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„Ich bin echt sauer” „Grill den Henssler”: Moderatorin erwischt Henssler beim Betrügen

Laura Wontorra am 23. Mai bei „Grill den Henssler”

Moderatorin Laura Wontorra moderierte das Staffel-Finale am 23. Mai 2021 bei „Grill den Henssler”.

Köln – Nicht nur Laura Wontorrras Minirock war eng. „Das war ein knappes Höschen”, lautete die übereinstimmende Meinung, als zum Abschluss der Frühlingsstaffel von „Grill den Henssler” der hauchdünne Gesamtsieg (88:86) des „Koch-Königs” feststand.

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  • Christian Rach flippt beim Nachtisch aus

Die Promis (Sängerin Mandy Capristo, TV-Legende Jürgen von der Lippe und Comedian Olaf Schubert) und ihre Koch-Coaches (Jennifer und Nathalie Dienstbach) - allesamt Debütanten am GdH-Grill - verlangten dem Maître alles ab.

Steffen Henssler gewinnt bei „Grill den Henssler”

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„Knapp, aber egal!”, war Henssler am Ende sichtlich erleichtert.

Wie's bei Speisen oft so ist: Es blieb ein schaler Nachgeschmack. Denn bei der entscheidenden Nachspeise holte sich Henssler auf unerlaubte Weise Hilfe: Er ließ sich von Assistent Rowan googeln, was eine Linzer Torte überhaupt ist.

Laura Wontorra bekam es spitz und ließ kurz davon ab, Mandy Capristo zuzutexten. „Ich bin echt sauer!”, fauchte sie. Und war enttäuscht von Rowan.

Steffen Henssler und Laura Wontorra bei „Grill den Henssler”

Steffen Henssler und Moderatorin Laura Wontorra sind mittlerweile ein eingespieltes Team bei „Grill den Henssler”.

Hensslers Erklärung: „Der ist an einer Show-Karriere interessiert. Früher musste man sich hochschlafen, heute muss man sich hochgoogeln.” Es blieb dann aber doch bei einer „gelben Karte”.

Jennifer und Nathalie Dienstbach sorgen bei „Grill den Henssler” für gute Laune

Dass der Staffelabschluss wirklich vergnüglich war, lag vor allem an den Gästen. Allein die Grinse-Zwillinge Jennifer und Nathalie Dienstbach (Laura Wontorra: „Bewahrt euch eure Warmherzigkeit!”) sorgten für gute Laune.

Die verflog nur bei der Wertung des Impro-Gangs kurz. Juror Christian Rach fand verkokelte Brokkoli und ein Haar auf dem Teller - nur drei Punkte. Die Twins und ihre Promis verloren 15:21.

„Les Deux Dienstbach”: „Wir wollten zum Anfang ein bisschen tiefstapeln.” Henssler hämelte: „Das ist euch gelungen.”

Rach mahnte den Hochmütigen, den Ball flach zu halten. „Aufpassen, da kommen noch drei Gänge!” Er sollte Recht behalten...

Steffen Henssler macht Wette mit Olaf Schubert zu dessen Pullunder

Denn Olaf Schubert (bürgerlich: Michael Haubold) überraschte Henssler nicht nur mit der Speisenwahl „Ei Benedict” (Henssler: „Wow, das ist mal ne Ansage! Ich bin echt verwirrt!”), sondern auch mit Kochkompetenz.

Die Jury wertete sein „Papst-Ei” (O-Ton Schubert) durchgängig besser: Schubert drehte dank des 24:17 die Kochpartie!

Weil sich Henssler zu einer Wette um Schuberts skurrilen Pullunder verleiten ließ, wird er in der nächsten Show dessen „Signature Outfit” tragen müssen. Schubert lächelnd: „Der Pullunder geht auf dem Postwege zu!”

Komiker Jürgen von der Lippe in Kampflaune bei „Grill den Henssler”

TV-Legende Jürgen von der Lippe agierte ganz anders, als man ihn gemeinhin als Moderator und Witzerzähler kennt: stoisch ruhig, wortkarg.

Plaudertasche Wontorra hielt er sich mit göttlicher Hilfe vom Leib. „Ich habe zum Gebet gefunden. ich sage einfach: Lieber Gott, nimm sie weg und schicke sie zu Steffen.”

