Nach Köln-Abgang Bornauw räumt mit Gerüchten auf – FC „durch die große Tür verlassen“ 

Sebaatiaan Bornauw trainiert mit dem VfL Wolfsburg in Bad Walterdorf.

Sebastiaan Bornauw weilt mit dem VfL Wolfsburg im Trainingslager in Bad Waltersdorf (18. Juli 2021).

Sebastiaan Bornauw hat den 1. FC Köln verlassen, um beim VfL Wolfsburg den nächsten Karriere-Schritt zu machen. Der Belgier dankt dem FC für zwei schöne Jahre und freut sich jetzt auf die Champions League.

Wolfsburg. Sebastiaan Bornauw (22) hat seinen Willen bekommen. Nach längerem Transfer-Hickhack wechselte der Belgier für eine Sockel-Ablöse von 14,5 Millionen Euro vom 1. FC Köln zum VfL Wolfsburg. Nach zwei Jahren FC sah der Blondschopf die Zeit für Veränderungen gekommen. „Dieser Verein hat mir zwei schöne Jahre gegeben. Ich habe alles für den FC gegeben“, sagt Bornauw.

Sebastiaan Bornauw verlässt 1. FC Köln „durch die große Tür“

Sein wichtigstes Tor im FC-Trikot hob er sich für den letzten Spieltag der vergangenen Saison auf. Da rettete er den Klub mit seinem Last-Minute-Kopfballtor gegen Schalke in die Relegation und ebnete damit den Weg zur Rettung. „Für mich war der Klassenerhalt sehr wichtig, ich wollte durch die große Tür rausgehen und nicht durch die Hintertür 2. Liga“, sagt Bornauw.

Er fühlt sich zu Höherem berufen. Daher schwand zuletzt die Lust erheblich. Angetrieben von seinem Wechselwunsch ließ sich Bornauw im Training hängen. Es war nichts mehr zu sehen und zu spüren von dem aufbrausenden Ehrgeiz, den der Verteidiger sonst in jeder Einheit an den Tag legte.

Das Kapitel FC war für Bornauw schon geschlossen, als es noch nicht offiziell war. „Man hat mir jeden Tag gesagt: ‘Ja, wir machen das, wir glauben an dich'“, sagt der Abwehrspieler über die Wolfsburger Bemühungen.

Sebastiaan Bornauw trainiert beim 1. FC Köln mit Handmanschette.

Sebastiaan Bornauw (hier am 13. Juli 2021) ließ sich vor seinem Wechsel zum VfL Wolfsburg im Training hängen.

Nur eines will er sich nicht vorwerfen lassen: dass seine Handverletzung nur vorgetäuscht war. „Ich habe es später gehört“, sagt Bornauw zu den Gerüchten: „Es ist eigentlich egal für mich. Ich habe die Bilder gesehen, die Hand ist gebrochen.“

Sebastiaan Bornauw will Belgien-Karriere ankurbeln

Statt mit dem FC in der kommenden Saison gegen den Abstieg zu spielen, kann er sich nun in der Champions League beweisen. Davon soll auch seine Karriere in der belgischen Nationalmannschaft profitieren.

„Ich glaube, wenn ich in Wolfsburg gut spiele, ist die Chance für mich größer“, sagt Bornauw, der bereits in den ersten Tagen einen Qualitätsunterschied zwischen dem FC und dem VfL ausgemacht haben will. Bornauw: „Eine geile Truppe, gute Leute, die Qualität ist hoch. Es geht alles viel schneller. Das ist gut für mich, so kann ich lernen, mich weiterentwickeln.“

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