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Daten beweisen Linien-Schleicher und Abschluss-Monster: Darum ist Dejan Ljubicic so wichtig für den FC

Dejan Ljubicic schaut beim Conference-League-Spiel des 1. FC Köln gegen Partizan Belgrad auf den Ball.

Dejan Ljubicic beim Conference-League-Spiel des 1. FC Köln gegen Partizan Belgrad am 6. Oktober 2022

Er ist einer der Schlüsselspieler im System von Steffen Baumgart. Dejan Ljubicic wurde in den letzten Monaten beim 1. FC Köln schmerzlich vermisst. Was den Österreicher so wichtig macht, zeigt nun eine Datenanalyse.

Dieser Baumgart-Profi wurde in den vergangenen Monaten schmerzlich vermisst: Seit Dejan Ljubicic (25) aufgrund seiner schweren Derby-Verletzung zum Zuschauen verdammt ist, hat der 1. FC Köln nur zwei von neun Spielen gewonnen. Die Analyse seiner Daten zeigt, was den Österreicher so wichtig macht!

Obwohl er seit dem 2:5 bei Borussia Mönchengladbach (am 9. Oktober 2022) mit einem Innenbandriss fehlt, ist Ljubicic zur Winter-Pause mit sechs Pflichtspiel-Treffern der erfolgreichste FC-Torschütze. Kölns Punkteschnitt liegt mit ihm (1,33) deutlich höher als ohne ihn (0,89).

Dejan Ljubicic: Viel torgefährlicher als der Bundesliga-Durchschnitt

Dejo ist längst unverzichtbar geworden für Trainer Steffen Baumgart (50). Die Datenscouts von „CREATEFOOTBALL“ haben den Allrounder für EXPRESS.de unter die Lupe genommen und herausgefunden, was genau ihn so stark macht. 

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Dabei sticht heraus: Der Österreicher ist für den gegnerischen Defensiv-Verbund nur ganz schwer zu greifen. Ljubicic zeichnet sich durch ein exzellentes Freilaufverhalten aus, man könnte ihn „Linien-Schleicher“ taufen. Da er sich so stark zwischen den gegnerischen Reihen bewegt, kann er immer wieder progressive Pässe – also Pässe, die den Ball maßgeblich näher zum Tor bringen – annehmen.

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Nach Ballannahme sorgt Dejo zudem für Tor-Gefahr: Pro 90 Minuten gelingen ihm laut Statistik 0,46 Treffer. Der Saison-Durchschnitt aller zentralen Mittelfeldspieler der Bundesliga (ab mindestens 500 Spiel-Minuten, Anm. d. Red.) liegt gerade mal bei 0,15 – Ljubicic ist dreimal so gefährlich wie die Konkurrenz!

Bei der Zahl seiner Schüsse (2,1 zu 1,1) hebt er sich genauso vom Liga-Durchschnitt ab wie bei Flanken (2,1 zu 0,8) und Torschussvorlagen (1,4 zu 0,7). Ljubicic kreiert erstaunlich viele Tormöglichkeiten mit (Schlüssel-)Pässen in die gefährlichen Zonen des gegnerischen Strafraums. 

Was zudem auffällt: Ljubicics „Expected Goals“-Wert – der aussagt, wie hoch die Chance ist, dass ein Schuss im Tor landet – ist nahezu identisch mit dem der Konkurrenz (0,14 zu 0,12). Dass der Österreicher dennoch überdurchschnittlich oft trifft, spricht für seine Abschlussstärke – er nutzt Möglichkeiten, die andere nicht verwerten.

Der zweifache Familienvater war definitiv ein richtiger Glücksgriff für den FC. Im Sommer 2021 wechselte er ablösefrei von Rapid Wien nach Köln. Innerhalb von anderthalb Jahren hat sich Ljubicic nicht nur zum Nationalspieler entwickelt, sondern auch seinen Marktwert um mehr als das Dreifache von drei auf zehn Millionen Euro gesteigert.

Die Daten-Analyse von CreateFootball zu Dejan Ljubicic.

Die Daten von Dejan Ljubicic (grün) pro 90 Minuten im Vergleich mit allen zentralen Mittelfeldspielern der Bundesliga (blau) mit mindestens 500 Spielminuten in der Saison 2022/23.

Mit „xG“ sind „Expected Goals“ gemeint, also zu erwartende Tore. Je höher der Wert, desto höher die statistische Wahrscheinlichkeit, dass ein Abschluss im Tor landet. „xA“ sind „Expected Assists“, Torvorlagen.

Was bei Ljubicics Daten beachtet werden muss: In dieser Saison wurde er durch die langwierige Verletzung von Mark Uth (31) oft als Zehner und damit offensiver als gewohnt eingesetzt. In der vergangenen Spielzeit hatte er zwischen der Sechs, seiner Stamm-Position bei Rapid, und der rechten Außenbahn gependelt.

In Baumgarts Mittelfeld kann der Ösi quasi jede Rolle ausfüllen, ist dabei mit 12 Kilometern pro 90 Minuten ähnlich laufstark wie Fleißbiene Ellyes Skhiri (12,11). Ljubicic ist zudem ein ausgewiesener Pressing-Spieler, der die Gegner früh und aggressiv anläuft – ganz nach dem Geschmack seines Trainers, der auf Stress-Fußball setzt.

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Dieser Text ist in Zusammenarbeit mit der Fußball-Consultancy CREATEFOOTBALL GmbH, die national wie international Profivereine, Berateragenturen sowie Medienanstalten in den Themenfeldern Datenscouting und -analyse berät, entstanden.


Dass Ljubicic nach der ersten Saison-Hälfte Kölns gefährlichster Torjäger ist, dürfte ihn selbst überraschen. Im Sommer hatte er erklärt: „Ich bin kein Spieler, der über zehn Tore macht.“ Ohne seine Verletzung hätte er die Marke womöglich schon geknackt...

Doch auch so bleibt ihm noch genug Zeit, um zweistellig zu treffen. Denn Coach Baumgart hofft, dass sein Schlüsselspieler pünktlich fit wird für die erste Partie im Fußball-Jahr 2023, am 21. Januar (18.30 Uhr) gegen Werder Bremen.

„Bei Dejo gehen wir davon aus, dass er Anfang Januar wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Dann haben wir noch drei Wochen bis zum ersten Spieltag“, zeigt sich Baumgart optimistisch. Die Daten beweisen, wie wichtig Ljubicics Comeback ist!

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