Neuer EU-Zoll könnte Waschmaschinen teurer machen
Preis-Schock bei GerätenNeuer CO2-Zoll macht Waschmaschinen und andere Geräte teurer

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Die Stahlindustrie ist eine energieintensive Branche, für die CBAM besondere Bedeutung hat. (Symbolbild)
Das könnte den Kauf eurer nächsten Waschmaschine teurer machen! Die EU-Staaten haben sich in Luxemburg auf eine wichtige Neuerung geeinigt: Der sogenannte CO2-Zoll soll auf mehr Produkte ausgeweitet werden – und das betrifft auch Haushaltsgeräte.
Konkret geht es um Waren, die viel Eisen, Stahl oder Aluminium enthalten. Die Liste der betroffenen Produkte soll jährlich überprüft werden. Grundlage ist ein Vorschlag der EU-Kommission. Bevor die Änderungen aber wirklich in Kraft treten, muss noch eine Einigung mit dem Europäischen Parlament her.
Was ist dieser CO2-Zoll überhaupt?
Seit dem 1. Januar müssen Importeure bereits einen CO2-Preis für bestimmte Waren zahlen, wenn bei deren Herstellung im Ausland viele Emissionen entstehen. Dieser Mechanismus (offiziell „CBAM“ genannt) soll verhindern, dass günstige, aber klimaschädlich hergestellte Produkte den europäischen Markt überschwemmen.
Das Ziel: Klimafreundliche und dadurch oft teurere Produkte aus der EU sollen wettbewerbsfähig bleiben. Wird zum Beispiel Stahl in China klimaschädlicher hergestellt als bei uns, wird dieser Unterschied an der Grenze durch den Zoll preislich ausgeglichen.
Darum trifft es bald auch Haushaltsgeräte
Bislang galt diese Regelung nur für Grundmaterialien wie Stahl, Aluminium, Zement, Dünger, Wasserstoff und Elektrizität. Doch das soll sich ändern. Die EU-Kommission will damit verhindern, dass Unternehmen ihre Produktion einfach ins Ausland verlagern, um die Klima-Abgaben zu umgehen.
Durch die Ausweitung auf weiterverarbeitete Waren wie eben Waschmaschinen sollen diese Schlupflöcher in der Regulierung geschlossen werden. So will die EU verhindern, dass klimaschädliche Produktion im Ausland indirekt gefördert wird. (dpa/red)
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