Ex-FC-Boss über Anfang-Entlassung Veh: „Musste mir eine Menge Kritik anhören“

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Markus Anfang (l.) und Armin Veh am Seitenrand währen der Partie des 1. FC Köln gegen Darmstadt 98 am 26. April 2019.

Köln – Die meisten Fans des 1. FC Köln sind heute nicht gut auf ihn zu sprechen.

Ex-Geschäftsführer Armin Veh (59) hat sich weder mit seiner Transferpolitik, noch mit dem Thema Florian Wirtz (17) oder seinem abrupten Abgang nach der Hoffenheim-Pleite im November 2019 bei den Anhängern beliebt gemacht.

Armin Veh: „Es passte eben nicht“ mit Markus Anfang

Eine seiner Entscheidungen sorgt noch immer für Diskussionen: Nach dem 31. Spieltag der Zweitliga-Saison 2018/19 feuerte er Trainer Markus Anfang (46), obwohl dieser mit dem FC auf Platz eins (sechs Punkte vor Platz drei und vier) und kurz vor dem Aufstieg stand.

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„Da musste ich mir eine Menge Kritik anhören. Auch wenn jedem Beteiligten und Beobachter klar sein musste, dass wir diese Entscheidung nicht aus dem hohlen Bauch gefällt hatten“, schreibt der 59-Jährige im „Kicker“.

Der Rauswurf sei ein Eingeständnis gewesen, dass die Annahme, mit Anfang langfristig in Köln arbeiten zu können, ein Irrtum war: „Es passte eben nicht. Und in diesem Moment sahen wir uns gezwungen zu handeln.“

Armin Veh steht hinter seiner Entscheidung

Anfang war zwar auch bei den FC-Fans nicht gerade beliebt, er stand jedoch kurz vor der direkten Bundesliga-Rückkehr. Laut Veh zählen aber nicht nur Ergebnisse für einen Trainer, vielmehr müsse die Arbeit im Alltag überzeugen. Viele Kleinigkeiten lösen sich entweder in Luft auf, oder häufen sich zu einem Berg von Problemen an.

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„Als Entscheider musst du in diesem Augenblick ganz nah an Trainer und Mannschaft sein, du musst hineinhorchen ins Team und irgendwann zu einem Ergebnis kommen“, erklärt Veh.

Der gesamte Verein müsse das Gefühl vermitteln, dass es gemeinsam noch geht. Das war bei Anfang offenbar nicht der Fall.

Armin Veh flüchtete nach verpatztem Bundesliga-Start

Veh weiter: „Das ist die Situation, in der Führungsqualitäten gefragt sind, das Gespür für das Miteinander, das Gefühl dafür, ob es tatsächlich noch hilft, wenn man die Zusammenarbeit fortsetzt.“ Bei so einer Entscheidung, den Trainer zu entlassen, übernehme man Verantwortung und zeige Charakter.

Der FC schaffte damals mit Co- und Interimstrainer André Pawlak (49) endgültig den Aufstieg. Veh holte im folgenden Sommer Trainer Achim Beierlorzer (53) von Jahn Regensburg, der allerdings nicht erfolgreich war.

Der Sportboss flüchtete anschließend nach verpatztem Bundesliga-Start aus Köln – und vor der Entscheidung, auch Beierlorzer zu feuern. (tsc)

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