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Struth-Kritik traf einen Nerv Die Reaktionen der FC-Fans auf die aktuelle Lage

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Berater Volker Struth im August 2020 bei einem Besuch am Geißbockheim.

Köln – Berater Volker Struth (55) sorgte am Montag (31. Mai) mit seiner scharfen Kritik an der Führungsetage des 1. FC Köln für Aufregung. In den sozialen Medien wurde das Thema heiß diskutiert, EXPRESS fragte auch die Leser um ihre Einschätzung. In den vergangenen Tagen erreichten uns zahlreiche Reaktionen.

  • 1. FC Köln: Die Fan-Reaktionen auf die Kritik von Volker Struth
  • 8750 Teilnehmer beteiligten sich an EXPRESS-Umfrage zum FC
  • Zahlreiche Leser-Zuschriften zur Lage beim FC im Überblick

Neben den Zuschriften startete EXPRESS außerdem eine Online-Umfrage. Auf die Frage „Was halten Sie von Volker Struths FC-Kritik?“ antworteten rund 8750 Teilnehmer (Stand: 3. Juni, 12 Uhr).

Eindeutiges Umfrage-Ergebnis zur FC-Kritik von Volker Struth

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Dem Vereinsvorstand warf Struth in einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vor „im Märchenland“ zu tanzen. Der Abstieg sei mit Blick auf die handelnden Personen daher nicht abgewendet, sondern „nur aufgeschoben“. Schnell kochten die Diskussionen unter FC-Fans in den sozialen Netzwerken hoch.

In einer am Dienstag (1. Juni) gestarteten EXPRESS-Umfrage stimmten 58 Prozent der Teilnehmer zu, votierten für: „Struths Kritik trifft den Nagel auf den Kopf.“ Weitere 26 Prozent sind der Meinung: „In einigen Punkten hat Struth schon recht.“

Lediglich 16 Prozent sind mit den Worten des Beraters von Friedhelm Funkel (67) überhaupt nicht einverstanden und stimmten für: „Ich finde die Kritik völlig überzogen.

Fan-Meinungen zur Lage beim 1. FC Köln

In zahlreichen Leserbriefen ging der Anhang rund zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln ins Detail. Lesen Sie hier einige Meinungen der Fans zur aktuellen Lage am Geißbockheim.

Hubert Brück: Herr Struth spricht mir als großer Fan des 1. FC Köln, und das schon seit fast 60 Jahren, aus der Seele. Diese Saison, die letztendlich mit dem glücklichen Klassenerhalt meines geliebten FC zu Ende gegangen ist, muss einfach analysiert werden, sonst geht es uns tatsächlich wie es Herr Struth vorausgesagt hat.

Ingo Karwath: Volker Struth hat inhaltlich in den meisten Positionen recht. Allerdings muss ich seiner These, das läge auch am mitgliedergeführten FC, klar widersprechen. Dilettantismus, Egoismen und Kommunikationsdesaster haben nichts mit der Gremienstruktur zu tun. Die ist seit der Satzungsreform eine der besten in Deutschland. 

Winfried Müller: Es sollte einen nicht wundern, wenn einige Sponsoren ihre Schlüsse aus dem Handeln ziehen und davon die Schnauze voll haben. Wie Herr Struth bin ich der Meinung, dass der Abstieg aus der 1. Bundesliga nur verschoben ist. Eine Lösung sehe ich nicht, armer 1. FC Köln.

Ein FC-Mitglied aus Berlin: Manche Äußerungen von Herrn Struth sind mir zu überheblich. Wenn einem der Verein so am Herzen liegt, hätte er sich schon längst mal - bei seinem Know How - zu dem einen oder anderem Thema melden müssen. Ich gebe ihm allerdings recht, dass ich immer wieder den Gedanken habe, MEIN Verein wird, bis auf Herrn Wehrle, von Laien geführt. Wenn man nicht jedes Jahr Angst vor dem Abstieg haben will, müssen andere Wege gegangen werden und da bin ich voll auf der Seite von Herrn Struth.

Sebastian D.: Ich bin selber Mitglied und leidenschaftlicher FC Anhänger, mein Herz weint und lacht genau wie jedes andere auch! Meiner Meinung nach soll der Effzeh ein mitgliederdominierter Verein bleiben, dennoch sollte man in Betracht ziehen, gewisse Sponsoren an Land zu ziehen und diese Gremien abzuschaffen. Es haben Leute etwas zu sagen, die nichts vom Fußball und deren Kultur verstehen. Herr Struth trifft in vielen Dingen den Nagel auf den Kopf, aber in vielen Dingen eben auch nicht.

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Carsten Wettich, Werner Wolf und Eckhard Sauren (v.l.n.r.) beim FC-Heimspiel gegen Werder Bremen am 7. März auf der Tribüne des Rhein-Energie-Stadions.

Frank Mäßi: Ich muss sagen, dass es viele Meinungen gibt. Einige haben recht und einige haben keinen Einblick und sagen etwas. Nur eins muss sich der Vorstand gefallen lassen – sie sind zu häufig nicht zu sehen. Dazu sollten auch mehr Fußball-Kenner im Vorstand sein. Es geht hier ja nicht um eine Firma, die einen Chef braucht. Vor der nächsten Mitgliederversammlung sollten alle einen klaren Kopf haben – was den Verein auf lange Sicht in der 1.Bundesliga hält.

Clemens Wirtz: Als „lebenslänglicher“ Fan des Effzeh kann ich nur bestätigen: die Stellungnahmen von Herrn Struth decken nahezu 100% der Unzulänglichkeiten des Vorstandes um Präsident Wolf und Mitstreitern ab. […] Es fehlt an: Präsenz, Struktur, Organisation, Führungsqualität, Empathie, Verlässlichkeit, menschlichem Format, Visionen und Zielsetzungen; kurzum: es fehlt an allem!

Burkhard Schmidt: Man kann nur hoffen, dass auch in Zukunft Mitgliederversammlungen in hybrider Form stattfinden, damit mehr Vereinsmitglieder mit ihrem Abstimmungsverhalten zu demokratischeren und von einer großen Mehrheit der Vereinsmitglieder getragenen Prozessen beitragen können.

Rolf Schiffer: Wichtig, dass es offensichtlich jetzt ein Wachrütteln gibt, da der (überwiegende) Teil der Mitglieder nicht gehört wird, der für den Fortschritt und Schritthalten in der Fußballwelt steht. Wenn die Welt sich nur um die historischen Strukturen dreht, ist es sehr schlecht um einen Verein bestellt, der Wein predigt, aber Wasser serviert. Modernität einziehen zu lassen bedeutet ja nicht, den Verein aus der Hand zu geben. (bc)

Was ist Ihre Meinung zur Kritik und den Aussagen von Volker Struth über die Führungsetage beim 1. FC Köln? Diskutieren Sie weiterhin auf Facebook oder per Leserbrief an post@express.de mit.

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