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Neuer Bier-Vertrag & große PläneKölsch-Zoff um den FC: „Ein Politikum!“

Reissdorf-Kölsch macht Werbung mit dem 1. FC Köln.

Copyright: Uwe Bödeker

Reissdorf macht in Köln auffällige Bierwerbung als Partner des 1. FC Köln. Hier sieht man ein Plakat an der Aachener Straße am Stadion in Müngersdorf am 15. Juli 2026.

Aktualisiert:

Hinter den Kulissen ist es aktuell eines der emotionalsten Themen der Stadt, denn beim Thema Kölsch scheiden sich die Geister. Die Frage ist: Welchen Gerstensaft trinken die Fans beim 1. FC Köln?

Wer an der Linie 1 vor dem Stadion in Köln-Müngersdorf aussteigt, sieht die Kampfansage auf einem großen Werbeplakat: „Das Non Prost Ultra. Reissdorf – mit Leidenschaft für den 1. FC Köln. Seit 1948.“

Hinter den Kulissen tobt aktuell ein Kölsch-Kampf um den 1. FC Köln: Reissdorf gegen Gaffel!

Kann Reissdorf Gaffel beim 1. FC Köln verdrängen?

Gaffel ist seit 2002 Partner des FC und hat seinen Vertrag erst vor zwei Jahren bis 2030 verlängert. Die Kölschmarke nennt sich „Exklusiver Partner des FC“ und hat auch die Ausschankrechte im Rhein-Energie-Stadion.

Doch der FC hat noch einen weiteren Kölsch-Partner: Die Privatbrauerei Reissdorf ist seit Jahren Premiumpartner der FC-Frauen. Im Hintergrund arbeitet man daran, die Kooperation auszubauen. 

Am Sonntag, 12. Juli 2026, wurde beim Livepodcast „Dreierkette“ auch eine Frage aus dem Publikum gestellt: Ab wann wird Reissdorf-Kölsch im Stadion ausgeschenkt? Auf dem Podium saß auch Christian von Rieff, geschäftsführender Gesellschafter bei Reissdorf. Er musste ausweichen: „Ein Politikum! Die Frage reiche ich gerne irgendwann mal, wenn es soweit ist, vielleicht an den FC weiter.“

Reissdorf wird als Partner der FC-Frauen im Geißbockheim und im Franz-Kremer-Stadion ausgeschenkt. Mit der neuen Plakat-Aktion will die Marke auch das Kölsch der Fans, das „Non Prost Ultra“ sein. Erfolgt bald die komplette Übernahme beim FC? Wird Gaffel verdrängt?

Reissdorf gibt bei den Frauen jedenfalls Gas, wie von Rieff im Haus Unkelbach sagte: „Am Ende hängt es davon ab, wie man es zusammen lebt. Bis dato muss ich ehrlich gestehen, haben wir die ganzen Vorstellungen und Ziele, die wir gemeinsam umsetzen wollen, um die FC-Damen nach vorne zu bringen, vielleicht noch nicht so umsetzen können.“

Doch bald sollen die nächsten Schritte folgen: „Jetzt wird der neue Vertrag für die nächsten zwei Jahre abgeschlossen. Da werden wir mit deutlich mehr Engagement und Einsatz reingehen. Bei uns ist es in der Vergangenheit so gewesen, dass wir uns relativ zurückgehalten haben. Ich glaube, dass wir uns deutlich mehr einbringen müssen – natürlich bei den FC-Damen, aber auch in allen anderen Bereichen.“

Dabei geht es von Rieff um die gesamte Stadt Köln. „Gemäß dem Motto: Frage nicht, was die Stadt Köln für dich macht, sondern: Was kannst du für die Stadt Köln tun? Da werden wir uns deutlich stärker aufstellen, auch Personal und Kapazitäten aufbauen, um auch eine FC-Damenmannschaft so gut es möglich ist, zu pushen. Ich finde das Thema Frauensport und FC-Damen hochspannend.“

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Der Reissdorf-Boss schwärmte: „Es gibt unheimlich viel Engagement, um die Frauen nach vorne zu bringen. Die Frauen sind mit extremer Leidenschaft dabei. Spürbar anders wird besonders intensiv gelebt. Die Voraussetzungen sind sehr gut, aber man muss noch einiges auf die Strecke bringen. Ich hoffe, dass uns das gelingt. Die FC-Frauen haben es auf jeden Fall verdient.“

Ob Reissdorf dann bald auch die Profimänner als Biersponsor unterstützt, wird sich zeigen. Es ist ein Politikum, wie von Rieff weiß. So oder so: Verdursten werden die Köln-Fans sicherlich nicht. Und der FC darf sich freuen, denn er ist als Partner heiß begehrt.

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