Dutzende Drohnen über Moskau abgeschossen! Der Angriff legt den Flugverkehr lahm und trifft die russische Öl-Industrie.
Öl-Depot in FlammenMassiver Drohnen-Angriff auf Russland, Flug-Chaos in Moskau

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Die russische Flugabwehr will am Morgen mehr als 20 Drohnenangriffe auf Moskau abgewehrt haben. (Archivbild)
In Moskau, der russischen Hauptstadt, wurden laut Bürgermeister Sergej Sobjanin etwa 60 Drohnen aus der Ukraine vom Himmel geholt. Eines der Flugobjekte traf demnach das Areal einer Öl-Verarbeitungsanlage. Glücklicherweise kamen bei dem Vorfall keine Menschen zu Schaden.
Rettungskräfte kümmern sich aktuell um die Beseitigung der Wrackteile von den abgewehrten Fluggeräten. Die Attacke sorgte für ein riesiges Durcheinander im Luftverkehr: An sämtlichen vier Airports der Metropole führten die Warnungen vor den Drohnen zu massiven Behinderungen. Zunächst setzten die Airports Domodedowo und Schukowski den Betrieb aus, woraufhin auch Scheremetjewo und Wnukowo alle Starts sowie Landungen stoppten.
Airports im Ausnahmezustand
Das hat bittere Folgen für viele Russen, gerade jetzt zur Urlaubszeit: Beinahe täglich kommt es zu Flugstreichungen und langen Verzögerungen. Von offizieller Seite gab es am Morgen eine Meldung des Verteidigungsministeriums, wonach landesweit insgesamt 172 Drohnen in unterschiedlichen Gebieten neutralisiert wurden. Details zu eventuellen Einschlägen oder entstandenen Zerstörungen nannte die Behörde allerdings nicht.
Die Attacken aus der Ukraine hatten wieder Einrichtungen der Ölbranche im Visier. Diese spielen für die russische Kriegsmaschinerie eine Schlüsselrolle. Im südlichen Teil Russlands, genauer in der Krasnodar-Region, traf es ein Treibstoffdepot in der Ortschaft Poltawskaja, das daraufhin Feuer fing. Dies wurde von den lokalen Stellen bestätigt.
Öl-Depot steht in Flammen
Wegen der Attacke wurde außerdem eine Landstraße komplett dichtgemacht. Auf Social-Media-Plattformen machten Clips die Runde, auf denen eine gewaltige Rauchsäule zu sehen war. Ob diese Aufnahmen authentisch sind, war zunächst allerdings unklar.
Die Ukraine verfolgt mit den Attacken auf die russische Öl-Infrastruktur ein klares Ziel: die Versorgungslinien für das Militär zu kappen. Außerdem sollen die Angriffe den Energieexport empfindlich treffen, welcher dem Kreml Milliarden für die Kriegsführung einbringt. Diese Strategie scheint bereits Früchte zu tragen: An vielen Orten haben die Attacken auf Raffinerien und Depots schon für Sprit-Knappheit und höhere Kosten an den Tankstellen gesorgt. (dpa/red)
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