FC-Profi hat Pause genutzt Zwei Baustellen, eine OP: Neuer Tor-Riecher für Baumgart-Sturm

Steffen Tigges trägt beim Training des 1. FC Köln einen Ball und Shirts.

Steffen Tigges beim Winter-Trainingsauftakt des 1. FC Köln am 8. Dezember 2022

Steffen Tigges hat die WM-Unterbrechung der Bundesliga für eine Operation genutzt. So sieht der Sportchef des 1. FC Köln, Christian Keller, die Entwicklung des Stürmers.

Während der Großteil des Teams am Strand lag, musste ein FC-Profi unters Messer…

EXPRESS.de erfuhr: Steffen Tigges (24) hat seinen WM-Urlaub für eine Operation geopfert! Lesen Sie hier, wie der Eingriff dem Stürmer helfen soll und woran die Köln-Coaches im Winter mit ihm arbeiten wollen.

Grund für die OP war eine lange Zeit unbemerkte Verletzung. Tigges, im Sommer aus Dortmund zum FC gewechselt, ließ sich nach dem Texas-Trip der Geißböcke einen Nasen-Schiefstand korrigieren.

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Kurios: Die schiefe Nase war wohl das Resultat eines Zweikampfs zu BVB-Zeiten, blieb dort aber unbehandelt, da kein Bruch vorlag und Tigges keine großen Schmerzen hatte. Erst die FC-Ärzte rieten ihm zum Eingriff.

Und der verlief voll nach Plan. Tigges ist am Donnerstag (8. Dezember 2022) ganz normal eingestiegen, als Baumgart nach zwei Wochen Urlaub zum Trainingsauftakt bat, musste nicht mal eine Maske tragen. Doch die OP verspricht mehr Power für die zweite Saison-Hälfte!

In seinen ersten Köln-Monaten kam der Ex-Dortmunder auf 19 Einsätze, erzielte vier Tore und bereitete ein weiteres vor. Die FC-Verantwortlichen fahnden zwar nach Offensiv-Verstärkung, sind mit Tigges' Entwicklung allerdings zufrieden.

FC-Sportchef Christian Keller sieht Steffen Tigges im Entwicklungsplan

Sport-Geschäftsführer Christian Keller (43) sagt: „Mit Steffen haben wir einen Stürmer verpflichtet, der aus der dritten Liga kommt. Von seinen Kurzeinsätzen bei den Profis des BVB darf man sich dabei nicht blenden lassen.“

Vor seinem FC-Wechsel hatte Tigges erst rund 150 Bundesliga-Minuten gesammelt und zudem die komplette Sommer-Vorbereitung wegen der Folgen seines im März erlittenen Sprunggelenks-Bruchs verpasst.

„Er hat in manchen Spielen gezeigt, dass er sehr solides Bundesliga-Niveau spielen kann. Das schafft er aber noch nicht konstant. Es ist ein normaler Prozess, dass Steffen sich auf höchstem Niveau erst noch stabilisieren muss“, meint Keller.

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Der Sportboss verrät, an welchen zwei Baustellen die Köln-Coaches mit Tigges arbeiten wollen: „Sein größtes Adaptionsfeld aus körperlicher Sicht ist die Intensität über 90 Minuten. Er arbeitet extrem viel gegen den Ball. Mit dem Ball fehlt ihm aber oft noch die Stabilität und die Kraft, dann auch noch sauber in den Aktionen zu sein.“ Dabei kann die Nasen-OP helfen.

Keller weiter: „Sein größtes taktisches Entwicklungsfeld ist, das Zentrum besser zu halten und dadurch seine Stärke in der Box mehr einzusetzen.“

Tigges ist noch zu oft auf den Flügeln unterwegs – aus alter Gewohnheit. Denn der 24-Jährige ist kein gelernter Stürmer, spielte bei seinem Jugendverein VfL Osnabrück lange Zeit Linksaußen, vereinzelt sogar Linksverteidiger.

Er selbst traute sich als Angreifer viel mehr zu und nahm dafür einen persönlichen Abstieg in Kauf: 2019 feierte der gebürtige Osnabrücker mit dem VfL die Drittliga-Meisterschaft, wechselte aber freiwillig in die Regionalliga zu Dortmunds Zweit-Vertretung – weil der BVB in ihm ebenfalls einen Stürmer sah. Nun will Baumgart aus Tigges einen Bundesliga-Torjäger formen!

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