Am Sonntagmorgen fällt nach einer Nacht des Nachdenkens eine Entscheidung. Lukas Kwasniok steht beim 1. FC Köln vor Aus.
Kwasniok vor AusHier fährt Kessler zum Trainer-Gipfel vor

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Thomas Kessler fährt zum Trainer-Gipfel am Geißbockheim vor.
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Es geht um die Zukunft des 1. FC Köln. Bleibt Lukas Kwasniok oder fliegt er nach dem ernüchternden Derby gegen Borussia Mönchengladbach? Am Samstagabend vertagte Thomas Kessler die Trainer-Frage noch auf den nächsten Tag.
Der Geschäftsführer wolle erstmal „eine Nacht drüber“ schlafen. Doch zwischen den Zeilen war seine Botschaft eigentlich eindeutig. Nun gehe es einzig und allein um das Wohl des 1. FC Köln: Dabei hielt er fest: „Wir können alle die Tabelle lesen. Und klar ist, dass man an irgendwelchen Stellschrauben drehen muss, damit wir mal wieder ein Spiel gewinnen.“
FC diskutiert Trainer-Szenarien
Am frühen Sonntagmorgen steigt nun der Trainer-Gipfel. Das geplante Training wurde abgeblasen. Normalerweise gibt es nach Samstagsspielen um 10.30 Uhr eine Einheit für alle, die nicht so lange zum Einsatz kamen. Zunächst trudelten um 8.30 Uhr einige Athletiktrainer ein. Um kurz vor 9 kamen dann Lukas Berg und Thomas Kessler vorgefahren, wenig später René Wagner.
Der bisherige Co-Trainer von Kwasniok gilt als Favorit auf die Nachfolge. Er soll auch derjenige sein, der die Kabine zusammenhält, während Kwasniok in den vergangenen Tagen immer mehr Spieler in der Kabine emotional verloren habe.
Die Kommunikation mit den Profis soll teilweise aufs Minimum reduziert worden sein. Stattdessen wurde René Wagner zur Haupt-Ansprechperson für die FC-Profis. Wagner hat auch die Uefa-Pro-Lizenz und soll im künftigen Trainerteam eine größere Rolle spielen.
Denn die Verantwortlichen sind auch der Ansicht, dass nicht alles schlecht war in den vergangenen Spielen. Die Mannschaft hat sich nie hängen lassen, die Leistungen waren überwiegend in Ordnung, nur die Ergebnisse fehlten halt.
Der Haken bei Wagner: Es wäre kein Neustart. Diskutiert wird daher auch eine Doppel-Lösung mit Stefan Ruthenbeck (53). Er soll im Sinne des Vereins seine Bereitschaft signalisiert haben. 2017/18 war Ruthenbeck schon einmal Profi-Trainer, konnte den Abstieg aber nicht mehr verhindern.
Eine andere naheliegende Lösung wird es dagegen dieses Mal nicht. Denn laut EXPRESS.de-Informationen gab es bis Sonntagvormittag keinen Kontakt zu Friedhelm Funkel. Der Trainer-Routinier hatte den FC vergangene Saison im Endspurt zum Aufstieg geführt und ist beim FC eigentlich regelmäßig in der Verlosung, wenn es etwas zu retten gibt.
Eine endgültige Entscheidung wird aber wohl erst gegen Nachmittag fallen, denn erst dann tagt der Gemeinsame Ausschuss. Das Gremium entscheidet über wichtige Personalien - wie etwa auch den Cheftrainer.

