Kommentar Prophet Bömmel: Was die Bläck Fööss wirklich mit dem Jubiläum erreicht haben 

19. August 2022 Jubiläumskonzert der Bläck Fööss mit Tommy Engel Foto: Daniela Decker

Die Bläck Fööss mit Tommy Engel am Freitag (19. August) auf dem Roncalliplatz.

Die Bläck Fööss haben ihre drei Konzerte auf dem Roncalliplatz in Köln abgeschlossen. „Das war mehr als Musik“, sagt unser Autor. Ein Kommentar.

Am Ende standen sie da am Sonntagabend (21. August), schauten freudig in die Gesichter der Menschen. So langsam dämmerte den Bläck Fööss: Hier ist etwas passiert an diesem Wochenende. „Ich glaube, die Menschen freuen sich, für ein paar Stunden alles mal zu vergessen“, hatte Bömmel Lückerath noch am Freitag vor der Premiere gesagt. Wahre Worte.

Bläck Fööss in Köln: Ein Zeichen geht vom Roncalliplatz aus

Denn was Köln bei drei ausverkauften Jubiläumskonzerten erleben durfte, war weit mehr als Musik. Es war Balsam für die Seele und ein wichtiger Fingerzeig: Zusammen geht etwas, gemeinsam wird man diese wirren Zeiten besser überstehen können.

Zwei Garanten dafür: Der Kölner Dom, der sich als erhabene Kulisse über den Fööss auftürmte. Und die Band selbst. Als Tommy Engel nach fast 28 Jahren die Bühne betrat, um sich mit „seinen“ Fööss auch musikalisch zu versöhnen, da tummelten sich an den Zäunen viele Kölnerinnen und Kölner.

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„Oh wie ist das schön“, schallte es durch die Kölner Innenstadt. Versöhnung, Zusammenhalt, Gemeinsamkeit. Diese Sekunden werden in die Kölner Geschichte eingehen.

Und Prophet Bömmel! Die Menschen haben in diesen Stunden der Konzerte wirklich vergessen, was um sie herum passiert: Gaspreise, Inflation, Corona, ein Kriegstreiber in Russland. Ja sogar das leidige Thema der angeblich so schleppend verkauften Veranstaltungen: Die Bläck Fööss haben unsere Sorgen weggesungen.

Man muss kein besonderer Freund der kölschen Musik sein, um zu verstehen, was die Band mit ihren Akkorden in den Menschen ausgelöst hat.

Auch wenn der Alltag in den kommenden Wochen und Monaten für viele Kölner Familien nicht einfacher wird. Vielleicht kann man die Bläck Fööss als Kölner Initialzündung nehmen und als wichtige Wegmarke. Das musikalische Gewissen unserer Stadt hat uns aufgezeigt, wie es eben auch gemeinsam gehen kann.

Vielleicht sind wir alle ein bisschen mehr Fööss in Köln. Getreu dem Motto eines Songs der Mutter aller kölschen Bands. So „deiht et dann auch nur halv esu wieh“. Danke, Bläck Fööss – das war einfach nur magisch.

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