Kein Riesenstadion, keine Eventkulisse: Der Sportpark Höhenberg steht für Fußball ganz nah am Platz. Für Viktoria Köln ist er Heimat – und ein Stück Geschichte von Köln-Ost.
Schon lange Viktoria-HeimatDas macht den Sportpark Höhenberg besonders

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Ein Blick in den Sportpark Höhenberg in der idyllischen Mehrheimer Heide.
Wer Viktoria Köln sehen will, fährt in die Merheimer Heide. Dort steht der Sportpark Höhenberg. Die Anlage ist nicht die größte der Stadt. Gerade das macht ihren Charakter aus. Kurze Wege, Tribünen nah am Rasen und Fußball an einem Ort, der schon lange vor dem heutigen Drittligisten eine Geschichte hatte.
Für Viktoria ist der Sportpark mehr als die Adresse der Heimspiele. Hier verbinden sich die Vorgängervereine, Pokalabende, Aufstiege und der Alltag in der 3. Liga. Wer durch die Anlage geht, sieht keinen beliebigen Neubau. Der Sportpark ist über Jahrzehnte gewachsen.
Schon 1921 wurde im Sportpark Höhenberg gespielt
Die Geschichte der Anlage beginnt 1921. Am heutigen Standort wurde zunächst das VfR-Stadion gebaut. Es war die Spielstätte des VfR Köln 04 rechtsrheinisch, eines Vorgängervereins in der langen Viktoria-Geschichte.
In den Jahren danach änderte sich das Gelände. Zeitweise wurde es zur Leichtathletik-Spielstätte umgestaltet. 1931 wurde der Sportpark Höhenberg eröffnet. Die Anlage war damit nicht nur ein Fußballplatz, sondern Teil eines größeren Sportareals.
Auch die Namen wechselten. Die frühere Viktoria-Kampfbahn trug zeitweise die Bezeichnung „Flughafenstadion“. In den Erinnerungen langjähriger Vereinsmitglieder tauchen Bilder eines Stadions mit Holztribüne und Laufbahn auf. Vieles davon ist verschwunden. Der Ort selbst ist geblieben.
Der Sportpark war Heimstätte für mehrere Vorgängervereine der heutigen Viktoria. Er überstand sportliche Umbrüche, Fusionen und wechselnde Vereinsnamen. Als der FC Viktoria Köln 2010 gegründet wurde, übernahm er den Sportpark als Heimat.
Mit den sportlichen Erfolgen änderten sich auch die Anforderungen. Als Viktoria 2012 in die Regionalliga West aufstieg, wurde die Anlage modernisiert. Unter anderem bekam der Sportpark eine Flutlichtanlage. Damit waren Abendspiele und die Vorgaben der neuen Spielklasse besser zu erfüllen.
Der größte Umbau folgte nach dem Aufstieg in die 3. Liga 2019. Der Sportpark musste für den Profifußball angepasst werden. Zur Saison 2019/20 wurde die Kapazität vorübergehend auf 10.001 Plätze erweitert. Das war notwendig, um die damaligen Anforderungen der Liga zu erfüllen.
2021 kam eine Rasenheizung dazu. Außerdem wurden Arbeiten an dem Rasenaufbau und der Entwässerung vorgenommen. Heute nennt Viktoria eine Kapazität von 8343 Plätzen. Diese Zahl kann sich durch Auflagen oder bauliche Anpassungen verändern. Entscheidend ist aber: Die Anlage blieb trotz Umbauten ein Stadion mit überschaubarer Größe.
Nah dran am Spiel im Sportpark Höhenberg
Der Reiz des Sportparks liegt nicht in Luxuslogen oder riesigen Umläufen. Er liegt in der Nähe zum Spiel. Die Tribünen stehen dicht am Geschehen, die Wege sind kurz. Wer hier ein Tor erlebt, ist unmittelbar dran. Das unterscheidet Höhenberg von den großen Arenen der Stadt.
Das ist kein Nachteil, sondern der eigene Charakter des Stadions. Im Sportpark haben Oberliga- und Regionalliga-Mannschaften gespielt. Die alte Viktoria erlebte hier Zweitligazeiten. Der heutige FC Viktoria Köln kämpfte sich von der NRW-Liga bis in die 3. Liga. Dazu kamen DFB-Pokalspiele gegen bekannte Gegner.
2015 schlug Viktoria den 1. FC Union Berlin in der ersten Pokalrunde mit 2:1. 2023 besiegte der Drittligist Werder Bremen im Sportpark mit 3:2. Solche Abende zeigen, wie ein kleineres Stadion große Aufmerksamkeit erzeugen kann. Für ein Spiel wird Höhenberg dann weit über den Kölner Osten hinaus wahrgenommen. Nur für das Kracher-Spiel gegen den FC Bayern in der ersten Pokalrunde zog Viktoria 2022 ins Rhein-Energie-Stadion.
Der Sportpark Höhenberg steht für eine andere Seite des Kölner Fußballs. Nicht für die größte Bühne, sondern für einen Verein mit lokaler Geschichte und einem festen Ort. Menschen aus Höhenberg, Kalk, Mülheim, Brück und anderen Stadtteilen der rechten Rheinseite finden hier ihren Zugang zum Profifußball.
Der Kern bleibt: Der Sportpark ist nicht austauschbar. Er verbindet die Geschichte der alten Viktoria mit dem heutigen Drittligisten. Und er zeigt, dass Fußballorte nicht groß sein müssen, um etwas zu erzählen. (red)
