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Nach 29 JahrenRusslands Atom-Monster ist wieder im Einsatz

Ein russisches Kriegsschiff bei einem Manöver im Gewässer vor Severomorsk (Symbolfoto)

Copyright: IMAGO/ZUMA Press

Ein russisches Kriegsschiff bei einem Manöver im Gewässer vor Severomorsk (Symbolfoto)

Fast 30 Jahre lag er im Dock – jetzt zeigen Satellitenbilder: Russlands mächtigstes Atom-Kampfschiff ist zurück. Und das direkt an der Nato-Grenze.

Er ist 251 Meter lang, atomgetrieben und trägt bis zu 710 Mann Besatzung: Russlands schwerer Raketenkreuzer „Admiral Nakhimov“ ist nach 29 Jahren ohne Einsatz wieder einsatzbereit.

Das teilt die norwegische Plattform „The Barents Observer“ mit, die Satellitenbilder ausgewertet hat

.Das 40 Jahre alte Schiff wurde über Jahre restauriert und nun in seinen Heimathafen Severomorsk zurückgebracht – nordöstlich von Murmansk, direkt an der finnischen Nato-Grenze. Norwegische Experten haben den Koloss auf den Aufnahmen eindeutig identifiziert: Er wurde in den vergangenen Wochen im Hafengebiet getestet.

Severomorsk liegt in der Kola-Bucht, dem Hauptquartier der russischen Nordflotte – und ist trotz seiner Lage nördlich des Polarkreises dank warmer Atlantikströmungen ganzjährig eisfrei. Von hier aus können russische Schiffe ungehindert in die Barentssee und den Atlantik auslaufen. Die Region gilt als zentral für Russlands seegestützte nukleare Abschreckung: In der Nähe liegen wichtige Stützpunkte für ballistische Raketen-U-Boote.

Genau hier soll die „Admiral Nakhimov“ künftig eine Schutzfunktion übernehmen: Mit Luftabwehr-, U-Boot-Abwehr- und Seeziel-Fähigkeiten kann sie andere russische Schiffe absichern. Das berichtet das „Military Watch Magazine”. Schon im Kalten Krieg war die Nordflotte darauf ausgelegt, Nato-Trägergruppen abzuwehren und sowjetische U-Boot-Stützpunkte zu schützen.

Die technischen Daten des Schiffs sind beeindruckend: rund 24.300 Tonnen Verdrängung im Standard, bis zu 28.000 Tonnen voll beladen, eine Höchstgeschwindigkeit von 32 Knoten. Vom Stapel gelaufen war der Kreuzer bereits am 25. April 1986. (mt)

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