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FC-Abgang offiziell Bornauw sogar teurer als Podolski? Baumgart: „Win-Win-Situation“

Sebastiaan Bornauw trainiert mit Anthony Modeste beim 1. FC Köln

Am Donnerstag (15. Juli 2021) trainierte Sebastiaan Bornauw (l.) noch mit Anthony Modeste beim 1. FC Köln.

Sebastiaan Bornauw wechselt vom 1. FC Köln zum VfL Wolfsburg. Alle Details und Aussagen zum Transfer des Abwehr-Stars.

Donaueschingen/Köln. Der wochenlange Millionen-Poker ist beendet! Sebastiaan Bornauw (22) verlässt den 1. FC Köln und wechselt zum VfL Wolfsburg. Der Belgier reiste am Freitagmorgen (16. Juli) nicht mit ins Trainingslager nach Donaueschingen, unterschrieb stattdessen bei den Niedersachsen einen langfristigen Vertrag bis 2026.

1. FC Köln kassiert bis zu 17 Millionen Euro

Donnerstagmittag hatte Bornauw noch am Geißbockheim trainiert, am Abend folgte der Durchbruch in den zähen Verhandlungen zwischen FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle (46) und Wölfe-Boss Jörg Schmadtke (57).

Der FC kassiert für Bornauw zunächst 14,5 Millionen Euro, durch Bonuszahlungen könnte die Summe allerdings noch auf bis zu 17 Millionen Euro steigen. Damit wäre der Innenverteidiger nach Anthony Modeste (33), der 2017 für rund 30 Millionen Euro nach China gewechselt war, der zweitteuerste Abgang der Klub-Geschichte. Noch vor Lukas Podolski (36), der 2012 mit seinem Arsenal-Transfer 15 Millionen Euro in die Vereinskasse gespült hatte.

Bornauw sagt über seinen FC-Abschied: „Ich bin so dankbar für all die Erinnerungen, die ich hier gesammelt habe und möchte mich bei allen Mitarbeitern, Teamkollegen und nicht zuletzt den Fans für die letzten zwei Spielzeiten bedanken. Seit dem Tag, an dem ich zu diesem großartigen Verein gekommen bin, habe ich immer eure Unterstützung gespürt und ich werde nie den Sound des vollen Rhein-Energie-Stadions vergessen, das ist unfassbar. Ich werde diesen Verein immer in meinem Herzen tragen, aber jetzt ist die Zeit gekommen, weiterzugehen.“

Alexander Wehrle: „Wir hätten ihn gerne noch ein Jahr behalten“

Kölns Geschäftsführer Wehrle ergänzt: „Wir hätten Seb gerne noch ein Jahr hier behalten. Seine Entwicklung, seit seinem Wechsel zu uns, war rasant und natürlich absolut positiv, er wurde auf Anhieb zum Stammspieler bei uns und hat sich in den Fokus der belgischen A-Nationalmannschaft gespielt. Sein Ziel ist es, sich auch da zu etablieren. Deshalb war es sein unbedingter Wunsch zu Wolfsburg zu wechseln, die in der nächsten Saison Champions League spielen. Nach intensiven Verhandlungen mit Wolfsburg haben wir eine gute Einigung erzielt.“

Jedoch muss der FC einen Teil der Ablöse, mehr als zwei Millionen Euro, an den RSC Anderlecht weiterreichen. Als Bornauw 2019 für sechs Millionen Euro vom belgischen Top-Klub ans Geißbockheim gewechselt war, gehörte diese Weiterverkaufs-Klausel zum Deal.

Der von Ex-Bayern-Star Daniel Van Buyten (43) beratene Abwehrmann absolvierte für den FC 52 Bundesliga-Spiele, erzielte dabei sieben Treffer. Der letzte davon bescherte den Kölnern am 34. Spieltag der vergangenen Saison gegen Schalke den Sprung in die Relegation.

Das sagt Steffen Baumgart zu Sebastiaan Bornauws Wechsel

In Wolfsburg hat Bornauw nun deutlich höhere Ziele, will Königsklasse spielen und sich für die WM 2022 empfehlen. VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer (37) freut sich über den Neuzugang: „Sebastiaan hat sich durch starke und konstante Leistungen in der Bundesliga einen Namen gemacht. Von seinen fußballerischen Qualitäten und genauso von der Mentalität und Einstellung, die er auf dem Platz verkörpert, haben wir eine hohe Meinung. Er ist unser absoluter Wunschspieler.“

Nach der Unterschrift seines Fünf-Jahres-Vertrags posierte Bornauw in der Volkswagen-Arena mit seinem neuen Trikot mit der Nummer drei. Der FC absolvierte währenddessen seine erste Trainingseinheit in Donaueschingen.

Chefcoach Steffen Baumgart (49) im Anschluss über den Bornauw-Abgang: „Das war schon Gesprächsthema, bevor ich gekommen bin. Jetzt ist es für beide Vereine eine Win-Win-Situation. Ich freue mich für den Jungen, dass er diese Herausforderung bekommen hat. Und ich freue mich für uns, dass wir das nicht ganz umsonst gemacht haben. Die Hängepartie war für alle schwierig, auch für Seb, das hat man gesehen. Wir hätten sonst gesagt, dass er bleibt. Sportlich hätte ich ihn gerne dabei gehabt.“