Der spanisch-deutsche Popsänger und Songschreiber Alvaro Soler geht mit seinem neuen Album auf Tour. Auf den Auftritt in Köln freut sich der Musiker ganz besonders.
Geburt der Tochter, Tod des OpasStar-Sänger wird vor Köln-Auftritt richtig persönlich

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Der Sänger und Songschreiber Alvaro Soler zeigt sich aktuell ohne seinen markanten Bart.
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Bei seiner Musik kommt Lebensfreude pur auf. Singer-Songwriter Alvaro Soler versteht es, mit seiner einzigartigen Mischung aus Pop, Latin und spanischem Flair sein Publikum zu begeistern.
Gleich mit der ersten Single „El mismo sol“ begann 2015 die Erfolgsgeschichte. Inzwischen blickt der 35-Jährige auf über zwei Millionen verkaufte Tonträger, mehr als fünf Milliarden Audio- und Videostreams sowie über 150 Gold- und Platin-Awards.
Alvaro Soler tritt am 21. April 2026 im Kölner Palladium auf
Am 21. April 2026 läutet Alvaro Soler mit seinem Konzert im Kölner Palladium endgültig den Frühling ein. Dabei wird er viele Titel seines vierten Albums „El Camino“ sowie seine bekannten Hits „Sofia“, „La cintura“, „Magia“ und „Solo para ti“ präsentieren.
Zuletzt hat sich einiges im Leben des spanisch-deutschen Popsängers getan. Im Mai 2023 heiratete er das deutsche Model Melanie Kroll, im Juli 2024 wurden sie Eltern einer Tochter. EXPRESS.de sprach mit dem Sänger, der auch Coach bei „The Voice Kids“ ist.
Ihr neues Album wird als „musikalisches Tagebuch“ beschrieben. Was steckt dahinter?
Alvaro Soler: Alle Songs liegen mir am Herzen, weil ich erstmals sehr persönliche Sachen erzähle. Früher habe ich das meist getrennt, aber meine Inspirationen kommen nun mal aus dem Privatleben. Mein Opa ist 2024 verstorben, im gleichen Jahr ist meine Tochter geboren. Diesen krassen Lebenskreis habe ich verarbeitet, indem am Anfang des Albums seine Stimme und am Ende ihr Herzschlag zu hören ist. Allein deshalb bekomme ich immer wieder Gänsehaut.

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Alvaro Soler bei seinem Konzert 2023 auf dem Roncalliplatz vor dem Kölner Dom.
Es geht auch darum, mehr im Hier und Jetzt zu leben und sich nicht von der Digitalisierung treiben zu lassen. Wie schaffen Sie das?
Alvaro Soler: Meine Frau behauptet, dass ich immer noch handysüchtig bin. Dabei haben wir uns Regeln gesetzt. Das Smartphone kommt nachts nicht mit ins Schlafzimmer. Dann schlafe ich viel besser ein, als wenn ich bis zuletzt noch darauf aktiv bin. Beim Essen legen wir die Geräte auch weg, um dem Gegenüber Aufmerksamkeit zu schenken. Die Dinger sind Fluch und Segen zugleich.
Wie erklären Sie es sich, dass auch Menschen Ihre Musik feiern, die kein Spanisch sprechen?
Alvaro Soler: Wir haben inzwischen den Ruf, eine Good-Vibes-Band zu sein. Vielleicht verstehen nicht alle die Texte, aber die Energie ist ansteckend. Die Menschen wissen, dass bei uns eine gute Zeit garantiert ist, und verbinden mit der spanischen Sprache Urlaub, Sonne und etwas Schönes. Ich freue mich, dass die Leute so etwas damit assoziieren. Unsere Konzerte sind eine Dosis Sommer und Spaß.

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Alvaro Soler mit seiner Ehefrau Melanie Kroll. Seit Mai 2023 sind die beiden verheiratet.
Das kann in aufwühlenden politischen Zeiten wirklich jeder gebrauchen.
Alvaro Soler: Unsere Show funktioniert in guten und in schlechten Zeiten. Heutzutage gibt es so viel Ungewissheit. Wenn man die Nachrichten anmacht, frustriert mich das auch. Musik ist da ein toller Ort, an dem es diese Themen für einen Moment nicht gibt. Dieses Gefühl wollen wir mit den Leuten teilen, weil es unser Leben schöner macht.
Was erwartet die Fans bei der Tour?
Alvaro Soler: Wir haben eine komplett neue Setliste erstellt, wie ein Menü. Erstmals spiele ich auch Medleys, weil ich schon so viele Songs habe. Ich freue mich wahnsinnig, das wird mehr als ein Konzert, eine richtige Show. Ich werde auch wieder viel mehr den Kontakt zum Publikum suchen. Nach der Corona-Zeit hat es sich für mich komisch angefühlt, in die Menge abzutauchen. Aber seit dem vergangenen Jahr genieße ich es wieder, das Miteinander zu erleben.
Und welchen Draht haben Sie zu Köln?
Alvaro Soler: Einige Mitglieder meiner achtköpfigen Band sind aus Köln. Ich fühle mich in der Stadt echt wohl. Das Publikum ist besonders menschlich. Für mich als Spanier ist es einfach, dort Spaß mit den Leuten zu haben. Wir feiern gern das Leben und unser Ziel ist es, dass die Menschen gut gelaunt nach Hause gehen.
Sie haben schon die Geburt Ihrer Tochter erwähnt. Wann gibt es den ersten Song, der sie thematisiert?
Alvaro Soler: Die neue Phase ist gerade total schön. Aber ich versuche mich zu zwingen, nicht alles, was ich gerade mit der Kleinen erlebe, direkt in einen Song zu packen. Ich versuche, die Zeit mit meiner Frau als normaler Vater zu genießen. Bestimmt werden die Erfahrungen, die wir gerade sammeln, eines Tages Songs inspirieren.


