Der 1. FC Köln gibt in den letzten Stunden des Transferfensters nochmal Gas. Borna Sosa wurde auf den letzten Drücker verpflichtet.
Transfer in letzter MinuteSosa-Krimi beendet: FC verkündet Leih-Deal

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Borna Sosa bei seiner Vorstellung als Neuzugang beim 1. FC Köln.
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In buchstäblich letzter Minute hat der 1. FC Köln noch einen Angriff auf dem Transfermarkt gewagt. Am Dienstag (1. September 2026) wurde die Verpflichtung von Borna Sosa (28) auf Leih-Basis immer konkreter, entwickelte sich aber zu einem Wettlauf gegen die Zeit.
Im Laufe des Nachmittags einigte sich der FC laut Sky zunächst mündlich mit dem Spieler, danach auch mit Crystal Palace. Die Konditionen: Leihe bis Saisonende ohne Kaufoption. Um 21.15 Uhr machte der FC die Verpflichtung schließlich offiziell.
Sosa kennt die Bundesliga aus Stuttgart
„Wir freuen uns sehr, dass Borna uns diese Saison verstärkt. Er kennt die Bundesliga aus seiner Zeit beim VfB Stuttgart sehr gut und verfügt über wertvolle internationale Erfahrung. Gleichzeitig haben wir ihn in unseren Gesprächen als sehr reflektierten und positiven Menschen kennengelernt, der mit seiner Persönlichkeit sehr gut zu uns passt und seine Erfahrung auch neben dem Platz einbringen wird“, sagte Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40).
Die Verantwortlichen mussten am Deadline Day für den Deal noch einmal ordentlich schuften. Um 20 Uhr schloss in Deutschland das Transferfenster, eine Bestätigung für den Wechsel stand zu diesem Zeitpunkt noch aus. 75 Minuten nach Schließung des Transferfensters gab es dann weißen Rauch am Geißbockheim.
Für die Gültigkeit von Transfers in Deutschland ist die Eintragung aller erforderlichen Dokumente in das interne Registrierungs-System der Bundesliga („TOR“) entscheidend. Längst läuft hier alles digital und online ab. Kaputte Faxgeräte können den Vereinen keinen Strich mehr durch die Rechnung machen.
Da die FC-Verantwortlichen hier ihre Hausaufgaben vor 20 Uhr gemacht hatten, stand dem Transfer nichts mehr im Wege. Laut Sky soll um 19.57 Uhr, drei Minuten vor Ablauf der Frist, alles über die Bühne gegangen sein. Anschließend kümmerte sich der FC um die offizielle Vorstellung des Neuzugangs.
Erst kurz vor der Frist war der Medizincheck bei Sosa angesetzt, zeitlichen Spielraum gab es entsprechend nicht mehr. In der Kürze der Zeit musste Köln improvisieren.
Sosa wurde laut Sky am Geißbockheim durchgecheckt und nicht, wie sonst üblich, in der Mediapark-Klinik. Zumindest Zeit zur Eingewöhnung bräuchte der Kroate bei einem Wechsel nicht, er spielte in der Liga schon für den VfB Stuttgart.
„Köln kenne ich aus meiner Zeit in Stuttgart. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Auswärtsspiele, denn in Köln herrscht mit die beste Atmosphäre in der Bundesliga. Jetzt freue mich darauf, dieses Gefühl als Spieler des FC zu erleben und hier im Stadion zu spielen. Ich habe natürlich mitbekommen, wie der FC gestartet ist, weil ich die Bundesliga immer noch verfolge.“, sagte der neue Mann.
FC hatte für hinten links auch einen Plan B
Sosa war tagsüber nicht die einzige Option des FC. Wie der Pay-TV-Sender weiter berichtete, hatten die Kölner auch einen Plan B in der Hinterhand. Demnach habe es mit Mees de Wit (28) von AZ Alkmaar bereits Gespräche gegeben. In den Niederlanden hat der Linksverteidiger (Marktwert laut „transfermarkt.de“ bei sechs Millionen Euro) noch einen Vertrag bis 2029.
Sosa erreichte bei den Schwaben zwischen 2018 und 2023 seinen höchsten Marktwert, war 23 Millionen Euro wert. Sollte es mit dem Transfer nach Köln funktionieren, könnte er schon am kommenden Freitag (4. September 2026) auf seinen Ex-Klub treffen. Um 20.30 Uhr trifft der FC auswärts auf den VfB (Liveticker auf EXPRESS.de).
Welche Note gebt ihr dem Transfer-Sommer beim 1. FC Köln?
Als genialer Flankengeber machte sich Sosa in Stuttgart einen Namen, danach suchte er sein Glück vergeblich. Er ging zu Ajax Amsterdam, war an den FC Turin ausgeliehen und ging dann nach England.
Ajax hatte 2023 rund acht Millionen Euro an den VfB für Sosa bezahlt. Crystal Palace musste zuletzt nur noch 2,3 Millionen Euro für den Kroaten hinblättern.
Nach dem Abgang von Kristoffer Lund ist der Ghanaer Gideon Mensah bislang nahezu konkurrenzlos im FC‑Kader. Sein Stellvertreter in der Vorbereitung war Youngster Jonathan Friemel, der aber hauptsächlich in der U21 spielen soll.

