Das trifft die kölsche Szene schwer: Günter Pütz, ein echtes Original der Stadt, ist am Dienstag nach schwerer Krankheit verstorben. Viele Weggefährten meldeten sich zu Wort.
Schock für die kölsche SzeneEx-Viktoria-Präsident Günter Pütz ist tot

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Günter Pütz, hier mit seiner Lebensgefährtin Uschi Brauckmann, ist verstorben.
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Trauer um einen Fußball-Funktionär – und großen Karnevalisten: Günter Pütz, früherer Präsident von Viktoria Köln, ist am Dienstag (30. Juni 2026) im Alter von 75 Jahren verstorben.
Das teilte die Karnevalsgesellschaft Grosse Braunsfelder, zu der der leidenschaftliche Jeck als Ehrenratsherr einen engen Draht hielt, EXPRESS.de mit. Pütz sei im Krankenhaus gestorben. Es ist ein großer Schock für die kölsche Szene.
Stefan Löcher über Günter Pütz: „Einer der letzten kölschen Originale“
Pütz war ein echtes kölsches Original. Er machte einst aus einem Lager ein kleines TV-Studio, in dem jahrelang die Kochsendung „alfredissimo!“ mit Alfred Biolek produziert wurde. Später gründete er die MMC-Studios zusammen mit den Gebrüdern Breuer.
Der gelernte Autoschlosser liebte den Karneval und den Fußball. Bis November 2022 war er über zehn Jahre Präsident von Viktoria Köln. Sein Amt musste er wegen seiner Krebserkrankung niederlegen.
Der Drittligist nahm in einem Instagram-Statement Abschied: „Günter Pütz war nicht nur zehn Jahre lang an der Spitze unseres Vereins, er hat den Klub über viele Jahre unterstützt und dabei die Werte und Tradition des Vereins gelebt und nach außen repräsentiert. Seine Verdienste und seine Persönlichkeit werden wir auf ewig in guter Erinnerung behalten. Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Angehörigen von Günter Pütz.“
Anfang des Jahres hatte Pütz seinen 75. Geburtstag noch mit einer großen Überraschungsparty gefeiert. Horst Müller, Vorsitzender des Wirtschaftsrats der Viktoria, zeigte sich geschockt: „Das ist so traurig. Der Krebs war leider stärker.“
Trauer auch bei Fortuna Köln. „Mit Günter verliert Köln eine Persönlichkeit der Stadtgesellschaft und ich einen fairen und authentischen Weggefährten und Freund. Unser Mitgefühl gilt seiner Partnerin Uschi Brauckmann und seinen Kindern“, sagte Hanns-Jörg Westendorf, Präsident des Drittliga-Aufsteigers.
Stefan Löcher, Geschäftsführer der Lanxess-Arena, sagte: „Ich habe ihn relativ jung in meinen ersten Jahren der Arena bereits gut kennengelernt und hab ihn immer geschätzt und auch menschlich sehr gemocht. Wahnsinn, was er damals aufgebaut hat. Er war einer der noch wenigen kölschen Originale mit Kante.“

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Trotz anstrengender Chemotherapie ließ es sich Günter Pütz (l.) nicht nehmen, ausgelassen in den Sälen Karneval zu feiern.
Auch Marita Köllner zeigte sich erschüttert. „Mein allerherzlichstes Beileid. Das kam für mich sehr überraschend. Ich hoffe, wir sehen uns eines Tages da oben wieder“, sagte die Sängerin. Auch Ex-Paveier-Frontmann Micky Brühl war schockiert. „Du warst ein guter Freund, ein Helfer, ein Macher un vill mieh. Einfach ne richtig joode kölsche Jung“, schrieb er.
Pütz hinterlässt vier Kinder und seine Lebensgefährtin Uschi Brauckmann, Präsidentin von Kölns erster Damen-Karnevalsgesellschaft Colombina Colonia. Viele Vereine und bekannte Persönlichkeiten der Stadt übermittelten ihre Anteilnahme, nachdem sie von der Todesnachricht erfahren hatten.
