Opfer noch jugendlich Düsseldorferin in Köln vergewaltigt – Polizei sucht nach diesem Mann 

„Bis 2019“ Offene Worte: So hart war die Zeit für Giovanni Zarrella nach Bro’Sis wirklich

Giovanni Zarrella singt beim Event „Lieblingslieder“ in Bonn.

Er ist der Mann für die gute Laune und die Prise Italien-Feeling: Giovanni Zarrella (hier am 6. August 2022 in Bonn) geht bald auf Tour.

Giovanni Zarrella veröffentlicht mit „Per Sempre“ sein neuestes Album und geht anschließend auf große Solo-Tour. Vor den ersten Konzerten hat er uns ein großes Interview gegeben.

Langweilig wird es Giovanni Zarrella (44) in diesen Tagen gewiss nicht. Erst ein Auftritt in der Schweiz, dann in Monheim. Tags darauf eine TV-Sendung in Hamburg, Performance im ZDF-Fernsehgarten. Anschließend drei Tage Tour-Probe, Konzert in Österreich, Album-Release-Party in Köln.

Am 19. August erscheint „Per Sempre“, das neue Album des Kölner Sängers, am 2. September startet dann die große Live-Tour durch 18 Städte. Am 25. September ist Giovanni Zarrella beispielsweise in der Mitsubishi Electric-Halle in Düsseldorf zu erleben. Vor diesen aufregenden Wochen nahm sich der Entertainer noch Zeit für ein ausführliches Gespräch mit EXPRESS.de.

Giovanni Zarrella: Erste große Solo-Tour durch 18 Städte

Zuletzt hatte Ihre neue Single „Non puoi lasciarmi cosi“ mehr Aufrufe als die neue Single von Robbie Williams. Wie stolz sind Sie?
Giovanni Zarrella: Das ist schon etwas sehr Aufregendes, wenn so ein neues Baby auf die Reise geht. Die ersten drei Singles sind schon sehr gut angekommen. 

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Im Original heißt der Song „Quit Playing Games“ von den Backstreet Boys. Wie kam es dazu?
Giovanni Zarrella: Als ich Teenager war, wollten meine Kumpels und ich gerne wie die Backstreet Boys sein. Die waren beliebt, hatten coole Klamotten, lebten in tollen Hotels, gönnten sich gutes Essen. Diese Gedanken von der großen weiten Welt haben uns damals total beflügelt. Witzigerweise gehen die Jungs kurz nach mir auf Tour. Das werde ich mir natürlich auch live mit meiner Frau anschauen.

Warum bleiben Sie dem Trend, bekannte Songs zu covern, treu?
Giovanni Zarrella: Nach den ersten beiden Alben, die deutsche Hits auf Italienisch enthielten, wollte ich unbedingt noch einmal eine Platte machen, mit internationalen Songs, die mir viel bedeuten. Diese Lieder haben meinen bisherigen Weg gekennzeichnet. Dass ein Song von Abba, der Kult-Band schlechthin, dabei sein muss, war mir klar. Auch „Angels“ von Robbie Williams wollte ich singen. Das Lied war damals für mich das Signal, dass es für einen Künstler nach einer erfolgreichen Zeit in einer Band auch solo erfolgreich weitergehen kann. Diese Hoffnung hatte ich nach meiner Bro’Sis-Zeit auch.

Gibt es auch Titel, die Ihnen und Ihrer Frau Jana Ina besonders viel bedeuten?
Giovanni Zarrella: Wir hatten damals eine Playlist für unsere Hochzeits-Band vorbereitet. Davon habe ich drei Titel nun auf Italienisch gesungen, die uns besonders wichtig waren: „The Power of Love“, „Careless Whisper“ und „Home“. Alleine, dass ich diesen Song gemeinsam mit Michael Bublé als Duett aufgenommen habe, konnte ich eigentlich gar nicht fassen. Das war ein Geschenk für mich. Als das passiert ist, habe ich Jana Ina gesagt: Dieser Moment wäre nie gekommen, wenn ich auf halber Strecke aufgegeben hätte. Nachdem es 2005 mit Bro’Sis vorbei war, hatte ich bis 2019 ja eine harte Durststrecke ohne große Aufmerksamkeit und Relevanz, was meine Musikkarriere anging.

Giovanni Zarrella: Bis 2019 hatte ich eine harte Durststrecke 

Dann schlug Ihr Album „La vita è bella“ voll ein.
Giovanni Zarrella: Da begann mein zweites musikalisches Leben. Plötzlich erfüllten sich so viele Wünsche. Roland Kaiser hat mich im vergangenen Dezember beispielsweise gefragt, ob wir zusammen „To All the Girls I've Loved Before“ singen können. Dass solch eine Legende mich um ein Duett fragt, hat mich sehr gefreut. Dieser Titel erscheint nun auf seinem neuen Album. Das ist derzeit wie ein Märchen, indem ich täglich eine neue Seite aufschlagen darf. Wichtiger als der Erfolg ist mir vor allem die Anerkennung, die ich derzeit erfahre.