Was er aber sagte, hatte so viel Biss wie sein ”arabisches Huhn im Lavash-Brot mit Ananas-Gurkensalat”. Von Moderatorin Wontorra nach Tipps für Jung-Moderatoren gefragt, empfahl von der Lippe: „Zeitreise nehmen und zurückreisen in die Zeit, als es bei den Sendern noch mehr Geld, mehr Mut und weniger Frühstücksdirektoren gab.”

Jürgen von der Lippe gewinnt gegen Steffen Henssler

Weiter meinte er: „Heute wird in den Brainstormings zu viel zerredet. Und selbst wenn man sich einigt, dann findet irgendein Direktor doch noch das Haar in der Suppe.”

In seinem Gericht fand sich keines: Er kochte „genial” (Christian Rach) und siegte 25:24. Laura Wontorra: „Es hat sich gelohnt, nicht mit mir zu reden.”

„Grill den Henssler” weckt Kindheitserinnerungen bei Mandy Capristo

Ex-Monrose-Sängerin Mandy Capristo war in der Abwehrhaltung weniger konsequent. Aber auch ohne Wontorra war sie hibbelig und fahrig. „Ich bin schon nervös, seit ich für die Show zugesagt habe.”

Sängerin Mandy Capristo am 23. Mai bei „Grill den Henssler”

„Grill den Henssler” weckte bei Mandy Capristo Kindheitserinnerungen.

Das hatte, so Capristo, auch Gründe: „Meine Kochkünste sind grenzwertig. Bei mir hat auch schon mal die Küche gebrannt.”

Es wurde noch schlimmer, weil aller Druck auf ihr lastete. „Jetzt musst du es richten”, meinte Jürgen von der Lippe, nachdem Henssler dank der letzten Küchen-Competition mit 68:67 in Führung gegangen war.

So hing alles an Capristos „Linzer Misu”, einem Rezept ihrer Mutter. „Das bedeutet Kindheitserinnerungen - und jede Menge Druck”, stöhnte sie.

Mandy Capristo will keine Fußballer-Beziehung mehr

In der Küche verwirrt, in der Beziehungsansage glasklar. Als Henssler ihr unterstellte, ihr neuer Freund sei wieder ein Fußballer - er schwindelte: „Die Laura hat's gesagt...” -, reagierte die Ex von Star-Kicker Mesut Özil eindeutig: „Whaaat? Fußballer? Nie wieder!”

Beim Nachtisch schieden sich auch endlich wieder die Jury-Geister. Die Mischung aus Linzer Torte und Tiramisu verwirrte Mirja Boes.

„Auf Blau ist's mehr Linzer und auf Rot mehr Misu”, meinte sie und konstatierte: „Das ist wie eine Linzer Torte gefangen im Körper einer Tiramisu.” Ihre Wertung (7:6 für Henssler) kommentierte Rach mit hörbarem Schnauben. Boes: „Oh, ich spüre schon den schalen Atem von Christian.”

„Grill den Henssler”: Christian Rach wird beim Nachtisch sauer

Es kam noch schlimmer für den „Mäkel-Onkel” Rach: Reiner Calmund, das Dessert-Leckermäulchen, gab neun Punkte für Henssler und sogar die Höchstnote für Capristo.

Rach verzweifelte fast. Er kristisierte knallhart: „Ich liebe Linzer Torte, ich mag Tiramisu. Aber aus beiden eins zu machen, da kann nur das rauskommen, was auf den Tellern ist: nix!” Seine Laune - und seine Wertung - waren „im Keller”. 4:3 für Henssler.

Damit entschied er nicht nur die Nachspeise (20:19), sondern auch die Gesamtwertung zugunsten von Henssler. Der „Koch-König” war erleichtert („Knapp, aber egal!”) und dankbar: Er hatte sich einen Pappaufsteller von Rach geschnappt und drückte ihm einen dicken Knutscher aufs Gesicht.

Ende gut, alles gut: Henssler gewann die Frühjahrsstaffel doch noch souverän mit 5:2 Siegen. Bald geht es mit vier Sommer-Specials aus der Open-Air-Küche im Elbauenpark von Magdeburg weiter, ohne Strom, aber am offenen Grillfeuer. (tsch)

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