EZB erhöht Zinsen: Was das für Ihr Geld bedeutet
Zins-Hammer der EZBNotenbank erhöht Leitzins – das bedeutet es für Ihr Geld

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Die steigende Inflation in der Eurozone setzt die EZB unter Druck. (Archivbild)
Die Europäische Zentralbank (EZB) greift durch! Nach beinahe drei Jahren Pause wird der Zins jetzt angehoben, um die Preisexplosion durch den Iran-Konflikt zu stoppen. In Frankfurt haben die Währungshüter beschlossen, den für Banken und Sparer entscheidenden Einlagenzins um 0,25 Prozentpunkte auf nun 2,25 Prozent zu erhöhen.
Davor war lange Stillstand. Sieben Mal hintereinander blieb der Zins für Geld, das Geschäftsbanken bei der EZB parken, bei mageren 2,0 Prozent eingefroren. Die letzte Anhebung liegt schon eine Weile zurück, sie war im September 2023.
Dieser Schritt hat zwei Gesichter. Einerseits werden Kredite für uns alle und für Unternehmen kostspieliger. Das soll den Kaufrausch bremsen und die Inflation drücken. Andererseits ist es eine Belastung für die Wirtschaft, die eh schon schwächelt. Die EZB sitzt in der Klemme: Ein zu starker Eingriff könnte die Konjunktur komplett lahmlegen.
Iran-Krieg als Preistreiber: Wie teuer wird es noch?
Oberste Mission für die Euro-Währungshüter ist es, die galoppierende Inflation zu bändigen. Der Ölpreisschock nach Ausbruch des Iran-Konflikts hat die Teuerung massiv angeheizt. Im Mai kostete alles im Euroraum laut ersten offiziellen Daten satte 3,2 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

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Der Iran-Krieg hat die Preise für Öl und Gas nach oben getrieben. (Archivbild)
Damit ist das Ziel der EZB von zwei Prozent Inflation in weite Ferne gerückt. Auch bei uns in Deutschland haben die hohen Spritkosten die Preise angefacht. Nur der Tankrabatt konnte die Lage hierzulande im Mai etwas entspannen und die Teuerung auf 2,6 Prozent drücken.
Experten schlagen Alarm: Sie befürchten, dass nicht nur Heizen und Tanken teurer werden. Weil Firmen ihre höheren Ausgaben für Energie und Transport einfach an die Kundschaft weiterreichen, könnte eine komplette Preiswelle auf uns zurollen. Zum Vergleich: Im Januar, bevor der Krieg losging, lag die Teuerung im Euroraum noch bei harmlosen 1,7 Prozent.
Endlich wieder Zinsen: Wer jetzt profitiert
Weil alle mit diesem Schritt der EZB gerechnet haben, sind die Zinsen fürs Sparen schon gestiegen. Das Vergleichsportal Verivox meldet: Wer sein Geld für zwei Jahre fest anlegt, bekommt im Schnitt gute 2,3 Prozent. Fürs Tagesgeld sind es immerhin 1,3 Prozent. Manche Banken ködern Neukunden sogar mit Angeboten von bis zu 4 Prozent aufs Tagesgeld.
Verivox geht davon aus, dass die Bedingungen für Sparer mit den höheren Leitzinsen weiter nach oben klettern werden. «In dem Fall dürfte sich der Zinsanstieg beim Festgeld in ähnlichem Tempo wie zuletzt fortsetzen», sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH.
War das erst der Anfang?
Viele Wirtschaftsexperten glauben, dass die EZB in diesem Jahr noch einmal nachlegen wird. Chefin Christine Lagarde hat immer wieder klargemacht, dass die Zentralbank bereit ist zu handeln.

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EZB-Präsidentin Christine Lagarde zeigt sich entschlossen gegen steigende Inflation. (Archivbild)
Die Notenbank steht unter Druck. Schon nach dem Start des russischen Kriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 gab es Kritik, sie hätte die Preisexplosion in der Energiekrise verschlafen. Damals schoss die Inflation auf über zehn Prozent, bei uns wurden Energie und Essen blitzschnell teurer. Und das spüren wir bis heute im Geldbeutel: Nahrungsmittel kosten rund ein Drittel mehr als noch 2019. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