Wie weit ist Ihr geplantes Duett mit Maite Kelly?
Giovanni Zarrella: Wir arbeiten noch dran. Wenn alles gut läuft, wollen wir den Song noch in diesem Jahr präsentieren. Es soll aber wirklich ein besonderes Lied werden. Maite ist dafür bekannt, Titel zu machen, die ans Herz gehen. Wir wollen den nächsten großen schönen Song aufnehmen.

Giovanni Zarrella: Duett mit Maite Kelly soll bald erscheinen

Wieso kommt Ihr Konzept mit den Coversongs so gut an?
Giovanni Zarrella: Es ist eine Mischung aus der Sehnsucht nach einer gewissen Zeit, nach Gefühlen, die ich vielleicht damit stille. Das ganze gepaart mit der italienischen Sprache, die eine Wärme hat und dich umarmt. Ich möchte den Fans Liebe geben. Ähnlich wird es auch auf der Tour. Die Leute sollen für zwei, zweieinhalb Stunden abschalten und eine gute Zeit genießen. Ich möchte die Erwartungen erfüllen, weil die Fans die Qualität der TV-Show kennen und das verdient haben.

Was werden Sie den Fans bei den Konzerten bieten?
Giovanni Zarrella: Es wird wie ein Kurz-Trip nach Italien. Ich spiele mit meiner Live-Band, die aus meinen TV-Shows bekannt ist, die Songs aus meinen drei Alben, aber auch große Evergreens wie „O Sole Mio“, „Sempre Sempre“ oder „Lasciatemi Cantare“. Die Zuhörer sollen sich wie an der Adria oder beim Lieblings-Italiener fühlen. Zudem wird es auch in vielen Städten Gäste geben.

Jana Ina und Giovanni Zarrella kommen zur Charity-Veranstaltung "Tribute to Bambi" in das Hotel «Titanic Chaussee Berlin».

Seit 2005 ist Giovanni Zarrella mit Jana Ina verheiratet. Gemeinsam treten sie oft auf Veranstaltungen (wie hier am 14. Oktober 2021) auf. 

In Düsseldorf beispielsweise die Schulklasse Ihrer Tochter.
Giovanni Zarrella: In ihrer Schule stand das Thema Musik auf dem Stundenplan. Da bin ich in die Klasse gegangen und habe den Musiklehrer gespielt. Gemeinsam haben wir „Senza Te (Ohne dich schlaf‘ ich heut Nacht nicht ein)“ gesungen. Dies will die Klasse nun auf der Tour mit mir singen. Mit Eltern und Geschwistern werden rund 100 Menschen aus Köln kommen. Ich hatte natürlich auch den großen Wunsch, in Köln zu spielen. Aber mein Freund Stefan Löcher hatte leider keinen Termin in der Lanxess-Arena frei, der in den Plan gepasst hätte.

Viele Künstlerinnen und Künstler erleben gerade, dass die Fans beim Ticketkauf sehr zurückhaltend sind.
Giovanni Zarrella: Man merkt, dass die Menschen viele Sorgen haben. Wir stecken in der Endphase eine Pandemie, die Inflation ist extrem, vor der Haustür tobt ein Krieg. Zudem haben viele auch noch Tickets aus den vergangenen drei Jahren zu Hause. Man kann derzeit an einem Abend locker 15 verschiedene Konzerte besuchen. Das ist eine große Herausforderung für uns alle.

Kasalla haben deshalb ihre Tour abgesagt.
Giovanni Zarrella: Ich fand das von den Jungs toll, wie ehrlich sie beispielsweise das Problem des schleppenden Ticketverkaufs benannt haben. Das ist der richtige Schritt, weil die Menschen hören müssen, was los ist. Die Unterhaltung und die Kultur sind unheimlich wichtig, um sich in diesen Zeiten auch mal abzulenken. Ich kann aber auch alle verstehen, die sagen, dass es derzeit nicht geht.

Giovanni Zarrella: Ich möchte ein guter Papa und Ehemann sein

Album, Tour, TV-Show: Was reizt Sie noch?
Giovanni Zarrella: Derzeit passieren genau die Dinge, die ich liebe. Ich singe, gehe auf Tour, habe eine wunderschöne Abendshow im ZDF. Ich möchte nichts anderes machen. Denn, ich möchte auch noch ein guter Papa und Ehemann sein. Meine Eltern sind kerngesund, ich habe eine tolle Frau und wundervolle Kinder. Die Musik erfüllt mich unheimlich, aber noch wichtiger ist mir zu sehen, wie sich meine Kinder entwickeln. Ich genieße auch die Zeit auf dem Fußballplatz mit den Alten Herren. So ein Stück Normalität brauche ich auch.

Derzeit ist die Mallorca-Musik sehr erfolgreich. Wie stehen Sie als Schlagersänger dazu?
Giovanni Zarrella: Ich verstehe total, dass diese Art von Musik Menschen erreicht, die Lust haben, abzufeiern. Jede Art von Musik hat ihre Daseinsberechtigung, genauso wie Hard Rock, Pop oder Schlager. Aber ich fühle mich nun mal mit meinen Songs, die nach Espresso und Urlaub in Italien klingen, wohl.

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