+++ EILMELDUNG +++ Dritter KVB-Streik in einem Monat Nichts geht mehr: Köln steht für zwei Tage still

+++ EILMELDUNG +++ Dritter KVB-Streik in einem Monat Nichts geht mehr: Köln steht für zwei Tage still

FC-HeimkehrerDiese Spieler wechselten nach ihrem Abgang noch mal nach Köln

Lukas Podolski aus Deutschland verabschiedet sich nach dem Spiel von den Fans und hält dabei eine Kölner Fahne.

Lukas Podolski ist tief mit dem 1. FC Köln verbunden. Drei Jahre nach seinem Wechsel zum FC Bayern kam er 2009 wieder zurück in die Domstadt. Das Foto zeigt ihn am 22. März 2017.

Die Verbundenheit, die viele Kölnerinnen und Kölner zu ihrer Stadt empfinden, ist oft schwer in Worte zu fassen. Wer die Domstadt jedoch aus beruflichen Gründen verlässt, kommt gerne irgendwann zurück. Das gilt auch für Fußballer.

von Julian Meiser (jm)

„Und bin ich uch am End von der Welt: Ich komm zurück, ich komm irjendwann zurück“, heißt es in der Köln-Hymne „Liebe deine Stadt“ von Cat Ballou und Rapper Mo-Torres aus dem Jahr 2016.

Eine ähnliche Sehnsucht nach Köln wie die Musiker empfinden auch manche Fußballprofis: Immer wieder ist es in der Vergangenheit vorgekommen, dass Spieler, die den 1. FC Köln verlassen haben, irgendwann noch einmal den Weg zurück in die Domstadt gefunden haben.

1. FC Köln: Diese Spieler kehrten nach Jahren zurück ans Geißbockheim

Ein prominenter Köln-Heimkehrer ist Anthony Modeste (34). Er kam 2015 von der TSG Hoffenheim zum FC, spielte dort zwei starke Saisons und wechselte dann für knapp 30 Millionen Euro in die chinesische Super League.

Alles zum Thema Lukas Podolski

1
/
4

2018 kam Modeste zurück in die Domstadt und fand dort – nach kurzer Leihe zu St.-Étienne – erst unter Trainer Steffen Baumgart (50) zurück zu alter Stärke. Im Sommer 2022 hat der Franzose dem 1. FC Köln allerdings erneut den Rücken gekehrt: „Tony“, der einstige FC-Fanliebling, hat sich Borussia Dortmund angeschlossen.

Das bekannteste Beispiel für einen Köln-Heimkehrer ist aber mit Sicherheit Lukas Podolski (37), der aktuell bei Górnik Zabrze unter Vertrag steht. Obwohl Podolski in Polen geboren wurde, ist der ehemalige deutsche Nationalspieler im Herzen ein waschechter Rheinländer.

Podolski machte seine ersten Schritte in der Bundesliga beim 1. FC Köln und wurde bei den Fans schnell zum unumstrittenen Publikumsliebling. Nach der WM 2006 wechselte der Stürmer zum Rekordmeister Bayern München, wo ihm sehr viel weniger Vertrauen entgegengebracht wurde als beim FC.

1087 Tage hielt es Podolski in München aus, dann folgte seine Wiederkehr. Doch „Prinz Poldi“ –wie er früher genannt wurde – ist mitnichten der einzige prominente Kicker, der diesen Weg einschlug.

Hier sehen Sie weitere Fußballspieler, die zum 1. FC Köln zurückgekehrt sind. Leihspieler ausgenommen.

  • Timo Hübers (26): Kam 2015 von Hannover zur zweiten Mannschaft des 1. FC Köln. Ein Jahr später ging es zurück zu 96. Seit 2021 ist er wieder in Köln.
  • Mark Uth (31): Hat über Heerenveen, Almelo, Hoffenheim und Schalke den Weg zurück zum FC gefunden.
  • Christian Clemens (31): Wurde vom 1. FC Köln ausgebildet und schaffte den Sprung zu den Profis. 2013 ging Clemens nach Schalke, dann nach Mainz. 2017 kehrte er zurück.
  • Simon Terodde (34): Überzeugte bei seinem ersten Aufenthalt in Köln zwischen 2009 und 2011 nur bei der zweiten Mannschaft in der Regionalliga. Bei seiner Rückkehr 2018 wusste der Angreifer dann aber, wo das Tor steht.
  • Thomas Bröker (37): Trug zwischen 2004 und 2006 den Geißbock auf der Brust, kehrte 2012 dann aus Düsseldorf zurück und blieb bis 2014.
  • Patrick Helmes (38): Begann (2005) und beendete (2015) seine Profi-Karriere beim 1. FC Köln. Zwischenzeitlich stürmte der Ex-Nationalspieler für Leverkusen und Wolfsburg.
  • Janusz Dziwior (48): Suchte sein Glück 1997 mal in Gütersloh, kam aber nach zwei Jahren zurück zum 1. FC Köln. 2000 stieg der Verteidiger mit dem FC in die Bundesliga auf.
  • Patrick Weiser (50): Verabschiedete sich 1997 aus Köln, um nach Frankreich zu gehen. 2005 wechselte der Vater von Mitchell Weiser vom VfL Wolfsburg zum 1. FC Köln zurück.
  • Alexander Bade (52): Kam zwischen 1991 und 1994 nur auf fünf Spiele im FC-Tor. Nach Stationen in Uerdingen und Hamburg brachte es Bade zwischen 2000 und 2006 dann auf 90 Ligaspiele für Köln.
  • Michael Kraft (56): Konnte sich beim 1. FC Köln nie als Stammkeeper durchsetzen. Spielte erst von 1988 bis 1990 beim FC und dann noch einmal von 1993 bis 1996.
  • Rudolf Müller (62): Pendelte gefühlt seine ganze Karriere zwischen dem 1. FC Köln und dem Wuppertaler SV hin und her, ohne je Stammspieler bei den Geißböcken zu werden.
  • Pierre Littbarski (62): War mit einem Jahr Unterbrechung von 1978 bis 1993 ein Geißbock. Nur die Spielzeit 1986/1987 verbrachte er bei RC Paris.
  • Tony Woodcock (67): Wurde 1979 von Nottingham nach Köln transferiert. Drei Jahre später ging er zum FC Arsenal, wo er vier Jahre blieb. Anschließend folgten noch zwei Saisons beim 1. FC Köln sowie zwei Spielzeiten beim Stadtnachbarn Fortuna.
  • Herbert Neumann (69): Lernte das Fußballspielen in Porz und dann beim 1. FC Köln. Zwischen 1972 und 1980 machte er 185 Bundesliga-Spiele für den FC, dann ging's nach Italien zu Udinese und Bologna. In der Saison 1982/1983 brachte er es dann noch einmal auf zehn Spiele für Köln.

Unter den genannten FC-Rückkehrern befinden sich zwei Weltmeister: Lukas Podolski holte mit Deutschland 2014 den Pokal bei der WM in Brasilien, Pierre Littbarski 1990 bei der WM in Italien. Beide Finals wurden mit 1:0 gegen Argentinien gewonnen.