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Stimmen zur bitteren U19-Pleite„Es war unglaublich, nicht in Worte zu fassen“

Torwart Mikolaj Marutzki (1. FC Köln) liegt nach dem Spiel auf dem Platz.

Torwart Mikolaj Marutzki liegt nach der Pleite der U19 gegen Inter Mailand enttäuscht auf dem Platz. 

Aktualisiert

Die U19 des 1. FC Köln hat am Mittwochabend mit 1:3 gegen Inter Mailand in der Youth League verloren. EXPRESS.de hat die wichtigsten Stimmen zum Spiel gesammelt.

Bittere Pleite vor einer Rekordkulisse! Die U19 des 1. FC Köln unterlag am Mittwochabend (4. Februar 2026) in einem dramatischen Duell Inter Mailand mit 1:3 und scheidet aus der Youth League aus. 

Vor 50.000 Zuschauerinnen und Zuschauern gingen die Italiener in Führung (49.), ehe FC-Profi Fynn Schenten in der 80. Minute den Ausgleich erzielte. In der Nachspielzeit schlug Mailand dann aber nochmal doppelt zu (90.+6./90.+9.) und beendet die Europapokal-Reise der jungen Geißböcke. EXPRESS.de hat die wichtigsten Stimmen zur Niederlage gegen Inter gesammelt.

„So schlimm und hart kann der Fußball sein“

FC-Trainer Stefan Ruthenbeck über...

...das Spiel: „Das ist total bitter. Die Jungs waren da gerade am Heulen. So schlimm und hart kann der Fußball sein. Ich glaube aber, unter dem Strich haben wir hier einem großen Klub mehr als nur Paroli geboten. Wir hatten sie nah dran am Elfmeterschießen. Da wäre ich gespannt gewesen. Mit Marutzki hätten wir einen gehabt, der Elfmeter halten kann. Es ist ein bisschen schade, dass unsere Reise durch Europa so bitter zu Ende geht.“

...das, was er seinen Spielern jetzt mitgibt: „Das ist dann auch ein Learning für die Spieler. Das haben wir im Vorfeld auch gesagt. Wir haben auch relativ zeitnah gewechselt und auch einen Dreierwechsel gehabt, damit wir einfach dann auch noch allen Jungs Minuten geben und nicht erst in der 88. Und trotzdem ist der Ausbildungscharakter auch in so einem Spiel sehr, sehr wertvoll. Und heute nehmen die echt viel mit. Das Publikum, dieser Gegner. Ich fand die Technik bei den Mailändern in vielen Situationen echt super. Ich habe den Jungs vorgesagt, wir müssen ein bisschen Straße mitbringen, um dieses Spiel dann auch für uns zu entscheiden. Viele Eins-gegen-eins-Situationen für uns dann auch gewinnen. Das ist nicht immer gelungen.“

Jonathan Friemel über...

... die Niederlage: „Ja, wir sind schon alle extrem enttäuscht. Also so hier zu verlieren, wenn wir so nah dran sind. Das 1:1 haben wir spät geschossen und dann bekommen wir eigentlich mit der letzten Aktion, glaube ich, das 2:1 rein. Wir versuchen dann nochmal alles und dann kriegen wir noch das 3:1. Aber ja, ich glaube, das Ergebnis wird uns heute einfach nicht gerecht, weil wir bis zur letzten Sekunde gekämpft haben. Aber so ist leider Fußball.“

... den Flitzer und ob er das Team aus dem Konzept gebracht hat: „Also ich selber habe es gar nicht so wahrgenommen. Ich konnte noch mal kurz durchschnaufen. Ob es jetzt die spielentscheidende Situation war oder nicht, weiß ich nicht. Im Endeffekt hatten wir dann auch noch einen Angriff gegen uns und den haben wir leider nicht verteidigt. Ich glaube nicht, dass es ausschlaggebend war.“

Luis Stapelmann über...

... die Atmosphäre vor 50.000 Zuschauern: „Es war unglaublich, also nicht in Worte zu fassen. Es war ein ähnliches Gefühl wie bei der Meisterschaft, als wir dann die Tore gemacht haben. So ein Gefühl hatte ich noch nicht in meinem Leben, bis auf das eine Mal bei der Meisterschaft.“

... das Spiel im Vergleich zum Bundesliga-Alltag: „Da war schon mehr Feuer drin, würde ich sagen. Also, die haben uns hier auf jeden Fall gar nichts geschenkt. Wir denen aber auch nicht. Es waren schon sehr harte Zweikämpfe teilweise, aber so muss das sein. Und ja, vergleichbar mit einem Bundesliga-Spiel war es nicht.“

Youssoupha Niang über...

... über die Atmosphäre kurz vor dem Spiel: „Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Das ist das, worauf man schon wartet, seit man als kleiner Junge anfängt, Fußball zu spielen. Da kriegt man einfach Gänsehaut und vor allem Lust auf das Spiel.“

... über seine Emotionen nach der Niederlage: „Ja, es ist einfach schön zu sehen, dass man auch trotz der Niederlage so eine Unterstützung von der Fanseite bekommt. Ich glaube, das ist nichts Selbstverständliches. Wir stehen da und vor uns stehen alle Fans noch in der Südkurve und bleiben für uns da, singen für uns und zeigen einfach, dass es weitergeht.“

Die Spieler von Inter Mailand jubelten am Mittwoch, 4. Februar 2026, provokant vor den Kölner Fans im Rhein-Energie-Stadion.

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