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Kabinen-FrustWie bekommt der FC dieses Problem in den Griff?

Marius Bülter vom 1. FC Köln reagiert im Spiel gegen den VfB Stuttgart unzufrieden.

Copyright: Harry Langer/dpa

Marius Bülter vom 1. FC Köln reagiert im Spiel gegen den VfB Stuttgart unzufrieden. Auch nach dem Spiel machte der Stürmer seinem Unmut Platz.

Der Frust sitzt tief: Der 1. FC Köln hat in Stuttgart bereit sein sechstes Bundeliga-Topspiel verloren. Die Mannschaft konnte sich zwar erneut nichts vorwerfen, allerdings auch erneut nichts von der Leistung kaufen.

„Und täglich grüßt das Murmeltier“, so fasste Lukas Kwasniok die Niederlage gegen den VfB Stuttgart zusammen und konkretisierte dann noch: „Samstagabendlich.“

Denn es bleibt dabei: Wenn der 1. FC Köln in dieser Saison zum Topspiel antritt, gibt es nichts zu holen. Sechsmal samstagsabends, sechs Pleiten. Vor dem 1:3 in Stuttgart setzte es Niederlagen in Leipzig, in Dortmund, beim Derby in Gladbach und beim Nachbarschaftsduell in Leverkusen sowie zu Hause gegen Frankfurt.

Marius Bülter: „Wir waren dran und hätten einen Punkt verdient gehabt“

Der Frust saß tief, da der FC nach anfänglichen Schwierigkeiten spätestens im zweiten Durchgang gut drin war und sogar verdient zum Ausgleich kam, ehe erneut zwei Fehler das Spiel kaputtgemacht haben.

Dementsprechend enttäuscht war der Coach: „Die Jungs opfern sich auf, sie sind nah dran, und am Ende ziehen wir den Kürzeren. Nach dem 1:1 hatten wir das Gefühl, es geht eher in unsere Richtung, dann hat der VfB eine sensationelle Aktion, die uns am Ende gekillt hat. Es fehlt nicht viel, aber aktuell fehlt halt leider ein bisschen was, um gegen die Besten nicht nur gut auszusehen, sondern auch Punkte mitzunehmen“, fasste Kwasniok treffend zusammen.

Gerade einmal fünf Minuten konnte sich der Aufsteiger über den Ausgleich freuen, ehe der VfB zu passive Kölner ein zweites Mal bestrafte. Das darf gegen die Besten der Liga einfach nicht passieren. „Das ist bitter, wir waren dran und hätten einen Punkt verdient gehabt. Uns fehlt einfach ein bisschen Glück. Es ist nicht das zweite Mal, sondern das fünfte oder sechste Mal, dass man in der Kabine sitzt und sich nichts vorwerfen kann“, sagte Marius Bülter.

Die Mannschaft konnte sich zwar erneut nichts vorwerfen, allerdings auch erneut nichts von der Leistung kaufen. In der Bundesliga wird nun mal jeder Fehler eiskalt bestraft, vor allem von Topteams. „Unter dem Strich war das definitiv zu vermeiden. Wir stehen jetzt wieder nach einem ordentlichen Spiel da und haben keine Punkte“, sagte Jan Thielmann, der trotz des nächsten Frustabends optimistisch auf die nächsten Wochen blickt: „Das nervt uns, aber ich bin trotzdem guter Dinge: Wenn man schlecht spielt und nicht punktet, dann kann man sich Sorgen machen, aber wir spielen gut und punkten nicht. Ich glaube, die Basis stimmt. Einsatz, Leidenschaft – wir haben gute Ansätze.“

Kommende Woche gibt es das nächste Duell mit einer Spitzenmannschaft. Da nimmt der FC den nächsten Anlauf, eine schwarze Serie zu brechen. Denn bislang gab es noch keinen einzigen Punkt gegen die Top 6. Das Hinspiel konnte der FC zwar gewinnen, damals war „Hoffe“ als Zehnter noch eine graue Maus.

Maximilian Mittelstaedt (VfB Stuttgart) schob Ragnar Ache (1. FC Köln) im Strafraum mit den Armen weg.

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