Borussia Dortmund will Said El Mala und Said El Mala will offenbar auch zu Borussia Dortmund. Jetzt hängt der Wechsel allerdings davon ab, ob der BVB dieses Mal genug Kohle auf den Tisch legt.
Schon 2024 zu geizigWiederholt sich die BVB-Geschichte bei El Mala?

Die Liste der Interessenten für Said El Mala (19) ist zwar lang, doch seit Tagen wird praktisch nur noch ein Klub brandheiß als möglicher neuer Arbeitgeber des Offensiv-Stars vom 1. FC Köln gehandelt: Borussia Dortmund.
Nicht nur der BVB soll an El Mala interessiert sein, der Spieler und seine Familie sind angeblich klar auf die Schwarz-Gelben als neuem Arbeitgeber festgelegt. Die Spielerseite wartet nun ab, wie der bislang sehr zähe Poker zwischen den beiden Vereinen läuft, und hofft gleichzeitig, dass sich die Geschichte nicht wiederholt.
El Mala schon mal auf dem Sprung zum BVB
Denn wie die „Sport Bild“ am Mittwoch (29. Juli 2026) in ihrer Printausgabe berichtet, war ein Wechsel nach Dortmund schon vor zwei Jahren zum Greifen nahe: Nach vielversprechenden ersten Drittliga-Eindrücken bei Viktoria Köln waren mehrere Vereine interessiert, der BVB wähnte sich offenbar als Favorit und hatte bereits einen Medizincheck-Termin vorbereitet.
Doch in den Verhandlungen mit Viktoria waren die Dortmunder Verantwortlichen trotz vergleichsweise lächerlicher Summen zu geizig: Bei 150.000 Euro soll das Maximal-Gebot gelegen haben – deutlich unter der Summe, die der FC am Ende auf die Schäl Sick überwies.
Was für den BVB nicht mehr als ein Taschengeld gewesen wäre, bedeutete für Drittligist Viktoria einen erheblichen Unterschied. Hinzu kam, dass der FC auch den älteren Bruder Malek verpflichtete und sich das Gesamtpaket auf 350.000 Euro Ablöse erhöhte.
„Wir sind aufgrund verschiedener Anfragen extrem auseinander und deshalb macht es auch keinen Sinn, den Spieler freizugeben“, zitierte die „Sport Bild“ sogar eine Nachricht des damaligen Viktoria-Sportchefs Stephan Küsters (54) an den Dortmunder Verhandlungsführer Lars Ricken (50).
Ricken hätte schließlich nicht nur bei Said mehr bieten müssen, sondern für eine Einigung mit der Familie auch Platz für Malek schaffen sollen. „Das mache ich nur, wenn Malek mitkommt. Wollten sie nicht. Damit war’s für mich vom Tisch“, beschrieb Said bereits in der Vergangenheit seine nicht erfüllte Bedingung für einen Wechsel zur Borussia.
Bei der Vorstellung in Köln schwärmte Said im Juni 2024: „Es ist nicht selbstverständlich, die nächsten Schritte gemeinsam machen zu können.“ Das Vertrauen der FC-Verantwortlichen zahlte sich damals aus und wird dem Klub bei einem künftigen Verkauf aller Voraussicht nach einen Rekordgewinn einbringen.
Wie hoch der ausfällt, könnte auch davon abhängen, ob Ricken beim BVB dieses Mal in die Vollen geht, um sich am Ende nicht erneut nachträglich über zu wenig Risikobereitschaft ärgern zu müssen. Aktuell sollen die Vorstellungen noch weit auseinanderliegen und der FC mit den ersten Annäherungen vom Borsigplatz überhaupt nicht einverstanden sein.

