EZB-Hammer wegen Iran-Krise: Alles wird noch teurer!
Düstere EZB-PrognoseWegen Iran-Krieg: Inflation bleibt hoch, Wirtschaft schwächelt

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EZB-Präsidentin Christine Lagarde will die Inflation im Euroraum im Zaum zu halten. (Archivbild)
Der Konflikt im Iran fühlt sich weit weg an? Falsch gedacht! Die Folgen treffen uns hier in der Region jetzt mit voller Wucht. Die Europäische Zentralbank (EZB) schickt eine ernste Warnung raus, die jeder im Portemonnaie spüren wird: Das Leben verteuert sich weiter und die Wirtschaft kommt nicht in die Gänge.
Für das laufende Jahr erwarten die Währungshüter nun eine Teuerungsrate von durchschnittlich 3,0 Prozent. Eine Zahl, die es in sich hat, denn sie liegt weit über dem eigentlichen Ziel von 2,0 Prozent. Erst bei diesem Wert sieht die EZB den Euro als sicher und damit auch unsere Kaufkraft geschützt.
Noch im Dezember ging die Notenbank für das Jahr 2026 von einer Inflationsrate von 1,9 Prozent aus. Doch der Krieg im Nahen Osten ließ die Energiepreise explodieren, was schon im März eine Korrektur auf 2,6 Prozent nötig machte.
Teuer-Schock geht weiter: Keine Besserung in Sicht
Und ein baldiges Ende der Preisspirale ist nicht zu erwarten. Für das Jahr 2027 rechnet die EZB immer noch mit 2,3 Prozent Inflation, also weiterhin deutlich über dem Ziel. Der eigentliche Hammer der Prognose: Erst 2028 soll die magische 2,0-Prozent-Marke wieder exakt erreicht werden.
Konjunktur-Bremse: Düstere Zeiten für die Wirtschaft
Gleichzeitig verdüstern sich die Perspektiven für die Wirtschaft im Euroraum. Die EZB rechnet für das aktuelle Jahr nur noch mit einem schwachen Wachstum von 0,8 Prozent, im Jahr 2027 sollen es dann 1,2 Prozent sein. Zum Vergleich: Noch im März waren die Experten für 2026 von 0,9 Prozent und für 2027 von 1,3 Prozent ausgegangen. Mit dieser Anpassung hat die Notenbank ihre Erwartungen wegen der Kriegsfolgen und teurer Energie erneut gesenkt.
Die Konjunktur im Währungsraum leidet spürbar unter dem Ölpreisschock und der gewachsenen Unsicherheit durch die Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Das zeigt sich bereits: Im ersten Quartal gab es einen leichten wirtschaftlichen Rückgang. (dpa/red)
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