Björn Heuser „Kölle singt“ – Warum ein Lied tiefer unter die Haut ging als alle anderen

Björn Heuser spielt Gitarre und singt in der Lanxess-Arena.

Björn Heuser singt am 3. Oktober in der Lanxess-Arena vor 12.600 begeisterten Zuschauern.

„Kölle singt“, das war ganz großes Gefühls-Kino in der Lanxess-Arena. Nicht nur für die 12.600 Zuschauer, auch für Liedermacher Björn Heuser.

Köln. Es war auch der Tag der kölschen Einheit, dieser 3. Oktober: „Kölle singt“, die erste Großveranstaltung in der Lanxess-Arena war Balsam für die kölsche Seele. Endlich wieder singen und feiern, unter strenger Einhaltung der der 2-G-Regel - auch für die beteiligten Künstler um Björn Heuser war es ein emotionaler Neustart.

„Kölle singt“ in der Lanxess-Arena: Emotionen und Gänsehaut

Klüngelköpp, Mike Kremer und der A-cappella-Chor „Rondo Vocal“ und nicht zuletzt die Veranstalter, Lukas Wachten und Stephan Brandt, samt Arena-Chef Stefan Löcher erlebten einen denkwürdigen Abend.

„Gefeiert wurde noch bis kurz vor drei Uhr“, berichtet Björn Heuser EXPRESS.de am Tag danach. Und: „Bis ich schlafen konnte waren es aber locker fünf Uhr, weil das ja alles doch sehr, sehr emotional, aufwühlend und wunderschön war und ich so viele Eindrücke verarbeiten und erst mal drauf klarkommen musste.“

Ein Lied war es, das dem kölschen Liedermacher noch mehr als alle anderen unter die Haut ging: „Ich ben ene kölsche Jung“ von Fritz Weber, das schon Willy Millowitsch oder Hans Süper auf ihre ganz eigene Art interpretiert haben.

Heuser setze sich ans Klavier und widmete es „drei Vätern“, wie er kurz und knapp bei der Anmoderation sagte. Auf Nachfrage erklärte der Sänger:  Es sind drei Väter, die aus meinem engeren Umkreis in den letzten Monaten gestorben sind. Einer davon war mein Vater.“ 

Stephan Brandt, Björn Heuser, Stefan Löcher und Lukas Wachten posieren mit den Sold-Out-Urkunden.

Ausverkauft: Mehr als 12.600 Zuschauer durften angesichts der Corona-Bestimmungen nicht in die Lanxess-Arena. Hausherr Stefan Löcher verlieh Björn Heuser (2.v.l.) sowie den Veranstaltern Stephan Brandt (l.) und Lukas Wachten (r.) den Sold-out-Award. 

Im September 2020 war Günter Heuser im Alter von 70 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Seit Björn Heusers sechsten Lebensjahr musizierten Vater und Sohn gemeinsam, später traten sie gemeinsam als „Vatter un Son“ bei Familienfesten oder Feierlichkeiten in der Nachbarschaft auf.

Man kann kaum erahnen, wie sehr den Liedermacher die letzte Strophe des kölschen Klassikers berührt hat. Und Björn Heuser dürfte sich sicher sein, dass sein Vater diesen Ratschlag befolgt hat: „Wenn du dann eines Daachs am Himmelspötzje stehst, dann sach dem Petrus heimlich, still und leis: Ich ben ene kölsche Jung, wat willste maache ...“ 

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