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Zombies im ARD-Krimi?Hartmann verrät Ina Müller kuriosen „Tatort“-Wunsch

In der jüngsten Ausgabe von „Inas Nacht“ begrüßte Ina Müller „Tatort“-Star Jörg Hartmann zum lockeren Schnack. (Bild:  NDR / Morris Mac Matzen)

In der jüngsten Ausgabe von „Inas Nacht“ begrüßte Ina Müller „Tatort“-Star Jörg Hartmann zum lockeren Schnack. (Bild: NDR / Morris Mac Matzen)

„Lecker Pils“ mit dem Dortmunder OB und Nobelpreis-Ambitionen als Jugendlicher: Peter Hartmann plauderte bei „Inas Nacht“ aus dem Nähkästchen. Außerdem skizzierte der „Tatort“-Star die gewagte Vision seines gewünschten Abgangs beim ARD-Krimi.

13 Jahre, 28 Fälle - und eine Konstante: Im Dortmunder „Tatort“-Revier führt seit mehr als einem Jahrzehnt kein Weg an Kommissar Peter Faber vorbei. Der streitbare, weil abgründige Kriminaler wird seitdem von Peter Hartmann verkörpert. Und das kann auch noch gut und gerne eine Weile so weitergehen, wenn es nach dem Schauspieler geht. Erst wenn er irgendwann merke, nur noch „Dienst nach Vorschrift“ zu machen, sei die Zeit für den Abschied vom ARD-Krimi gekommen, verriet Hartmann zu Gast bei „Inas Nacht“.

Und doch hat er sich schon über seinen „Tatort“-Abgang Gedanken gemacht. „Tot ist langweilig, das kann ja sogar Frau Bönisch“, scherzte er über den tragischen Tod seiner Polizei-Kollegin, der er kurz zuvor seine Gefühle gestanden hatte. „Gerade waren wir alle glücklich, sie haben sich gefunden - Zack, tot“, kommentierte Ina Müller lakonisch. Für Fabers Ende schwebe ihm Anderes vor, wie der 56-Jährige ausholte.

Peter Hartmann fürchtet wegen „Tatort“-Idee: „Nicht, dass die Kölner das jetzt klauen“

Er skizzierte ein Szenario, in dem Bergmänner-Zombies Dortmund heimsuchen würden. Der einzige Ausweg in seinem Gedankenspiel wäre, dass Faber höchstselbst den Fluch brechen könne, indem er gemeinsam mit den Zombies in den Abgrund steige. „Da bist du auf Tukurs Spuren“, witzelte Müller mit Verweis auf die oft experimentellen Krimis von Hartmanns „Tatort“-Kollege Ulrich Tukur.

Gleichwohl urteilte sie: „Wenn es nicht albern aussehen soll, viel zu teuer.“ Stattdessen gab sie ihm den Rat, zu „warten, bis die KI-Animation so weit ist, dass es ratzfatz geht“. Hartmann befürchtete mit einem Augenzwinkern dagegen etwas anderes: „Jetzt ist es raus, nicht dass die Kölner das jetzt klauen.“

Bei „lecker Pils“ sprach sich Jörg Hartmann mit dem Dortmunder OB aus

Überhaupt habe ihn erst die kontroverse Figur von Peter Faber (“ein Typ, der eigentlich auch auf der anderen Seite des Gesetzes sein könnte“) überzeugt, beim „Tatort“ mitzumachen. „Wenn ich ehrlich bin, ging mir das schon auf den Sack, bevor ich das angenommen habe“, gestand Hartmann mit Blick auf die hohe Dichte an Krimis in der deutschen TV-Landschaft. Der schroffe Ermittler habe ihm auch Gegenwind eingebracht, gerade anfangs, wie er sich erinnerte.

Nicht nur die Polizeigewerkschaft störte sich am Bild des psychisch kaputten Ermittlers. Auch der ehemalige Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau beklagte das schlechte Licht, das der Fernsehkrimi auf die Ruhrpott-Stadt werfe. Später habe sich der Darsteller jedoch bei „lecker Pils“ mit dem Amtsträger ausgesprochen und festgestellt: „Ist echt ein feiner Kerl.“

Zur Schauspielerei habe er einst dank seiner Deutschlehrerin und deren Theater-AG in der Schule gefunden, erinnerte sich Jörg Hartmann. Zuvor habe er Biologe als Berufsziel anvisiert: „Da sah ich mich in meiner jugendlichen Hybris schon den Nobelpreis entgegennehmen.“ Doch mit Umwegen über die Koch-AG (Ina Müller: „Du wolltest Girls klarmachen am Kopftopf?“) habe er schließlich sein Talent für die Schauspielerei entdeckt. (tsch)