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15. März 1981 BSC Saturn Köln: Basketball vom anderen Stern!

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Das Saturn-Meisterteam von 1981: Hinten v.l.: Co-Trainer  Gerd Samberger, John Neumann, Michael Pappert, Klaus Zander, Rainer Schulte, Sebastian Brunnert, Trainer Torry Schober, Klubchef Jochen Kölsch. Vorne v. l.: Mäzen Fritz Waffenschmidt, Bernd Steffen, Hans-Günter Ludwig, Tom Lohse, Holger Arpe, Jörg Heidrich.

Köln – Heute krebsen  die Kölner Basketballer unter dem Namen RheinStars im Niemandsland der 2. Bundesliga herum – vor genau 35 Jahren spielte man in Köln hingegen Basketball von einem anderen Planeten. Der erst vier Jahre zuvor gegründete BSC Saturn Köln sicherte sich am 15. März 1981 erstmals den deutschen Meistertitel! Und obendrein noch den DBB-Pokal dazu.

Einen Spieltag vor Ende der Bundesliga-Runde – an Playoffs war in dieser Zeit noch gar nicht zu denken – besiegten die Kölner Riesen vom BSC Saturn in der ASV-Sporthalle in Müngersdorf den TuS 04 Leverkusen mit 100:85 Punkten und waren an der Tabellenspitze nicht mehr einzuholen.

Der Titel war ein kleines Wunder, denn nur vier Jahre zuvor drohten dem Basketball in Köln die Lichter auszugehen. Seit 1975 spielte der ASV Köln   in der Bundesliga. Doch das nötige Geld fehlte.

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Holger Arpe und Jörg Heidrich köpfen bei der Meister-Sause eine Flasche Champagner.

ASV-Ehrenpräsident Manfred Germar, damals noch Sportwart des Klubs: „Die Basketball-Mannschaft war mit unserem internationalen Leichtathletik-Sportfest nicht mehr finanzierbar.“ Er suchte einen Geldgeber – und wie der Zufall es will, fand er die Rettung  im Flugzeug. Germar erinnert sich: „Saturn-Besitzer Fritz Waffenschmidt saß mit seiner Frau Anni in der Reihe hinter uns. Wir überzeugten ihn, beim Basketball einzusteigen.“

Später traf man sich bei einem Abendessen und machte Nägel mit Köpfen. Germar: „Ich sagte zu  Fritz Waffenschmidt: Mit 500.000 DM werden Sie Deutscher Meister!“

Der Geschäftsmann ließ sich darauf ein. Der ASV gab die Basketball-Abteilung 1977 ab, Waffenschmidt gab dem Klub seinen Vereinsamen: Von da an gingen die Basketballer als BSC Saturn Köln auf Korbjagd.
Und das richtig erfolgreich. Schon in der zweiten Saison wird Saturn Pokalsieger, in der dritten Saison sogar Double Sieger!  Beim ersten Meistertitel klinkte Mäzen Fritz Waffenschmidt einen Jamaika-Urlaub und einen Farbfernseher für jeden Spieler aus.

Insgesamt holten die BSC-Basketballer in den 80er-Jahren vier Meistertitel, doch mit dem Rückzug von Waffenschmidt als Geldgeber war das Ende der Herrlichkeit abzusehen. Bleibt die Erinnerung an rauschende Basketball-Feste in der ASV-Sporthalle...

Werdegang der Kölner Klubs

1975 ASV Köln in der Basketball-Bundesliga

1978 BSC Saturn Köln übernimmt die Lizenz des ASV in der Bundesliga.

1984 Mäzen Fritz Waffenschmidt steigt aus.

1989 Der türkische Sponsor Galatasaray steigt ein und wird Namensgeber.

1990 Galatasaray Köln meldet Insolvenz an – das Basketball-Aus in Köln.

1999 Die Vereine BasCats und DJK Köln-Nord gründen die Spielgemeinschaft Cologne 99ers.

2001 99ers erhalten als Regionalligameister eine Wildcard für Bundesliga und nennen sich RheinEnergy Cologne.

2002 Namensänderung in RheinEnergie Cologne

2003 Namensänderung in RheinEnergie Köln

2007 Hauptsponsor RheinEnergie steigt aus.

2008 Mäzen Herbert Zimmer ist pleite. Insolvenz, Umbenennung in 99ers

2009 2. Insolvenz und Rückzug vom Spielbetrieb

2013 99ers bilden mit MTV Köln die Spielgemeinschaft RheinStars.