie billiger als Erstliga-Profis – aber womöglich immer noch zu teuer für den FC…

Beispiel: Darmstadts Phillip Tietz (25) und Heidenheims Tim Kleindienst (27), für die Interessenten jeweils zwei bis drei Millionen Euro hinblättern müssten. Bielefelds Robin Hack (24) war am Geißbockheim schon unter Horst Heldt (52) ein großes Thema, wäre jedoch eher eine Alternative für die Außen und die Zehn.

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Verletzungs-Rückkehrer: Leihen sind ein probates Mittel, um nach Verletzungspausen wieder in Schwung zu kommen – allerdings nicht der von den FC-Verantwortlichen favorisierte Vorgriff auf die neue Saison.

Beispiel: Leipzigs Yussuf Poulsen (28), dem nach einem Muskelfaserriss im Sommer nur Kurz-Einsätze bleiben. Der Däne hat bei RB eine Wahnsinns-Konkurrenz, darf sich aber bei der WM präsentieren.

Bundesliga-erfahrene Profis im Ausland: Nicht jeder, der in Deutschland Erfolg hatte und den Schritt ins Ausland wagt, wird glücklich. Die Rückkehr in die Bundesliga könnte dem ein oder anderen ein paar Euro Gehaltsverzicht wert sein.

Beispiel: Serdar Dursun (31), der beim SV Darmstadt einst die 2. Bundesliga auseinanderschoss und nun bei Fenerbahce Istanbul auf der Bank sitzt. Adam Szalai (34), der in Basel suspendiert wurde.

Fakt ist: Die FC-Verantwortlichen halten nicht nur nach jungen, entwicklungsfähigen Profis Ausschau – der Mix muss stimmen. In den kommenden Wochen entscheiden die Bosse, ob sie nachlegen wollen. Und wie viel sie bereit sind zu investieren. Bisher brodelt lediglich die Gerüchteküche.

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