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Jubiläum mit ZapfenstreichEmotionaler Fackelzug durch Ossendorf

Fackelumzug der Schnüsse Tring durch Ossendorf.

Die Traditionsgesellschaft Schnüsse Tring zog am Dienstagabend (13. Januar 2026) mit einem Fackelzug zum 125. Jubiläum durch Ossendorf.

Die Familiengesellschaft Schnüsse Tring feierte einen emotionalen Jubiläumsauftakt mit Zapfenstreich. Ex-Präsident Achim Kaschny wurde besonders gewürdigt.

Ein Meer aus Mützen schimmerte am Dienstagabend (13. Januar 2026) in der Dunkelheit von Ossendorf. Rot-Weiß dominierte den Joseph-Roesberg-Platz, als die Alte Kölner Karnevalsgesellschaft „Schnüsse Tring“ den Auftakt zu ihrem 125. Jubiläum feierte.

Genau gegenüber befand sich einst die Kneipe, in der die Gesellschaft vor 125 Jahren gegründet wurde. Was als würdiger Festakt am historischen Ursprung begann, entwickelte sich zu einem der emotionalsten Momente in der jüngeren Vereinsgeschichte.

Schnüsse Tring: Eine Familiengesellschaft mit Tradition

200 Mitglieder waren dem Aufruf gefolgt – von der Tanzgruppe über den Senat und den Großen Rat bis zu den Kammer Wievern bot sich ein beeindruckendes, generationenübergreifendes Bild in den Vereinsfarben.

In seiner Rede spannte Präsident Dirk Königs den Bogen von den Anfängen als kleiner Veedelsverein bis zur etablierten Familiengesellschaft, die heute fester Bestandteil des Kölner Karnevals in der Innenstadt ist. „125 Jahre sind nicht nur Geschichte, sie sind Verpflichtung und Heimat zugleich“, betonte Königs.

Dann folgte der Moment, der vielen Anwesenden Gänsehaut bescherte. Unter dem Applaus der Mitglieder wurde der langjährige Präsident Achim Kaschny in die Mitte gebeten. 17 Jahre lang hatte er die Geschicke der Gesellschaft erfolgreich geleitet.

Als Würdigung für dieses Lebenswerk ernannte Königs ihn offiziell zum Ehrenpräsidenten der Schnüsse Tring. Sichtlich bewegt nahm Kaschny seine neue Ehrenpräsidentenmütze entgegen. Zu seinen Ehren wurde anschließend der „Karnevalistische Große Zapfenstreich“ intoniert.

Karnevalistischer Zapfenstreich für Achim Kaschny der Schnüsse Tring.

Achim Kaschny genießt den Zapfenstreich, der bei seiner Ernennung zum Ehrenpräsidenten abgehalten wurde.

Den feierlichen Rahmen bildeten gleich zwei Musikzüge: die Musikfreunde Rot-Gold Köln und das Tambour-Korps Rot-Weiss Kleineichen. In seinen Dankesworten gestand Kaschny: „Das war mein größter Wunsch. Ich weiß diese Ehre zutiefst zu schätzen.“

Karnevalistischer Zapfenstreich für Achim Kaschny.

Achim Kaschny wurde von Dirk Königs (l.) zum Ehrenpräsidenten der Gesellschaft ernannt.

Nach dem offiziellen Teil setzte sich der Abend stimmungsvoll fort. Angeführt von den Musikzügen zog die Gesellschaft wie ein leuchtender Lindwurm mit Fackeln vom Joseph-Roesberg-Platz zum Brauhaus Zimmermanns.

Dort wurde der 125. Geburtstag der Gesellschaft bis in den späten Abend ausgiebig gefeiert. Manch einer munkelte beim Kölsch bereits: „Vielleicht ist hier heute Abend eine neue Tradition geboren worden.“