2

Preis-Schock an der ZapfsäuleUmfrage zeigt: Fast ein Drittel der Deutschen lässt das Auto stehen

Spritpreise

Copyright: Bernd Weißbrod/dpa

Umfrage: Viele lassen Auto wegen hoher Spritpreise stehen. (Symbolbild)

Hohe Spritpreise: Jeder Dritte lässt das Auto stehen.

Der Konflikt im Iran macht das Tanken unbezahlbar und zwingt viele zum Umdenken: Eine aktuelle Erhebung zeigt, dass beinahe ein Drittel der Autofahrer in Deutschland den Wagen jetzt häufiger stehen lässt. Das Auto bleibt in der Einfahrt – weil die Spritkosten einfach explodieren.

Besonders die Jüngeren spüren den Druck. „Bei den unter 30-Jährigen machen das sogar 35 Prozent“, meldet die Teambank basierend auf ihrem regelmäßig erhobenen „Liquiditätsbarometers“. Zugleich haben viele finanziell zu kämpfen: 41 Prozent sagen, dass ihr frei verfügbares Budget nach Abzug aller Fixkosten in den vergangenen zwölf Monaten geschrumpft ist.

Spritpreise als persönlicher Inflations-Messer

Für die Studie hat das Marktforschungsinstitut YouGov mehr als 3.000 Menschen repräsentativ interviewt. Das Ergebnis zeichnet ein deutliches Bild der Lage, die auch die Leute in Köln und Umgebung beschäftigt.

„Spritpreise sind für viele Menschen der Gradmesser ihrer persönlichen Inflation – und dieser Gradmesser schlägt gerade aus“, fasst Teambank-Chef Christian Polenz die Situation zusammen.

Hier wird jetzt am ehesten gespart

Auf die Frage, wo sie am ehesten bereit wären, ihre monatlichen Ausgaben um 100 Euro zu drosseln, ist die Antwort für jeden Fünften eindeutig: beim Fahrzeug, dem Treibstoff und der Kfz-Versicherung.

Ein erstaunliches Detail der Umfrage: „Bei den über 50-Jährigen ist die Bereitschaft, hier zu sparen, seit September 2025 um sechs Prozentpunkte gestiegen – der deutlichste Anstieg über alle Altersgruppen hinweg.“

Als politische Lösung favorisieren viele eine Reduzierung der Mehrwertsteuer. 47 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass dies ihre finanzielle Lage spürbar verbessern würde. 32 Prozent sprechen sich für eine Spritpreisbremse aus.

Tankrabatt läuft Ende Juni aus

Der seit Mai wirksame Tankrabatt hat den Inflationsdruck in Deutschland zwar kurzfristig gemildert. Die Verbraucherpreise kletterten im Mai nur noch um 2,6 Prozent über den Vorjahresmonat, nach 2,9 Prozent im April. Auch die Energiepreise legten mit 6,6 Prozent nicht mehr so rasant zu wie noch im April (10,1 Prozent). (dpa/red)

Doch die Entlastung an der Zapfsäule ist bald Geschichte: Die seit dem 1. Mai geltende Absenkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um knapp 17 Cent pro Liter läuft Ende Juni aus. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Bundestag
Trotz Krise mehr Geld
Politiker in NRW bekommen mehr Geld, im Bund gibt es eine Nullrunde