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Gebäude von 1900Kölner Geisterhaus weg – jetzt ist klar, was hinkommt

Das Geisterhaus in Köln-Porz wurde abgerissen.

Copyright: GAG Immobilien AG/Ralf Berndt

Das Geisterhaus in Köln-Porz wurde abgerissen.

Aktualisiert:

Jahrelang kämpften Denkmalschützer um das Porzer Geisterhaus – vergebens. Jetzt zeigt die GAG, was stattdessen kommt.

Das Geisterhaus in Köln-Porz ist Geschichte. Und schon im Herbst soll an der Ecke Hauptstraße/Poststraße ein neues Kapitel beginnen – mit einem Gebäude, das aussieht wie sein Vorgänger.

Wer in Porz aufgewachsen ist, erinnert sich noch an den Friseur „Albäät“ genau an dieser Ecke. Der verwitterte Schriftzug am bröckelnden Jugendstilbau, errichtet um 1900, war über Jahrzehnte ein Stück Porzer Seele. Seit 1980 stand das Haus unter Denkmalschutz – Ende April 2026 wurde es trotzdem abgerissen. Vorausgegangen war ein jahrelanger Kampf von Denkmalschützern und der GAG Immobilien AG um das Gebäude.

Erstmal Stillstand nach Abriss in Porz

Der Grund: Schwarzschimmel im Gemäuer, durchfeuchtete Außenwände, fehlende Fundamente. „Die Kosten dafür haben mit fast sechs Millionen Euro ein Ausmaß erreicht, das für uns beim besten Willen nicht mehr wirtschaftlich ist“, hatte die GAG bereits im Februar 2024 gegenüber EXPRESS.de erklärt. Ein Verkaufsversuch über ein Maklerbüro – 395.000 Euro für das marode Haus – blieb erfolglos. Dann rollten die Bagger an.

Seither ist es allerdings ruhig geblieben an der Ecke. Auf dem Bauschutt wächst das Unkraut. Der Grund für den Stillstand: Ohne die Förderzusage des städtischen Amts für Wohnungswesen durfte die GAG zwar den Abbruch durchführen, aber noch nicht mit dem eigentlichen Neubau beginnen.

Jetzt zeigt die GAG, wie es an der markanten Ecke weitergeht: Voraussichtlich im Oktober beginnen die Arbeiten am Neubau, der sich optisch am früheren Baudenkmal orientiert – sobald die Förderzusage vorliegt. Geplant sind drei öffentlich geförderte Wohnungen und eine kleine Gewerbeeinheit. Fertig sein soll das Ganze in der zweiten Jahreshälfte 2028.

Damit schließt sich ein Kreis, der bereits Ende 2019 begann. Damals hatte die GAG das gesamte Areal rund um das Eckhaus gekauft – inklusive des Jugendstilbaus. 76 öffentlich geförderte Wohnungen entstanden auf dem übrigen Grundstück, 2023 fertiggestellt.

Das Foto zeigt eine Illustration eines Neubaus.

Copyright: GAG Immobilien AG

So soll das Eckhaus nach der Fertigstellung aussehen.

Nur das Eckhaus sollte eigentlich erhalten bleiben. Doch die Schäden erwiesen sich als so gravierend, dass eine Sanierung Anfang 2024 endgültig vom Tisch war. Die GAG entschied sich für einen Neubau in historischer Anmutung – und ließ das Haus aus der Denkmalliste streichen.

„Damit setzen wir ein wichtiges städtebauliches Signal. An dieser viel diskutierten Stelle entsteht eine neue, tragfähige Perspektive für die weitere Entwicklung im Porzer Zentrum“, sagt GAG-Vorstand Christian Eiff.

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