Trübe Aussichten: Konjunktur kommt nicht in Fahrt, Arbeitsplätze wackeln.
Düstere Prognose für DeutschlandTausende Jobs in Gefahr – das sind die Gründe

Copyright: Daniel Karmann/dpa
Die Konjunktur in Deutschland kommt einer Prognose des IAB zufolge nur schwer voran. (Symbolbild)
Ein Dämpfer für Deutschlands Konjunktur: Für das Jahr 2026 prognostiziert das Forschungsinstitut für den Arbeitsmarkt (IAB) eine Stagnation. Die Wirtschaft soll kaum zulegen. Wie die „dpa“ berichtet, rechnen die Nürnberger Fachleute mit einem Zuwachs von gerade einmal 0,8 Prozent.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Insbesondere weltpolitische Unsicherheiten, wie der in der Analyse erwähnte Konflikt im Iran, dämpfen die Aussichten. Dieser Krisenherd allein könnte die Konjunktur um 0,2 bis 0,3 Punkte schwächen.
Weniger Arbeitskräfte: Demografie wird zum Problem
Aber auch der demografische Wandel hinterlässt Spuren. Die Gesamtzahl der potenziellen Arbeitskräfte, also aller Personen, die theoretisch arbeiten könnten, geht erstmalig zurück. Sie schrumpft um 40.000 auf nun 48,62 Millionen Menschen. Die Ursache ist klar: Immer mehr Angehörige der geburtenstarken Babyboomer-Generation erreichen das Rentenalter, was den Mangel an qualifizierten Leuten weiter zuspitzt.
Die Konsequenzen sind spürbar: Im Schnitt wird die Arbeitslosenzahl um 40.000 zunehmen. Laut der IAB-Vorhersage konzentriert sich dieser Zuwachs hauptsächlich auf die ersten sechs Monate des Jahres. Im weiteren Verlauf könnte die Zahl sogar wieder etwas sinken.
Industrie in der Krise: 140.000 Jobs fallen weg
Neue Stellen gibt es fast ausschließlich im öffentlichen Sektor, dem Gesundheitswesen und im Bildungsbereich. Ein komplett anderes Bild zeigt sich in der Industrie, die gerade für die Menschen in Köln und Umgebung eine große Rolle spielt. Dort geht die Zahl der Beschäftigten weiter zurück.
Laut der Vorhersage werden einzig in dieser Branche 140.000 Stellen gestrichen. „Der Irankrieg und die damit verbundenen Energiepreissteigerungen und Handelsstörungen belasten die Beschäftigungsentwicklung in der Industrie zusätzlich“, erläutert der IAB-Wissenschaftler Enzo Weber.
Die Lage bleibt damit schwierig. Zahlreiche Beschäftigte blicken einer ungewissen Zukunft entgegen (red).
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

